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 Vorschau 14.10.2017 – HV Böhlen

 Am Sonnabend fliegen wieder die Handbälle. Drei Wochen „Herbstferienpause“ liegen hinter den Männern vom HV Böhlen. Mit nur einem Punkt aus vier Spielen ist die Ausbeute mehr als mau. Zwei Niederlagen mit nur einem Tor Differenz ist dabei besonders ärgerlich. Am Wochenende fährt die Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Leipzig. Die Mannschaft von LVB II hat das klare Saisonziel wieder in die höchste sächsische Handballliga aufzusteigen. Mit 8:0 Punkten führt das Team die Tabelle an. Um 15:00 Uhr ist Anwurf in der neu gebauten Halle vom Thomas Gymnasium. Die Böhlener Mannschaft muss auf zwei Spieler verzichten. Eric Thomas fehlt arbeitsbedingt und Tim Modrzynski laboriert an einer hartnäckigen Fußverletzung.

 

m.m.

 

 

Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 23.09.2017 (4.Spieltag)

HV Böhlen          - SV Lok Leipzig – Mitte  31 : 32 (17 : 12)

HV Böhlen wartet weiter auf den ersten Erfolg

Denkbar knapp verloren die Handballer vom HV Böhlen ihr zweites Heimspiel der Saison. Nach toller erster Halbzeit liefen die zweiten 30 Minuten suboptimal. 20 Gegentore in einem Spielabschnitt sind einfach zu viel. Damit bleiben die Böhlener im Tabellenkeller stecken.

Dabei fing das Spiel wie ein kleines Böhlener Handballmärchen an. Die Einheimischen überrannten in der Anfangsphase die Gäste aus Leipzig. Genau das, was in den ersten drei Spielen nicht funktioniert hatte, ordentlich aus den Startlöchern zu kommen, funktionierte. Deckungsarbeit samt Torhüter super, Wurfausbeute fast bei 100%. Nach knapp sechs Minuten nahmen die Gäste schon ihre erste Auszeit. Es stand 7:2 für den HVB. Nach der Auszeit wurde es nicht wirklich besser für die Leipziger. Sie zogen vom Einsatz her an, aber der HVB warf die Tore (14:7/18.). Daniel Böhme war nicht zu halten und endlich fielen auch Tore von der Kreisposition. Als kleine taktische Überraschung ließ Coach Matthias Mielke mit zwei Kreisläufern agieren. Doch jede Überraschung ist irgendwann keine Überraschung mehr. Die Gäste stellten sich nach etwa 20 Minuten darauf ein und kamen langsam in Tritt. Mit fünf Toren plus ging es in die Pause.

Endlich sah man mal wieder lachende Gesichter in der Kabine der Gastgeber. War damit die Spannung und Konzentration weg? Ein weites Feld für Psychologen und Sportwissenschaftler. Nach knapp 15 Minuten in der zweiten Hälfte war der schöne Vorsprung dahin (24:24/39.). Die Gäste agierten wesentlich einsatzfreudiger. In ihrer Kabine hat sicher keiner gelacht. Mit voller Wucht gingen sie in die Zweikämpfe und agierten teils mit permanenten 7 Feldspielern. Das wiederum stellte die Böhlener Deckung vor einige Rätsel. Es lief wieder auf eine fulminante Schlussphase hinaus. Schön für den Spannungsbogen, aber schlecht für den Blutdruck und die Herzkranzgefäße der Zuschauer. In der 57. Minute kam dann die Chance für Böhlen zur eventuellen Vorentscheidung. 29:28 Führung und Lattenkreuztreffer von Eric Thomas. Gegenzug und Ausgleich für Leipzig. So schnell geht Handball. Am Ende stand eben ein Tor mehr bei den Leipzigern auf der Anzeigetafel . Die zweite Niederlage mit einem Tor nach vier Spielen. Der Handballgott scheint anderweitig beschäftigt zu sein. Erst in drei Wochen steht das nächste Spiel an. Es lief nicht alles schlecht in den ersten vier Spielen. Ein guter Saisonstart sieht trotzdem anders aus.  

HV Böhlen: Tilgner, Nitschke, Böhme 6, Heistermann 8/3, Meißner 5, Papsch 2, Meszaros-Sobottka 3, Bertram, Thomas 5, Gentsch, Hille 2

Strafwürfe:   HVB    3/3     Lok Mitte 4/3

Strafzeiten:   HVB    7        Lok Mitte 2

m.m.

 

Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 16.09.2017 (3.Spieltag)

HSG Rückmarsdorf - HV Böhlen 35 : 24 (17 : 10)

Rückmarsdorfkomplex schlägt wieder zu

Auch nach dem dritten Spiel warten die Männer vom HVB weiter auf den ersten Doppelpunktgewinn. Nach einer völlig desaströsen Anfangsphase war das Spiel beizeiten entschieden. Ohne Harz an den Händen und Karsten Hille in der Deckung war nix zu holen in dieser Partie.

Naturgesetze haben ihre Namen aus der Gewissheit, dass sie immer zutreffen. Im Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften geht seit Jahren die HSG als Sieger von der Platte. Es schein sich so eine Art Handballnaturgesetz herauszubilden. Na ja, jedenfalls flogen die ersten drei Versuche der Böhlener, den Ball auf das Tor der Rückmarsdorfer zu bekommen, Richtung Nirwana. Anders die Gastgeber. Mit langen Ballstafetten zogen sie die Deckung der Böhlener wirkungsvoll auseinander und netzten meist aus Nahdistanz ein. Keine Chance für Martin Tilgner im Tor der Gäste. Nach 21 Minuten stand es 15:4 gegen den HVB. Ja 11 Tore mehr für die HSG. Es drohte ein richtig heftiges Debakel. Dass es nicht ganz so schlimm kam lag am langsam erwachenden Selbstbehauptungswillen der Böhlener. Bis zur Pause erzielten die Böhlener immerhin noch 6 Tore, die HSG nur noch 2. Es ging doch.

Im zweiten Spielabschnitt passierte nicht mehr viel. Zu keinem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass dieses Spiel noch eine andere Richtung nehmen könnte. Dazu war die Deckungsarbeit der Böhlener einfach nicht gut genug.

Und nun? War es der berühmte Ausrutscher, DAS schlechteste Spiel der Saison? Nächsten Sonnabend in Böhlen werden wir schlauer sein. Fakt ist, dass eine Leistungssteigerung her muss, um in der Verbandsliga zu bestehen.

HV Böhlen: Tilgner, Böhme 1, Heistermann 5/3, Meißner 3, Modrzynski 3, Papsch 2, Meszaros-Sobottka 3, Bertram 2, Thomas 1, Schwittay 2, Gentsch 2

Strafwürfe: HSG 4/3 HVB 5/3 

Strafzeiten: HSG 2 HVB 7

m.m.

 

Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 09.09.2017 (2.Spieltag)

HV Böhlen - HSG Rottluff / Lok Chemnitz 24 : 24 (11 : 13)

Erster Punktgewinn vor stimmungsvoller Kulisse

In einer äußerst dramatischen Schlussphase erkämpften die Handballer vom HV Böhlen ihren ersten Punkt der noch jungen Saison. Daniel Böhme gelang 26 Sekunden vor dem Schlusspfiff der Ausgleich für den Gastgeber. In den dramatischen Schlussminuten konnte man Angst um die Stabilität der altehrwürdigen Sporthalle in Böhlen bekommen. Die Zuschauer feuerten ihre Mannschaft mit ohrenbetäubendem Lärm an.

Es gibt ja so Filme, in denen sich bestimmte Szenen immer wiederholen. Diesmal traf das auf das zweite Punktspiel der Böhlener zu. Abwehrarbeit ganz gut, Angriffsgestaltung ausbaufähig, mal vorsichtig ausgedrückt. Wie letzte Woche in Döbeln taten sich die Spieler schwer, den Ball erfolgreich im Netz der Gäste unterzubringen. Die Wurfversuche zu unplatziert, der Ball nicht flüssig unterwegs, es war Sand im Getriebe vom HVB. Die Chemnitzer teils mit 4 Toren nicht unverdient in Führung. Mitte der ersten Halbzeit gab es folgerichtig einige Änderungen im aktiv tätigen Personal der Böhlener. Felix Papsch und Normen Jankowsky besetzten die linke Angriffsseite. Das brachte mehr Bewegung gegen die sehr offensiv agierende Chemnitzer Deckung. Mit exakt dem gleichen Halbzeitergebnis (11:13) wie letzte Woche ging es in die Kabine.

Mehr Köpfchen und Mut forderte Trainer Matthias Mielke. Aber es wurde zum Geduldsspiel bis in die Schlusssekunden. Die Chemnitzer immer wieder mit dem gleichen Prinzip. Ewig langer Spielaufbau, einschläfern der Deckung und dann plötzlicher Tempowechsel. Bis auf 14:19 (42.) bauten sie den Vorsprung aus. Im Schlussgang dann aber doch noch die Gastgeber. Mit viel Willen (Papsch), körperlichen Einsatz (Modrzynski) und handballerischer Klasse (Jankowsky) kam der HVB Tor um Tor heran. Martin Tilgner steigerte sich enorm im Tor. Wie feiner Sand zwischen den Fingern verrann allerdings die Spielzeit für die Gastgeber. Nur noch 90 Sekunden auf der Uhr und Böhlen zwei Tore hinten. Daniel Böhme mit dem Anschlusstreffer. Hektik machte sich auf beiden Seiten breit. Die Fehlerquote stieg. Noch 33 Sekunden zu spielen. Auszeit HVB und nochmal Konzentration. Abräumen über die Aufbaupositionen und wieder netzte Daniel Böhme zum kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich ein. Am Ende freuten sich die Böhlener sicher mehr über das erkämpfte Unentschieden als die Gäste. Die Schlussphase sollte Mut machen für die kommenden Aufgaben. Ein neues Gesicht feierte seine Premiere auf der Bank von Böhlen. Jonas Nitschke aus der A-Jugend vom HVB stand als zweiter Torhüter mit zur Verfügung. 

HV Böhlen: Tilgner, Nitschke, Böhme 5, Heistermann 1, Jankowsky 3, Meißner 2, Modrzynski 2, Papsch 8/4, Hille 1, Meszaros-Sobottka, Bertram 1, Thomas 1

Strafwürfe: HVB 5/4 Chemnitz 2/1

Strafzeiten: HVB 4 Chemnitz 4

m.m.

 

Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 03.09.2017 (1.Spieltag)

HSG Neudorf /Döbeln II - HV Böhlen 24 : 23 (13 : 11)

Unnötige Auftaktniederlage

Durch eine völlig verkorkste Anfangsphase brachten sich die Handballer vom HVB völlig unnötig in die Verfolgerrolle. In der zweiten Hälfte klebte ihnen auch noch das Wurfpech am Ball. So kam eins zum Anderen. Am Ende musste man sich dem Aufsteiger knapp mit einem Tor geschlagen geben.

Lange waren die Böhlener nicht mehr in Döbeln zu einem Punktspiel. Der sehr schöne Sportkomplex am Gymnasium Döbeln ist sicher ein Hallenjuwel in Sachsen. Hellwach der Aufsteiger, unkonzentriert die Böhlener. So verliefen die ersten zehn Minuten der Partie. Chancen im Minutentakt für beide Mannschaften. Nur trafen eben die Gastgeber und die HVB Würfe landeten neben dem Tor aus sechs Meter. Das muss man auch erst mal hinbekommen. Mit Absicht macht das natürlich keiner, aber ärgerlich ist dies allemal (7:2 /9.). Langsam fing sich die Mannschaft vom HVB. Die löchrige, zum Teil viel zu passive Deckung stabilisierte sich. Es klemmte weiterhin im Angriff. Nach 18 Minuten dann die notwendige Auszeit beim Stand von 10:4. Einige Korrekturen in der Aufstellung und der Versuch eines Neustartes. Erik Meißner netzte endlich ein. Tim Modrzynski versuchte mehr Struktur in die Laufwege zu bringen. Bis zur Pause kam die Mannschaft bis auf zwei Tore heran.

Eigentlich ein psychologischer Vorteil für den Verlauf der zweiten Halbzeit. Eigentlich. Denn wieder fanden die Würfe nicht ihren Weg ins Tor der Gastgeber. Die Chancen waren da. Ständig war der Pfosten, Latte oder der Torhüter im Weg. Neben Erik Meißner behielt nur der Jüngste im Team die Nerven. Tom Meszaros-Sobottka (17 Jahre) erzielte insgesamt 7 Tore in seinem ersten Punktspiel bei den „Großen“. Daneben überzeugte in der zweiten Halbzeit auch Robert Heistermann mit viel Einsatz. Leider kamen die Gastgeber durch individuelle Fehler immer wieder zu Toren. Kaum aus dem Spielfluss heraus, meist durch Einzelaktionen. So kam es in den letzten 3 Minuten zum Finale. Endlich schafften die Böhlener den viel umjubelten Ausgleich zum 22:22 /57. Dann hielt Martin Tilgner im Tor großartig den nächsten Ball der HSG. Der HVB hatte den Ball, konnte also vorlegen. Wurde nichts mit damit. Führung HSG, anschließend Ausgleich und wieder Führung für den Gastgeber. Alles innerhalb von 60 Sekunden. 10 Sekunden vor dem Schlusssignal erkämpfte Daniel Böhme noch einen Strafwurf. Im Konter wurde er unsanft zu Fall gebracht. Rote Karte Döbeln, verworfener Strafwurf für den HVB. Hängende Köpfe bei den Gästen und natürlich viel Jubel beim Gastgeber. In Summe war das Spiel vom HVB besser als letzte Woche in Plauen. Darauf gilt es aufzubauen.

HV Böhlen: Tilgner, Böhme 1, Heistermann 4, Jankowsky 1, Meißner 7, Modrzynski 1, Papsch, Hille 1/1, Meszaros-Sobottka 7/2, Gentsch, Bertram 1, Thomas

Strafwürfe: HSG 1/1 HVB 6/3 

Strafzeiten: HSG 4 HVB 3

m.m.

 

Spielbericht 1. Pokalrunde: 26.08.2017

HC Einheit Plauen - HV Böhlen 25 : 30 (14 : 13)

Böhlener Handballer erreichen die zweite Runde

Dank einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit zogen die Handballer vom HV Böhlen in die zweite Runde des HVS Pokals. Durch einen energischen Endspurt bezwangen sie den Gastgeber von Einheit Plauen II aus der Bezirksliga Chemnitz.

Wie in allen Mannschaftssportarten sind die Pokalrunden etwas Besonderes. Es spielen Mannschaften gegeneinander, die oft im normalen Spielbetrieb nicht aufeinandertreffen. Die Spiele laufen manchmal anders ab, als auf dem Papier zu erwarten ist. So auch an diesem frühen Nachmittag. Die Plauener hatten nichts zu verlieren und starteten sehr gut in die Partie (3:0/6.). Die Gäste brauchten einige Zeit, um sich zu finden. Dass es bei den Böhlenern personelle Veränderungen gab, machte sich natürlich bemerkbar. Es wäre auch ungewöhnlich wenn nicht. So gab es einige Abstimmungsprobleme sowohl in der Abwehr als auch in der Angriffsgestaltung. Es braucht halt Zeit, sich aufeinander einzustimmen. Kein Trainingsspiel ersetzt wirklich den Wettkampf. Mit einem Tor lag der HVB zur Pause hinten.

Wirklich ernsthafte Sorgen musste man sich um die 42. Minute machen. Die Böhlener sündigten nach dem Seitenwechsel mit ihren Chancen. Plauen zog mit 4 Toren in Führung (21:17). Auszeit und diverse Umstellungen sollten für Abhilfe sorgen. Und es funktionierte. Der Ball lief wesentlich schneller in der Vorwärtsbewegung. Alle Mannschaftsteile steigerten sich deutlich. Karsten Hille motivierte seine Nebenleute, Felix Papsch (8) schonte sich nicht und ging in die kleinste Lücke. Erfreulich auch der Jüngste im Team. Der erst 17-jährige Tom Meszaros-Sobottka aus der A-Jugend vom HVB, überzeugte mit 100% Wurfausbeute und erzielte 5 Tore. Emotional eine gelungene Generalprobe für den Punktspielstart nächste Woche. Spielerisch gibt es sicher noch einige Luft nach oben. 

HV Böhlen: Tilgner, Böhme 3, Heistermann 3/1, Jankowsky 2/1, Meißner 1, T. Modrzynski, Papsch 8, Hille 8/2, Meszaros-Sobottka 5

Strafwürfe: HC Plauen II 3/2 HVB 7/4 

Strafzeiten: HC Plauen II 4 HVB 0

m.m. 

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 29.10.2016 (6. Spieltag)

SSV Chemnitz - Rottluff   -   HV Böhlen   26 : 29 (13 : 13)

Auswärtserfolg beim Aufsteiger

Mit dem ersten Doppelpunktgewinn der Saison 16 / 17 kehrten die Handballer vom HV Böhlen am Sonnabend aus Chemnitz zurück. Gegen den Neuling in der Verbandsliga gewann man am Ende knapp mit drei Toren. Erfolgreichster Werfer bei Böhlen war Karsten Hille mit 7 Toren. Die Böhlener kletterten in der Tabelle einen Platz nach oben und belegen nun Platz 8.

Hobbys machen ja im allgemeinen Spaß, sollen sie auch. Wenn der Spaßfaktor verschwindet wird es problematisch. Die Motivation geht in den Keller, Erfolge müssen her. Am Sonnabend musste so ein Sieg für den HVB irgendwie an Bord gezogen werden. Es gelang, aber es war ein sehr holpriger Weg bis dahin. Der Spielverlauf glich haargenau dem von letzter Woche zu Hause gegen Schneeberg. Permanente Führung für den HVB über fast die gesamte Spielzeit, ohne sich entscheidend absetzen zu können. Die Chemnitzer mit einem Spielaufbau aus der Kategorie „Schlafwagenhandball“ schläferten die Gäste dermaßen ein, dass sich immer wieder Lücken im Abwehrverband auftaten. Wie ein schnell wirkender Virus ließen sich die Böhlener davon anstecken. Über 60 Minuten gelangen nur 2 Kontertore.

Patt zur Halbzeit und mäßige Stimmung in der Kabine vom HVB. Coach Matthias Mielke hatte nur einen Hinweis, Tempoverschärfung. Schnellere Passfolge in der Angriffsgestaltung und hellwach bleiben in der Deckung. Und es wurde schneller. Der Chemnitzer Trainer hatte wohl die gleichen Hinweise gegeben. Die Partie zog an, am Verlauf änderte sich nichts. Martin Petzsch im Tor und Felix Papsch (5) auf Halbrechts überzeugten bei den Gästen. So baute sich wieder in der Schlussphase der Spannungsbogen auf. Böhlen mit drei Toren in Führung (24:27/57.) Eigener Ballbesitz, alles gut. Doch statt clever etwas Zeit von der Uhr laufen zu lassen, nix da. Schneller Abschluss, Gegentor, Fehlabspiel, Anschlusstreffer, das ganze Programm eben, um einen Trainer in den Wahnsinn zu treiben. Am Ende erlösten Frank Zipfel und Tim Modrzynski die Mannschaft aus der Handballhölle, endlich.

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, J. Modrzynski 2, Bertram, Böhme 2, Zipfel 4/3,  Meißner 4, Papsch 5, Hille 8, Jankowsky 3/1, Wagner , T. Modrzynski 1

Strafwürfe: Chemnitz 7 / 5       HVB   6 / 4   

Strafzeiten: Chemnitz 3           HVB   5      

m.m

 

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 22.10.2016 (5. Spieltag)

HV Böhlen                   -        SV Schneeberg         32:32 (17:15)

Keine Gewinner beim Handballkrimi in Böhlen

Jubelnde Schneeberger, entsetzte Gesichter beim HV Böhlen. Mit dem Schlusssignal gelang den Gästen der Ausgleich zum 32:32. Den hatten sie in den 60 Minuten vorher nicht einmal geschafft. Mit mageren 2 Punkten liegen die Böhlener weiter auf Platz 9 der Verbandsliga West.

Ordentliche Drehbücher zu schreiben ist gar nicht so einfach. Die guten dann auch noch umzusetzen, sicher noch schwieriger. Der Handballkrimi am späten Sonnabend in Böhlen plätscherte über weite Strecken so dahin. Zu Hause, ein Grund die Fernbedienung in die Hand zu nehmen. Nach den zuvor recht dürftigen Leistungen der Handballer vom HVB, beherrschten sie 55 Minuten die Gäste aus Schneeberg. Super Anfangsphase mit einer 6:1 Führung nach 7 Minuten. Erik Meißner und Normen Jankowsky wirbelten auf der linken Seite die Gästedeckung durcheinander. Im Gefühl alles im Griff zu haben, erlaubte man es den Schneebergern kurz vor der Halbzeit auf zwei Tore heranzukommen. Die sonst so gute Deckungsarbeit zeigte ungewohnte Abstimmungsprobleme.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Böhlen voll konzentriert und variabel in der Angriffsgestaltung, baute die Führung kontinuierlich aus. Erik Thomas kam am Kreis zu einigen schön herausgespielten Toren. Um die 40. Minute stand es 24:18 und niemand hatte das Gefühl, dass hier noch etwas schiefgehen könnte. Aber 6 Tore müssen im Handball noch keine Vorentscheidung sein. Die Schneeberger steckten nie auf. Selbst aus unmöglichsten Winkel trafen sie. Zum Glück hatte Martin Tilgner im Tor von Böhlen keine Axt in der Nähe. Vor Wut hätte er sein Gehäuse eventuell zerlegt. Durch eine sehr offensive Deckungsvariante ließen sich einige Böhlener Spieler zu unüberlegten Würfen oder Abspielen verleiten. Tor um Tor schmolz der Vorsprung dahin. So kam zum Ende der Partie doch noch Spannung in den zuvor recht mauen Krimi. Der Höhepunkt dann in der letzten Spielminute beim Stand von 31:30 für die Einheimischen. Erst trafen die Schneeberger nur den Pfosten. Böhlen führte weiter. Noch 30 Sekunden waren auf der Uhr. Mit ein wenig Cleverness bekommt eine erfahrene Mannschaft das über die Zeit. Aber ein böser Handballgott flüsterte, schnell werfen. Was für ein Blödsinn. Schneeberg nochmal in Ballbesitz. Der Wurf wurde vom HVB auf Kosten einer Ecke geblockt. Irgendwie fand der Ball den Weg mit der Schlusssirene in das Tor der Böhlener.            

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, J. Modrzynski 2, Bertram, Böhme 3, Zipfel 3, Schuster 1, Meißner 8, Papsch 3, Hille 1, Jankowsky 6/2, Thomas 4, Wagner 1, T. Modrzynski

Strafwürfe: HVB   3/2    Schneeberg 5/5            

Strafzeiten: HVB   6       Schneeberg 5

m.m

 

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 24.09.2016 (4. Spieltag)

HV Böhlen - SG Chemnitzer HC 16:20 (7:10)

Völlig unnötige Heimpleite

Eine unterirdische Angriffsleistung besiegelten nach schwachen 60 Minuten die zweite Heimniederlage der Böhlener Handballer. Einziger Lichtblick bei den Einheimischen waren Daniel Böhme (5) und Torwart Martin Tilgner. Mit nur 1:7 Punkten belegt der HVB Platz 10. Das nennt man einen verkorksten Saisonstart.

Der Grundgedanke vieler Ballsportarten ist es das Spielgerät in das Tor oder den Korb der gegnerischen Mannschaft unterzugbringen. In der Regel hat die gleiche Anzahl von Spielern auf der jeweiligen Gegenseite etwas dagegen. Nach knapp 6 Minuten lag das erste Mal die grüne Karte für das Team – Timeout vom HVB auf dem Tisch vom Kampfgericht. 0:4 stand es aus der Sicht des Gastgebers. Aufrüttelnde Worte von Trainer Matthias Mielke hallten durch die Halle. Zumindest die Deckung stabilisierte sich. Die Chemnitzer mit ihrem „Schlafwagenaufbauspiel“ machten es auch nicht so kompliziert. Aber gut, es war in Summe erfolgreich. Etwas mehr Tempo brachten die Böhlener auf die Platte. Doch der Erfolg in Form von Toren blieb meist aus. Die Würfe geblockt, weil immer nach demselben Schema, die Chancen vergeben, weil nur halbherzig geworfen. Mit drei Toren Rückstand ging es in die Pause. Eigentlich kein Beinbruch. Alle hatten das Gefühl der Knoten würde schon noch platzen. Schließlich hat die Mannschaft eine wesentlich höhere Trefferquote normalerweise. Doch auch die zweite Hälfte lief zäh aus Sicht der Böhlener. Nur der neu aufgebotene Daniel Böhme auf der Halbrechten Position kam richtig zum Zug. Die schlechteste Phase beim Stand von 13:14, spielte sich um die 40. Minute ab. Beide Mannschaften vergaben jeweils 6 Angriffe inklusive Strafwürfe. Doch dann kam er doch noch, der Ausgleich. Martin Tilgner im Tor der Böhlener hielt mehr als was zu halten war. 16:16 zeigte die Anzeigetafel. Aber es sollte nicht sein. Den Böhlenern gelang kein Tor mehr in den verbleibenden Minuten. Jetzt sind 4 Wochen Spielpause. Es gilt in Ruhe zu analysieren, warum das angepeilte Saisonziel und Wirklichkeit weit auseinanderliegen.

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, J. Modrzynski 3, Bertram, Böhme 5, Zipfel 1, Schuster, Meißner 2, Papsch, Heistermann, Jankowsky 1, Thomas 1, Hille 3, Wagner

Strafwürfe:​ HVB ​2/0​  SG CH 2/1​​
Strafzeiten:​ HVB​ 1​     SG CH 4

m.m

 

 

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017  - 17.09.2016 (3. Spieltag)

SG LVB Leipzig II - HV Böhlen 30:30 (13:14)

Licht am Ende des (kurzen) Tunnels

Die Handballer vom HV Böhlen freuten sich nach 60 ausgeglichenen Minuten über ihren ersten Punktgewinn. Gegen die junge Mannschaft von LVB Leipzig glich Felix Schuster mit einem verwandelten Strafwurf 20 Sekunden vor dem Ende der Partie zum 30:30 aus.    

Zugegeben der Tunnel war jetzt nicht sehr groß. Gerade mal 2 Spiele gingen verloren. Aber es waren die Auftaktspiele in die 4. Saison der Verbandsliga West. Die Träume vom HVB waren etwas anders. Nun also der erste Punktgewinn ausgerechnet beim Absteiger aus der Sachsenliga. Nicht schlecht könnte man sagen. War es auch nicht. In der nagelneuen, mit diversen Konstruktionsfehlern versehenen Halle Tarostraße (u.a. läuft das Duschwasser mangels Gefälle in die Toilette und steht dort!) ging es ohne Kleber von Beginn an zügig ins Spiel. Die Gastgeber kreuzten vor der Deckung der Böhlener, dass einem Schwindlig werden konnte. Die ursprünglich vorgesehene offensive Deckungsvariante wurde schnell korrigiert. Die Gastgeber fanden die ein oder andere Lücke mehr, um erfolgreich den Ball ins Netz zu bringen. Beim Stand von 12:8 (18.) Auszeit Böhlen. „Jungs es ist zwar schön, dass wir in der Fairplaywertung wieder auf Platz eins liegen, aber etwas mehr zupacken in der Deckung wäre nützlich und würde uns weiter bringen“. (M. Mielke / Trainer) Die Worte waren einleuchtend und führten dazu, dass den Leipzigern nur noch ein Tor bis zur Pause gelang. Wenn es nur immer so einfach wäre. Das mit der Halbzeitpause ist zur Zeit irgendwie nichts für die Böhlener Spieler. Wie letzte Woche zu Hause ging es nach dem Seitenwechsel recht holprig los. LVB übernahm wieder das Ruder und lag permanent in Führung. Doch diesmal gab es keine hängenden Köpfe bei den Gästen. Martin Tilgner im Tor vom HVB hatte einen guten Tag und alle Feldspieler WOLLTEN hier was reißen. In der 56. Minute war es dann endlich soweit. Ausgleich und 29:28 Führung für Böhlen durch Norman Jankowsky. Die Leipziger wurden hektisch und vergaben zweimal ihren Angriff. Gibt es eigentlich einen Hektik - Virus, der hochansteckend ist? Den muss es geben! Ohne Grund handelten die Spieler vom HVB jedenfalls wie infiziert. Es gab doch keinen Grund, man führte doch. Hektik, schon das Wort klingt nach unnötigen Fehlern. Es ist eben nicht immer so einfach. Am Ende haben sich die Böhlener mehr gefreut über den Punkt als die Leipziger Spieler. Ein Sonderlob bekam der erst 18-jährige Tim Modrzynski aus der 2. Männermannschaft. Er hatte einen wirklich starken Auftritt.               

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, J. Modrzynski 1, T. Modrzynski 3, Bertram 2, Böhme 2, Zipfel 2, Schuster 4/4, Meißner 6, Papsch 3, Hille 2, Jankowsky 4

Strafwürfe: LVB   3/3    HVB   4/4            

Strafzeiten: LVB   2       HVB   3

m.m

Spielbericht Verbandsliga 2016/2017 10.09.2016 (2. Spieltag)

HV Böhlen - HC Glauchau/Meerane II  26:31(18:13)

Einbruch im zweiten Spielabschnitt

Ein kollektiver „Black Out“ in der zweiten Halbzeit brachte die Böhlener um einen möglichen Erfolg. Nur acht Mal zappelt der Ball im Netz der Gäste. In Summe zu wenig, um die ersten beiden Punkte der noch jungen Saison einzufahren. Damit belegt die Mannschaft vom HVB dem 10. Platz.

Abgerechnet wird zum Schluss. Diese simple, schon mit einem Bart versehene Feststellung traf am Sonnabendabend auf das erste Heimspiel der Böhlener zu. Nach einer kurzen Findungsphase dominierten die Einheimischen die ersten 30 Minuten. Eine gute Abwehrarbeit um das Duo Hille/Thomas legten die Grundlage. Dazu kam das notwendige Wurfglück im Angriff und die kluge Regie von Oliver Bertram. Leichte Kontertore gegen Ende der ersten Halbzeit schraubten den Vorsprung der Böhlener in die Höhe. Jan Modrzynski war nicht zu halten und verzückte das Publikum mit zwei wunderschönen Rückhandwürfen. Ging das alles zu leicht? Das Gefühl den Vorjahressieger der Verbandsliga West im Griff zu haben machte sich in der Halbzeitpause unbewusst breit, trotz aller mahnender Worte.  Irgendwie sah man es als neutraler Beobachter schon an der Körpersprache mit Beginn der zweiten Halbzeit. Die Gesichter der Spieler vom HC ernst und voller Entschlossenheit. Die Böhlener mit einem Lächeln im Gesicht, selbst dann noch als die ersten Aktionen missrieten. Auszeit Böhlen nach knapp 5 Minuten Spielzeit. Es stand 18:18 und der Apell endlich aufzuwachen. Das ist eben auch Handball. Fünf Tore Vorsprung sind noch kein Garant für einen Erfolg. Der Rest des Spieles ist schnell geschildert. Der HVB mühte sich, der HC Glauchau/Meerane traf ins Tor. Die Deckungsarbeit ließ zu wünschen übrig und die leichten Tore aus dem ersten Spielabschnitt waren Geschichte. Am Ende konnte man die Enttäuschung der Spieler vom HVB fast greifen. Nächste Woche spielt die Mannschaft gegen den zweiten Absteiger aus der Sachsenliga LVB II und wird zwei gute Halbzeiten auf das Parkett bringen, hoffentlich.

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 5, Bertram 3, Böhme 2, Heistermann, Zipfel, Schuster 2/2, Meißner 5, Papsch 4, Hille 2, Thomas 2

Strafwürfe: HVB   2/2    HC 2/2       

Strafzeiten: HVB   0       HC 4 Min

m.m

Spielbericht Verbandsliga 2016/2017 03.09.2016 (1. Spieltag)

Zwönitzer HSV 1928 - HV Böhlen 34:26 (16:10)

Auftaktniederlage beim Favoriten 

Im ersten Spiel der neuen Saison kassierten die Böhlener Handballer eine deutliche Niederlage. Der Absteiger aus der Sachsenliga entpuppte sich am Ende als zu hohe Hürde. Zu schwankend waren die Leistungen der Gäste, die trotzdem nicht unzufrieden aus der Partie gingen.

Beim Skatspiel hat man „Ohne Drei“ meist schlechte Chancen das Spiel für sich zu gewinnen. Da muss schon alles passen und ein wenig Glück gehört auch noch dazu. Am Sonnabend erging es der Böhlener Mannschaft in etwa so. Ohne Karsten Hille, Eric Thomas und Norman Jankowsky gingen sie in die Partie. Das Spiel begann sehr vielversprechend für den HVB. Die Zwönitzer wirkten noch etwas nervös, ließen einige Chancen liegen und hatten Verständigungsschwierigkeiten untereinander. Der Deutsch – Tschechischen Gemeinschaftsproduktion fehlte der Synchronisator. Mit 5:4 lagen die Böhlener zur 15. Minute in Führung. So einfach wollte man sich nicht bezwingen lassen. Wie erwartet nahmen die Zwönitzer dann doch Fahrt auf. Mit hohem Tempo in der Angriffsgestaltung wuchteten sie den Ball in die Maschen der Böhlener. Die wiederum,  vergaben in den letzten 6 Minuten der ersten Halbzeit klare Chancen. So wurde aus einem knappen 9:8 (22.) eine deutlicher 16:10 Halbzeitstand. „Wenn wir die letzten Minuten der ersten Halbzeit ausblenden, war es ein gutes Spiel. Lasst sie uns weiter ärgern und vergesst die misslungenen Aktionen“ so die Einschätzung vom Coach Matthias Mielke. Es funktionierte. Da die Böhlener nichts zu verlieren hatten, das Mannschaftsklima sehr gut war lief es wieder. Mit Geduld und Übersicht verteilte Tino Wagner die Bälle. Daniel Böhme zeigte was sein linker Arm hergibt und das Duo Bertram/Papsch versuchten sich auf der ungewohnten Kreisposition. 39. Minute Auszeit Zwönitz. Die Gäste waren bis auf 2 Tore herangekommen (18:16). Mehr ließen die Gastgeber dann aber doch nicht zu. Die individuelle Klasse zeigte sich vermehrt in Einzelaktionen. Mit flinken Beinen blitzte das Vermögen der Spieler auf, die auch sonst körperlich einen extrem fitten Eindruck machten. In einer sehr fairen Partie, ruhig und souverän geleitet vom Schiedsrichterpaar aus Neugersdorf, ging der Erfolg vom Zwönitzer HSV völlig in Ordnung.       

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 4, Bertram 1, Böhme 5, Heistermann 2, Zipfel 3, Schuster 5/7, Meißner 4, Wagner, Papsch 2

Strafwürfe:    Zwönitz 2/2   HVB    7/5    

Strafzeiten:   Zwönitz 2      HVB    4

m.m  

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Spielbericht 23.04.2016

Verbandsliga Männer
HCE Plauen II - HV Böhlen 30:26 (15:12)

Nix zu holen im Vogtland
Mit einer durchwachsen Leistung beenden die Handballer vom HV Böhlen ihre dritte Verbandsligasaison. Gegen einen hochmotivierten Gastgeber reichte eine durchschnittliche Leistung nicht zum erhofften Auswärtserfolg. Die Böhlener beendeten die Spielzeit auf Platz 7 mit 20:24 Punkten und erreichte den angestrebten sicheren Mittelfeldplatz.
Beim Skat kann man mit etwas Glück „Ohne Vier“ (für alle Jugendlichen = Kartenspiel / ohne vier Buben) mal ein Spiel gewinnen. Im Allgemeinen geht das aber in die Hose. Am Sonnabend spielte die Böhlener Mannschaft „Ohne Sechs“ (Hille, Heistermann, Zipfel, Thomas, Wagner, Jankowsky). Um überhaupt spielfähig zu sein, traten Alexander Schröter und Tim Modrzynski aus der zweiten Männermannschaft die Reise mit an. Für die Böhlener ging es um nichts mehr, für die Plauener ging es um den Klassenerhalt. Entsprechend motiviert ging der Gastgeber das Spiel an. Bis kurz vor der Pause wechselte ständig die Führung. Keine Mannschaft konnte sich einen Vorteil erspielen. Bei den Böhlenern zeigte sich ziemlich schnell das Problem. Es fehlte fast die komplette rechte Seite. Da Felix Schuster und Erik Meißner aber einen guten Tag erwischten, klingelte es im Kasten der Gastgeber genauso oft wie im Böhlener Gehäuse. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zwei, drei Fehlwürfe vom HVB und wie aus dem nichts lagen die Einheimischen mit drei Toren zum Halbzeitpfiff in Führung. Seitenwechsel und Aufholjagt der Böhlener. Mit neuem Schwung egalisierte die Mannschaft schnell den Vorsprung. Um die 40 Minute gelang der Mannschaft erstmals die Führung zum 19:18. Hoffnung keimte auf, die beiden Punkte aus Plauen zu entführen. Diese Hoffnung war nicht kompatibel mit der Wirklichkeit. Ab Mitte der zweiten Halbzeit ging es Kräftemäßig bergab. Die Böhlener konnten kaum wechseln, die Konzentration bei den Abschlüssen ließ nach. Am Ende ging der Erfolg für Plauen in Ordnung. In einem fairen Spiel feierten sie zurecht den Klassenerhalt. Man sieht sich nächstes Jahr.  
HV Böhlen: Tilgner, Bertram (3), Schröter (3), Modrzynski J. (5), Modrzynski T. (1), Böhme, Petzsch, Schuster (9/2), Meißner (5)

Spielbericht Verbandsliga Männer 16.04.2016

HV Böhlen - SG LVB Leipzig III 28:23 (13:12)
Rauschende Abschlussparty vor ganz großem Publikum
Tolles Spiel, eine Riesenstimmung, und das passende Ergebnis erschütterte die altehrwürdige Sporthalle am Freibad Böhlen. Die Handballer vom HVB zeigten im letzten Heimspiel der Saison noch einmal ihre Schokoladenseite. Eine deutliche Steigerung in der Schlussphase des Spieles brachte den erhofften Erfolg. Vor dem letzten Spieltag belegt die Mannschaft weiter Platz 7 der Verbansliga West.

Sonnabend kurz vor 18.00 Uhr in Böhlen. Eine bis auf den letzten Platz gefüllte Sporthalle begrüßt Gäste, Schiedsrichter und die gastgebende Mannschaft. Mit der E/D-Jugend an der Hand wurden die Spieler vom HVB einzeln von Hallensprecher Steffen Gerdes vorgestellt. Der Qualm einer Nebelmaschine, Musik und Licht sorgten für eine Spieleröffnung, die es in dieser Form noch nicht in Böhlen gab. Etwa 10 Minuten nach dem Anpfiff brauchten die Spieler vom HVB um ihre Nervosität abzulegen. Dann zerrten und zogen sie an den Ketten, um das Spiel in den Griff zu bekommen. Die Gäste hatten eine ganz starke Aufbaureihe am Start. Mit Geduld und vielen Kreuzbewegungen schaften sie viel, zu viele Tore über den Mittelblock der Böhlener. Logische Schlussfolgerung, Umstellung der Abwehr auf 5:1. Jan Modrzynski hatte fortan die Aufgabe die Laufwege der Gäste zu stören. Passte gut, die Böhlener kamen in der 16. Minute zum Ausgleich (7:7). Und dann ging alles ganz schnell. Parade Martin Tilgner, weiter präziser Abwurf und Tor für Böhlen. Solche „einfachen Tore“ sind der Wunschtraum jedes Trainers. Klappte bis zur 25. Minute 4-mal und Böhlen lag mit 13:9 in Führung. Alles super? Nein, denn um es für die Zuschauer spannend zu machen, dachten sich einige Böhlener Spieler, lassen wir doch die Gäste noch ein paar Tore werfen. Nein nicht wirklich, aber im Handball kann eben alles sehr schnell gehen. Wie auch immer. Mit nur einem Tor Vorsprung ging es in die Kabine. „Schaut nicht so betreten. Wir liegen mit einem Tor in Führung und nicht mit 5 Toren im Rückstand.“ Chefcoach Matthias Mielke musste die Handballseele der Spieler ein wenig streichel. Die misslungene Schlussphase der ersten Halbzeit schüttete nicht gerade Glückshormone in die Blutbahn der Spieler. Die zweite Hälfte ist schnell kommentiert. Die Böhlener waren einfach besser und hatten am Ende auch mehr zum zusetzen. Die Gäste schafften noch einmal den Ausgleich (16:16/40.) Dann ging die Post vom HVB aber ab. Großer Vorteil dabei, dass alle Positionen trafen und die Abwehr mit Normen Jankowsky auf der Spitze noch stabiler wurde. Dazu kam, dass der in Halbzeit zwei im Tor stehende Martin Petzsch, 2 Strafwürfe und viele Bälle von den Außenpositionen hielt. Schlusspfiff und dann ging sie ab, die Handballparty in Böhlen bis tief in die Nacht. 
Im Namen der Mannschaft und des Sportvereins an dieser Stelle vielen Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer. Ohne diese Fans/Freunde/Verwandte ist so ein tolles Event nicht machbar. Durch den enormen Zuschauerzuspruch kann der Handballverein Böhlen 500€ an den Förderverein der Oberschule der Stadt Böhlen spenden. Super Sache!

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 6, Bertram 1, Böhme 2, Heistermann 1, Jankowsky 2, Meißner 6, Wagner 1, Schröter, Zipfel 2, Thomas 3, Schuster 4

Strafwürfe: HVB 5/4 LVB III 3/2 
Strafzeiten: HVB 4    LVB III 6 

m.m.

Spielbericht Verbandsliga Männer 12.03.16

HVB I - SV Schneeberg I 29 : 25 ( 14 : 14)

HVB endlich in der Spur

Eine Steigerung im zweiten Spielabschnitt bescherte den Handballern vom HVB den nächsten Heimerfolg. Ein sehr gut aufgelegter Martin Petzsch im Tor und ein zügiges Umkehrspiel bildeten die Grundlage für zwei Punkte auf dem Habenkonto. Platz 7 ist weiterhin für den HVB reserviert.

Sonnabend 18.00 Uhr ist Handballtime in Böhlen. Dicht an dicht drängelten sich die Zuschauer in der altehrwürdigen Sporthalle am Bad. Gute Anwurfzeit. Niemand musste auf Arbeit, Frank Zipfels Zehe geheilt, fast volle Bank beim Gastgeber. Rein ging´s in die Partie mit offensiver Ausrichtung im Abwehrverhalten. Warum? Im Hinspiel schlug es von den Halbpositionen öfters ein, als den Böhlenern lieb war. Man verlor gegen den Aufsteiger im Gebirge. Dass sollte sich diesmal nicht wiederholen. Die Theorie ist das eine, die Praxis halt eine andere. Die hoch gewachsenen Spieler aus Schneeberg machten genau das was sie gut können, Distanzwürfe. Da die Böhlener aber ihre Hausaufgaben gemacht hatten, kamen die  aus der Fernwurfzone, sprich 9-10m. Eine Beute für die langen Arme von Martin Petzsch im Tor. Aber da war noch ein 2m Mann als Kreisspieler bei Schneeberg. Eine Herkulesaufgabe für Eric Thomas und Co. So egalisierten sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit. Die Führung wechselte ständig, keine Mannschaft hatte wirkliche Vorteile. Beim Stand von 14:14 ertönte das Pausensignal. Es ging also wieder bei null los. „Tempo machen, schnell nach vorne und die Deckungsarbeit auf den Außenpositionen nicht vergessen“ so die Hinweise vom Chefcoach Matthias Mielke. Und noch eine Idee hatte ihm der „Handballgott“ ins Ohr geflüstert. Gott:“ Versuchs mal mit zwei Kreisläufern“. In ziemlich ungewohnter Aufstellung präsentierte sich der HVB zum Wiederanpfiff. Thomas/Schröter bildeten das Duo am Kreis. Und es funktionierte. Nach kurzer Einspielphase bauten die Gastgeber ab der 36. Minute ihre Führung so nach und nach aus. Erik Meißner (6) zeigte, dass seine 9 Tore vom letzten Punktspiel keine Eintagsfliege war. Felix Schuster (4) bestätigte seine aufsteigende Form der letzten Wochen. Da auch alle anderen Spieler trafen, konnten sich die Schneeberger nie so richtig darauf einstellen. Ab Mitte der zweiten Halbzeit lagen die Böhlener mit 5 Toren in Führung. Diese gaben sie bis zum Schluss nicht mehr her. Das Thema Abstieg ist damit endgültig vom Tisch. In 4 Wochen starten die letzten 3 Punktspiele. Mal sehen was noch geht.  

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 4, Bertram 1, Böhme 3, Heistermann 1, Jankowsky 3/2, Meißner 6, Wagner, Schröter, Zipfel 3, Thomas 4, Schuster 4

Strafwürfe:   HVB   2/2     Schneeberg 2/0      

Strafzeiten:   HVB   4       Schneeberg 6

m.m.

Spielbericht Verbandsliga Männer 05.03.16

SG Leipzig/Zwenkau II - HV Böhlen 36:33 (15:13)

Torfestival zweier spielintelligenter Mannschaften

Trotz eines choragierten Auftrittes reichte es in der Endabrechnung nicht für die HVB-Handballer zum erhofften Auswärtserfolg. Die Differenz zwischen einer diesmal sehr guten Angriffsgestaltung und einer in Halbzeit zwei durchwachsenen Abwehrarbeit, gaben am Ende den Ausschlag für die Leipziger. In der Tabelle bleiben die Böhlener weiter auf Platz 7. 

Leuchttürme dienen auf hoher See ja zur Orientierung. Wenn diese fehlen wird es schwierig. Jedenfalls war das so vor GPS und Co. Mit Karsten Hille (krank) und Eric Thomas (Arbeit) fehlten DIE Leuchttürme in der Abwehr vom HVB.  Doch jammern half noch niemanden, schließlich ist es ein Mannschaftssport. Auf ging`s mit einer offensiven Abwehrvariante. Die groß gewachsenen Leipziger von der Nahwurfzone fernhalten war das Ziel. Funktionierte 25 Minuten wirklich gut. Die Gäste führten nicht unverdient 13:12. Erik Meißner (9!) überwand endlich seine nur im Kopf existierende Wurfblockade. Tim Modrzynski und Alexander Schröter aus der zweiten Männermannschaft fügten sich nahtlos ein. Alles im grünen Bereich also? Nicht ganz. 5 Minuten vor der Pause plötzlich Hektik im Angriff und Durcheinander in der Deckung. Warum nur? Ein weites Feld für Sportpsychologen. „Hier geht was“ der Tenor in der Kabine zur Halbzeitpause. Und wie es ging. Nach dem Wiederanpfiff dominierten der HVB. Eine sehr bewegliche Abwehr und schnelle einfache Tore brachten die Führung. In der 41. Minute erstmals zwei Tor Vorsprung. 21:19 hieß es für die Böhlener. Leider war weit und breit noch kein Abpfiff in Sicht. Die SG erhöhte die Schlagzahl, sprich das Tempo. Permanentes Kreuzen der Angriffsreihe und eine extrem schnelle Mitte scheuchten die Böhlener über das Spielfeld. Da auf Seiten vom HVB auch noch Marc Riedel, Frank Zipfel und Felix Schuster fehlten, waren die Wechselmöglichkeiten von Chefcoach Matthias Mielke eher eingeschränkt. Alle Spieler gingen konditionell ans Limit. Das hatte natürlich Auswirkungen auf die Genauigkeit der Abschlüsse. Ein paar unmotivierte Würfe zu viel, einen halben Schritt zu spät in der Abwehr, Leipzig/Zwenkau drehte das Spiel. Am Ende ging der Erfolg für die Gastgeber in Ordnung. In einem temporeichen, fairen Spiel gab die volle Auswechselbank der Leipziger am Ende den Ausschlag. Trotzdem können die Böhlener mit ihrer Leistung zufrieden sein.              

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski J. 6, Bertram, Böhme 4, Heistermann 2, Jankowsky 7/6, Meißner 9, Wagner 1, Modrzynski T., Schröter 3

Strafwürfe:   SG 5/4         HVB   7/6    

Strafzeiten:   SG 8           HVB   6      

m.m.

Spielbericht Verbandsliga 27.02.2016

HV Böhlen - HSG Freiberg II 24:23 (10:13)

Geschafft!

Endlich ist er da, der heiß ersehnte erste Erfolg in der Rückrunde der Verbandsliga West. In einem dramatischen Finale drehten die Böhlener ein schon verloren geglaubtes Spiel gegen die zweite Mannschaft der HSG Freiberg. Felix Schuster erzielte 3 Sekunden vor dem Schlusspfiff den Siegtreffer. Als Lohn ging es in der Tabelle rauf auf Platz 7.

In den letzten Wochen fühlte sich die Mannschaft samt Trainer wie in einem Dauernebel gefangen. Egal wo man hinlief, es schien kein Entrinnen zu geben. Am Sonnabendnachmittag lichtete sich der graue Vorhang der Erfolgslosigkeit. So ausgelassen hat man die Männer vom HVB selten jubeln sehen. Sie können also doch noch ein Spiel für sich entscheiden. Zunächst lief das Spiel wie der bekannte Film „ Und täglich grüßt das Murmeltier“. Die in der Zeitschleife feststeckenden Böhlener brachten eine gute Abwehrleistung zustande, waren in der Angriffsgestaltung aber einfach zu harmlos. Die gesamte Aufbaureihe versprühte die Gefährlichkeit von „Rosa Wattebällchen“. Grübelnd notierte Chefcoach Matthias Mielke 13 Tore für den HVB nach 46!! Minuten. Damit gewinnt man eigentlich kein Spiel. Die Freiberger hatten zu der Zeit immerhin 19 auf ihrem Konto. Im Handball ist ja vieles möglich, doch diesmal bekamen die Zuschauer in der rappelvollen Böhlener Halle sicher keine alltäglichen 13 Schlussminuten geboten. Zwei schnelle Kontertore durch Jan Modrzynski hauchten der Mannschaft neues Leben ein. Zwei Einwechslungen machten sich ebenfalls positiv bemerkbar. Martin Petzsch im Tor hielt ab der 40. Minute einen Tick besser. Dann ließ Felix Schuster nach 45 Minuten „Wechselbankdasein“ seine innere Wut darüber, auf der linken Aufbauposition am Ball aus. Fünf Würfe, fünf Treffer, in 15 Minuten, Spitze! Bei den Freibergern lief nicht mehr so viel zusammen. In der 52. Minute nahmen sie ihre Auszeit. Bis auf drei Tore (19:22) waren die Böhlener heran gekommen. Die Gäste nahmen erwartungsgemäß das Tempo aus dem Spiel. Sie wollten den Vorsprung über die Zeit bringen. Aber im Handball ist das nicht so einfach. Denn es gibt ja die Zeitspielregel. Wenn der Arm der Schiedsrichter oben ist, muss man unter Zeitdruck zum Abschluss kommen. Dies misslang den Gästen aus der Universitätsstadt. Der Vorsprung schmolz weiter. Unter dem Jubel der fantastischen Zuschauer, Ausgleich in der 59. Minute (23:23) durch die Einheimischen. Die Freiberger im Ballbesitz und der Chance 30 Sekunden vor dem Abpfiff mit Strafwurf in Führung zu gehen. Torhüterwechsel beim HVB und tatsächlich, Martin Tilgner hält. Die Halle gleicht einem Tollhaus. Der ohrenbetäubende Lärm steigert sich nochmal, als Felix Schuster den Erfolg praktisch mit der Schlusssirene perfekt machte. Unter einer Spielertraube begraben konnte man Angst um seine körperliche Unversehrtheit bekommen. Vielleicht hat sich im Kopf der Spieler dieser verdammte Knoten nun gelöst. Wir werden sehen. Am Rande sei noch das sehr faire Miteinander der beiden Mannschaften und das souveräne Schiedsrichtergespann positiv erwähnt. So macht Handball Spaß!                        

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 8, Bertram 1, Böhme, Heistermann 1, Jankowsky 3/2,Schuster 5, Thomas 2, Meißner 1, Wagner , Hille 3, Neumann, Riedel

Strafwürfe:   HVB   3/3     Freiberg 2/1 

Strafzeiten:   HVB   2        Freiberg 4    

m.m.

Spielbericht 07.02.2016

HSV Mölkau – Die Haie - HV Böhlen 27:25 (13:12)

Böhlen´s Handballer in der Krise

Nach der 5. Niederlage in Folge stecken die Handballer vom HVB mitten in einer echten Schaffenskrise. Das schon in Vergessenheit geratene Abstiegsgespenst grüßt am Horizont. In der Tabelle geht es runter auf Platz 8.

Viel hatte sich die Mannschaft vorgenommen. Nachdem 2016 in der Rückrunde noch nichts gerissen wurde, sollte in Leipzig-Mölkau die Wende gelingen. Geduldiger wolle man spielen, klarere Chancen kreieren und  disziplinierter. Einiges gelang, so schlecht war die Partie nicht, aber nicht gut genug um zu gewinnen. Die Anfangsphase dominierten die Böhlener. Eine permanente Führung bis um die 20. Minute war der Lohn. Robert Heistermann zog mit seiner emotionalen Art alle mit. Normen Jankowsky brachte Erik Thomas am Kreis gut ins Spiel. Ein Manko zeigte sich trotzdem deutlich. Für ein Tor brauchte man 3 Versuche. Die Chancen wurden gut herausgespielt. Ohne etwas Klebemittel an den Fingern, landeten einige Würfe leider sonst wo. Da die Abwehrarbeit samt Martin Petzsch im Tor gut funktionierte, konnte diese erneute Abschlussschwäche kaschiert werden. Kurz vor der Pause gelang dem Gastgeber der erstmalige Führungstreffer. Doch die Stimmung war gut in der Böhlener Kabine. Jeder hatte das Gefühl, hier geht was. Leider war dem nicht so. Gleich nach Wiederanpfiff vergaben die Gäste die ersten vier Möglichkeiten. Aus aussichtsreicher Position gelang es nicht dem Ball ins Tor unterzubringen. Die Haie bauten ihre Führung langsam aus (16:13/35.). In der 40. Minute gelang dem HVB dann doch der Ausgleich zum 16:16. Jan Modrzynski konnte einige schnelle Kontertore erzielen. Das Spiel fing also wieder bei null an. Doch nun zeigen sich im Deckungsverband einige Lücken. Es war wieder die alte Leier, Gegentore in der Überzahl. Bis zum Schlusspfiff gelang es dem HVB nicht mehr das Spiel zu drehen. Immer wieder landete der Ball nicht dort wo er hinsollte, ins Tor. Mit einer Wurfeffektivität von unter 50% (25 Tore bei 55 Versuchen) kann man kaum ein Spiel gewinnen. Jetzt sind 3 Wochen Pause. Mit dem Heimspiel gegen Freiberg am 27.02.2016 geht es weiter. Die Mannschaft wird es besser machen müssen, um nicht erneut in den direkten Abstiegsstrudel gerissen zu werden.                

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 5, Bertram, Böhme, Heistermann 4, Jankowsky 6/5, Zipfel 2, Schuster 2, Thomas 3, Meißner, Wagner 1, Hille 2

Strafwürfe:    Mölkau 3/2    HVB   7/5    

Strafzeiten:   Mölkau 14      HVB   6      

m.m.

Spielbericht 30.01.2016

HV Böhlen - SG Chemnitz HC 22:25 (10:13)

Böhlen`s Handballer weiter neben der Spur

Auch das vierte Spiel der Rückrunde verloren die Handballer vom HV Böhlen. In einer Partie zweier gleichwertiger Mannschaften gingen sie viel zu fahrlässig mit klarsten Torchancen um. Will man nicht erneut in den Abstiegskampf gerissen werden, muss nächste Woche gegen die Haie aus Mölkau gepunktet werden.

Dabei standen die Vorzeichen nicht schlecht. Co-Trainer Marc Riedel (vertrat Matthias Mielke) hatte alle Spieler zur Verfügung. Der Knöchel von Jan Modrzynski war abgeschwollen, die Grippewelle von letzter Woche Geschichte. Aber schon in der Anfangsphase sah der neutrale Zuschauer, dass die Chemnitzer etwas flinker auf den Beinen waren. Schnell lief der Ball durch die Reihen der Gäste. Die Böhlener liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Der allerdings nicht allzu groß war. Nach 19 Minuten der erstmalige Ausgleich durch Normen Jankowsky zum 7:7. Hoffnung auf den Umschwung machte sich breit. Tja, die Chancen boten sich. In dieser Phase bekamen die Chemnitzer nicht allzu viel auf die Reihe. Und die Gastgeber? Sie erspielten sich eine Chance nach der anderen, nur nutzten sie diese leider nicht. Erst gingen zwei Strafwürfe nicht ins Tor, dann knallte der Ball beim Konter an die Latte. Verunsicherung machte sich breit. Zu Pause lag der HVB mit drei Toren hinten. Das ist im Handball nicht viel. Mit dem festen Willen die Partie noch zu drehen ging es in die zweite Hälfte des Spieles. Die Deckung wurde auf eine passive Variante umgestellt. Das gab den Chemnitzer wenige Platz im Spiel Mann gegen Mann durchzusprechen. Im Angriff operierte man mit 2 Kreisläufern. Der Vorsprung schrumpfte. Böhlen holte auf. Jan Modrzynski narrte seinen Gegenspieler ein ums andere mal und erzielte 4 Tore in der 2. Halbzeit. Kämpfen kann die Mannschaft. Die Chemnitzer kassierten viele Zeitstrafen. Doch das Überzahlspiel der Böhlener ließ zu wünschen übrig. Unter dem Jubel der Zuschauer dann doch der erneute Ausgleich in der Schlussphase des Spieles(20:20/54.) In den letzten 5 Minuten kam dann die Abschlussschwäche wieder zum tragen. Statt zweimal in Führung zu gehen, wieder Rückstand. Und nun wurden die Böhlener Spieler hektisch. Mehr und mehr Einzelaktionen prägten das Spiel vom HVB. Beim Stand vom 21:23 dann offene Manndeckung der Böhlener. Das führte leider nicht zum gewünschten Ergebnis. Und nun? Noch ist die Mannschaft auf Platz 7 der Verbandsliga. Sie profitiert dabei von der optimal gelaufenen Hinrunde. Es ist an der Zeit wieder in die Spur zu finden.

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski J. 4, Bertram, Böhme, Heistermann 1, Jankowsky 3, Zipfel 1, Schuster 1, Thomas 1, Meißner 2, Wagner 2, Hille 7/5

Strafwürfe:   HVB    7/5     Chemnitz      6/5    

Strafzeiten:   HVB    4        Chemnitz      12

m.m.

Spielbericht 23.01.2016

HSG Rückmarsdorf   -  HV Böhlen 36:21 (14:10)

Demontage im Leipziger Westen!

Die HSG Rückmarsdorf bereitete am Sonnabendabend den Handballern vom HV Böhlen eine überaus bittere und in der Höhe auch verdiente Niederlage. In einer desaströsen zweiten Halbzeit ergab sich die Mannschaft praktisch ohne Gegenwehr ihrem Schicksal. Das einige Spieler beim HVB gefehlt haben, kann nicht als Ausrede herhalten. Die Böhlener bleiben weiter auf Platz 7 der Tabelle.

Es gibt eine sogenannte Abwärtsspirale im Mannschaftssport. Am Anfang sind es kleine Sachen die einem einzelnen Spieler missraten, am Ende gelingt einer ganzen Mannschaft nichts mehr. So in etwa lief das Spiel am Sonnabend für die Böhlener Handballer ab. Es waren 13 Minuten gespielt, da musste Trainer Matthias Mielke die erste Auszeit nehmen. 6:1 stand es da gegen den HVB. Die Abwehr samt Torhüter waren ganz o.k., aber die Angriffsleistungen, unterirdisch. „Handball ist eine sehr körperbetonte Sportart. Ohne in die Zweikämpfe zu gehen und sich auch mal ein paar blaue Flecke abzuholen, wird das hier nichts.“ Ganz anders die nicht gerade groß gewachsenen Rückmarsdorfer. Mit hoher Passgeschwindigkeit und dem Mut in den Tiefenraum zu gehen, machten sie Druck von allen Positionen. Nach der Auszeit lief es zunächst aber besser beim HVB. Robert Heistermann machte es den anderen vor. Er zog in die Lücke und holte einen Strafwurf nach dem anderen heraus. Beim Stand von 10:9 (21.) war die Partie wieder offen. Kurz vor der Pause zeigten sich dann die dunklen Wolken am Böhlener Handballhimmel. Unmotivierte halbherzige Würfe aus dem Rückraum landeten sonst wo. Während die Böhlener Werfer noch im inneren jammerten ging bei den Rückmarsdorfern die Post ab. Drei blitzsaubere Kontertore vor der Halbzeit waren eine Einladung. In Halbzeit zwei kam es dann zur besagten Abwärtsspirale. Zwischen der 35. Und 50. Minute ging dann bei der Böhlener Mannschaft gar nichts mehr. Erst ging der Ball einfach nicht mehr in das Tor der Gastgeber, dann glich auch die Abwehr einem Trümmerhaufen. Traurig aber war. Erst in den letzten 10 Minuten fing sich die Mannschaft wieder etwas. Ausgerechnet der jüngste im Team, Tim Modrzynski, ging da mit gutem Beispiel voran.

Nächstes Wochenende sollte eine andere Böhlener Mannschaft auf der Platte stehen. Drei Niederlagen am Stück sollten genug sein.     

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski J. 2, Bertram, Böhme 1, Heistermann 3, Jankowsky 3, Zipfel 1, Schuster 8/8, Thomas 1, Meißner 1, Modrzynski T. 1 

Strafwürfe:   HSG 7/5      HVB    9/8    

Strafzeiten:  HSG   10      HVB    18

 m.m.

  Bild: Robert Heistermann beim Versuch eine Lücke zu finden

 

 

 

 

 

Spielbericht 16.01.2016

HV Böhlen - HC Glauchau/Meerane II 23:24 (14:9)

Bittere Heimniederlage vor toller Kulisse!

In einer hochdramatischen Schlussphase verloren die Handballer vom HVB ihr erstes Heimspiel 2016. Gegen die spielstarken Gäste aus Glauchau/Meerane II fehlte am Ende die Winzigkeit von einem Tor für den Punktgewinn. Verdient hätte es die Mannschaft allemal. Mit 13:13 Punkten bleiben die Böhlener auf Platz 7 der Tabelle.  

Es heißt aus Niederlagen geht man gestärkt hervor. Aber diese Niederlage ist einfach nur ärgerlich und zutiefst frustrierend. Warum? Über weite Strecken der Partie waren die Einheimischen am Drücker, sprich in Führung. Gegen Ende der ersten Halbzeit spielten sie den Spielpartner zeitweise an die Wand. Aus einem 9:9 (21.) wurde ein 14:9 zur Pause. Ein teilweise gespieltes 3:2:1 Abwehrsystem zwang die Gäste zu unpräzisen Würfen. Die beiden Toptorschützen der Verbandsliga, Viktor Beketov und Mario Schultes, konnten so in ihrer Wurfgewaltigkeit erheblich eingeschränkt werden. Auch nach dem Seitenwechsel behielten die Gastgeber ihren Rhythmus bei. Als bei dem erneut gut aufgelegtem Norman Jankowsky die Kräfte nachließen, traf nach langer Durststrecke Felix Schuster endlich wieder. Mitte der zweiten Halbzeit stellten die Gäste ihre Deckung um. Und das hinterließ Wirkung. Der Ball lief nicht mehr so flüssig durch die Reihen der Böhlener. Es kam zu unmotivierten und teilweise überhasteten Würfen. Schade es war gar kein Grund dafür hektisch zu werden, denn die Mannschaft führte ja (20:18/49.). Der neue Tabellenführer (Rückmarsdorf verlor) setzte nun all seine körperliche Überlegenheit und Routine ins Felde. Schnell und Druckvoll lief der Ball durch ihre Angriffsreihen. Bei einigen Böhlenern machte sich ein deutlicher Kräfteverschleiß bemerkbar. Glauchaus/Meerane riss die Führung (20:22/54.) an sich. Doch noch einmal rappelten sich die Spieler vom HVB auf. Angetrieben von einer stimmungsvollen Kulisse schafften sie es irgendwie 3 Tore am Stück zu werfen. Daniel Böhme warf sich mit allem was er hatte in die kleinsten Lücken. Die Halle kochte. Es stand 23:22 für die Böhlener. Noch 120 Sekunden zu spielen und eigener Ballbesitz. Die Emotionen gingen bis unter die Decke. Leider nahm die Geschichte kein gutes Ende für die Gastgeber. Ein klassisches Fehlabspiel und ein „Stürmerfoul“ führten zu zwei glücklichen Toren für die Gäste.

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 4, Bertram 1, Böhme 3, Heistermann 1, Jankowsky 5/1, Wagner, Zipfel 1, Schuster 5/3, Thomas 3, Meißner, Riedel 

Strafwürfe:   HVB   5/4     G/M    5/4    

Strafzeiten:   HVB   4       G/M    6

m.m.

Spielbericht 10.01.2016

SV 04 Plauen-Oberlosa II - HV Böhlen 31:26 (16:11)

Nichts zu holen im Bergland von Sachsen

Zumindest keine zählbaren Punkte. Gegen den Tabellennachtbarn aus Plauen verloren die Männer vom HV Böhlen auch die Rückrundenpartie. Wie im Hinspiel vergaben die Böhlener jede Menge Chancen. Durch die Erfolge von Chemnitz und Zwenkau/Leipzig ging es in der Tabelle runter auf Platz 7.

Die Bälle fliegen wieder im Handball der Verbandsliga West. Nach 3 Wochen Pause begann am Sonntag auch für die Böhlener die Rückrunde in Plauen. Es gibt Mannschaften die liegen einem und es gibt Teams da spielst du „Stundenlag“ und merkst, dass wird hier nichts. So in etwa waren die Gedanken der Böhlener Spieler in der Halbzeitpause. Was war passiert? Zunächst dominierten sie das Spiel. Eine bewegliche 6:0 Abwehr und Treffer der Aufbaurehe (Schuster/Böhme) sorgten für eine 6:4 Führung. Zwei Tore sind im Handball ja nicht so viel und Plauen glich schnell aus. Bis zum 10:10 (20.) war alles gut aus Sicht der Böhlener. Dann kam es zu einem richtigen Einbruch. Die Plauner spielten sich in einen kleinen Rausch, aber nur weil die Gegenwehr der Böhlener gar keine mehr war. Fast ohne Körperkontakt spazierten die Gastgeber durch die Abwehrreihen der Gäste. Warum nur? Trauerten die Spieler noch den vergebenen Chancen hinterher? Ein weites Feld für Sportpsychologen. Nach dem Seitenwechsel wurde es langsam besser. Angetrieben vom eigenen Ehrgeiz stemmte sich der HVB gegen die Niederlage. Doch Licht und Schatten lagen an diesem Tag bei allen eng zusammen. Trotzdem schmolz der Vorsprung der Plauener allmählich zusammen. Beim Stand von 26:23 (50.) Auszeit Plauen. Anschließend die Möglichkeit im Überzahlspiel für Böhlen weiter zu verkürzen. Leider wurde dies nicht genutzt. Ein Punkt der nicht erst seit dieser Partie in der Kritik steht. Die Schlussphase spielten die Gastgeber clever herunter, auch weil die HVB-Spieler gute Chancen liegen ließ. Fazit, an diesem Tag waren die Plauner einfach einen Tick besser.                  

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 7, Hille 5/1, Bertram 1, Böhme 4, Heistermann, Jankowsky 3, Wagner, Zipfel 2, Schuster 4/2, Thomas 

Strafwürfe:   Plauen 2/2    HVB   5/4    

Strafzeiten:   Plauen 8       HVB   14

 m.m.

Spielbericht Sachsenpokal 12.12.2015

HV Böhlen - EHV Aue II 31:32 (15:16)

Pokalkrimi ohne Happy End 

Es ist ja so. Überraschungen, vor allen Dingen wenn sie positiv sind, versüßen das Leben. An so einer vorweihnachtlichen Handballüberraschung bastelten die Handballer vom HVB am Sonnabendnachmittag in Böhlen. Leider fehlten am Ende zwei Baustein – Tore- um die Überraschung perfekt zu machen. Das Juniorteam vom EHV Aue warf ein Tor mehr und zog am Ende in das Viertelfinale des HVS – Pokals ein.

Aber ganz leer war die Überraschungsbox der Böhlener dann doch nicht. Nach einer kurzen „Depriephase“ nach dem Abpfiff, trösteten schon die anerkennenden Worte der Gäste aus Aue beim abklatschen und der Beifall der vielen Zuschauer. Die Freizeithandballer aus Böhlen lieferten ihre mit Abstand beste Saisonleistung ab. Es war ein wirklich schönes, ansehenswertes und faires Handballspiel. Es brauchte genau 13 Minuten, dann erklärte der Gästetrainer in der Auszeit seinen Jungs nachdrücklich, dass hier im Schongang nix zu holen ist. Böhlen führte 11:6. Schnelle Passfolgen im Angriff und eine flexible 6:0 Abwehrvariante klappten vorzüglich. Aue reagierte und stellte die Deckung um. Mit Erfolg. Der Vorsprung vom HVB schmolz. Einige Spieler mussten dem hohen Tempo Tribut zollen. Die nun sehr offensive Deckung der Gäste verlangte nach noch mehr Bewegung um erfolgreich zu sein. Es schlichen sich technische Fehler ein, die Aue eiskalt nutze. Einige Spielabläufe, selbst in Unterzahl, ließen das handballerische Potential der Gäste erahnen. Pause, durchatmen und „Köpfe“ geraderücken in der Kabine von Böhlen. Statt der verlorengegangenen Führung hinterherzutrauern, musste Chefcoach Matthias Mielke den Spielern klar machen, wie gut sie spielen. „Nur ein Tor hinten, gegen eine Mannschaft die drei bis viermal in der Woche trainiert. Was wollt ihr mehr?“ Los ging`s in Abschnitt zwei. Erneut hatten die Böhlener den besseren Start. Geduldig spielten sie ihre Angriffe aus. Nicht so viel Geduld hatten die beiden Schiedsrichter. Sehr zeitig hoben sie die Hand, um Zeitspiel zu signalisieren. So blieb das Tempo fast gezwungenermaßen hoch. Ab Mitte der zweiten Halbzeit erreichten beide Mannschaften ein Patt. Führung, Ausgleich und umgedreht. Keine Mannschaft konnte sich mehr absetzten. Hochspannung pur für alle Beteiligten. Schön für den Handball. Schlecht für die Lebenserwartung beider Trainer. Es kam wie es kommen musste. Entscheidung in den letzten 120 Sekunden. Überzahl Böhlen beim Stand von 30:30. Leider mit dem Kopf durch die Wand und vergeben die Chance zur Führung. Besser macht es Aue. Tor und Führung. Dann wieder Ausgleich Böhlen durch Jan Modrzynski. Die Gäste wieder in Ballbesitz. Irgendwie hämmerten sie den Ball in die Maschen der Gastgeber. Der Ausgleich und damit die Verlängerung bleiben den Böhlenern verwehrt. 
Schade das jetzt 3 Wochen Spielpause sind. Der Verbandsligazug aus Böhlen war so richtig in Fahrt. 

HV Böhlen: Tilgner, Modrzynski 7, Hille 2/1, Bertram 1, Böhme 6, Heistermann 3, Jankowsky 3, Meißner, Wagner, Riedel, Zipfel 1, Schuster 2, Thomas 6/4 

Strafwürfe:  HVB 5/5  Aue 4/1 
Strafzeiten: HVB 4      Aue 10

m.m.

Spielbericht 05.12.2015

HV Böhlen - HC Einheit Plauen II 38:25 (19:11)

Vorweihnachtliche Bescherung für den HVB

Mit einer Klasse Leistung beendeten die Handballer vom HV Böhlen erfolgreich die Hinrunde in der zweithöchsten Handballliga Sachsens. Dem Tempo, der Spielfreude und dem Spielwitz der Einheimischen waren die Gäste aus Plauen zu keiner Zeit  gewachsen. Als Lohn ging es in der Tabelle rauf auf Platz 5.

Die Fabel vom Igel und dem Hasen kennt wohl jeder. Kam der Hase angerannt, war der Igel schon da. So jedenfalls müssen sich über weite Strecken der Partie die Plauener gefühlt haben. 8:3 nach knapp 12 Minuten für die Gastgeber. Was für ein Start! Alles das, was nur mit Mühe oder gar nicht letzte Woche in Leipzig gelang, ging diesmal wie von alleine. Schnelle Mitte, viele Kreuzbewegungen im Angriff und eine äußerst bewegliche 5:1 Deckung überrannten die Plauener in der Anfangsphase. Dabei bekam der Gästekeeper die Wurfqualität beider Außenspieler bei Böhlen zu spüren. Sowohl Jan Modrzynski (7) als auch Frank Zipfel (7) knallten ihm die Bälle um die Ohren. Es gibt gemütlichere Orte auf dieser Erde. Die Überlegenheit sollte sich bis zur Pause nicht wesentlich ändern. Kleine Brüche im Spiel gab es nur, wenn auf vielen Positionen gewechselt wurde. Aber das nahmen das Team und der Trainer in Kauf. Schließlich haben alle das Recht auf ihre Einsatzzeiten. Pausenpfiff zu ungewöhnlicher Zeit von 19.05 Uhr. Die Partie begann mit 30 Minuten Verspätung (Autopanne-Schiedsrichter). In der Kabine vom HVB herrschte schon fast euphorische Stimmung. Chefcoach Matthias Mielke musste ein wenig auf die Bremse treten. Noch waren 30 Minuten zu spielen und Handball ist ein schnelllebiges Geschäft. Allen Unkenrufen zum Trotz hatten die  Spieler Lust auf mehr und es wurde mehr. Die 40 als Tormarke wurde zwar am Ende nicht geknackt, ist aber nur eine kleine Randnotiz. Mit gnadenlosem Tempohandball spielte der Gastgeber den HC Plauen  schwindlig. Fast zwangsläufig ergibt sich damit eine höhere Fehlerquote. Einziges Manko dieser Partie auf Seiten der Böhlener.

Mit diesem Spiel endet die Hinrunde in der Verbansliga. Fazit. Nachdem der Start etwas holprig war, läuft es dafür seit einigen Wochen richtig rund. Ein wesentlicher Faktor ist die verbesserte Abwehrarbeit. Der nahtlose Übergang zwischen 5:1 / 6:0 klappt gut und stellt dem Spielpartner immer wieder neue Aufgaben.

Nächste Woche um 16.00 Uhr dann das letzte Spiel in diesem Jahr. Im Molten - Sachsenpokal geht es gegen die zweite Mannschaft vom EHC Aue. Die Böhlener Mannschaft ist heiß wie Frittenfett.          

HV Böhlen: Tilgner, Rudolph, Modrzynski 7, Hille 3, Bertram, Böhme 4/1, Heistermann 2, Jankowsky 5/3, Meißner 1, Wagner 1, Riedel, Zipfel 7, Schuster 3 

Strafwürfe:   HVB   4/4    Plauen 5/4   

Strafzeiten:   HVB   2       Plauen 10

m.m.

Jan Modrzynski erzielt gegen Plauen 8 Treffer uns zeigt seine TorjägerqualtitätenJan Modrzynski erzielt gegen Plauen 8 Treffer uns zeigt seine Torjägerqualtitäten

Spielbericht 28.11.2015

SG LVB Leipzig III - HV Böhlen 20:25 (6:10)

Geschafft…!

Im dritten Jahr ihrer Verbandsligazugehörigkeit haben die Handballer vom HV Böhlen das erste Mal ein positives Punktekonto. In einem zähen Spiel gegen den Aufsteiger aus Leipzig reichte am Ende eine durchschnittliche Leistung, um als Sieger vom Platz zu gehen. Martin Tilgner im Böhlener Tor erwischte einen Sahnetag. Mit 11:9 Punkten belegen der HVB weiter Platz 7.

„Was für ein komisches Spiel“ bemerkte Böhlens Rechtsausen Frank Zipfel nach dem Abpfiff in der Kabine. Treffend formuliert. Wenn man ein Spiel gewinnen will muss man mehr Tore werfen als sein Spielpartner. Die HVB Spieler konnten/wollten in den ersten 30 Minuten das irgendwie nicht, und der Gastgeber konnten/wollten es schon gar nicht. Kopfschüttelnd, sich die nicht mehr üppigen grauen Haaren massierend, saß Coach Matthias Mielke nach 13 Spielminuten ziemlich fertig auf seiner Bank. Es stand 3:1 für die Leipziger. Ja, 3:1 in einem Handballspiel der Verbandsliga! Auf seinem Zettel standen 2 verworfene Siebenmeter, 2 vergebene Konter und diverse technische Fehler seiner Mannschaft. Ein einziges Angriffsdebakel fabrizierte der HVB in der kleinen ARENA Leipzig. Einzig Martin Tilgner im Tor war es zu verdanken, dass es NUR 3:1 stand. Auszeit und Ansprache:„ Geht`s noch Jungs? Wird das nun mal! Nicht schön spielen. Einfach den Ball ins Netz hämmern und gut!“ Bei den Böhlenern wurde es etwas besser. Jan Modrzynski versenkte die Konter und die Fernwerfer trafen, ab und zu. Anders die Gastgeber vom LVB. Dort ging nun überhaupt nichts mehr. 12 Minuten ohne Tor bescherte dem HVB eine 7:3 Führung. Die Anspannung wich langsam aus der Mannschaft und nun wurde endlich richtiger Handball gespielt. Mit 4 Toren plus ging es in die Kabine. Diesen Vorsprung gaben die Böhlener in der zweiten Hälfte nicht mehr her. Karsten Hille (Kreis) und Daniel Böhme (Rückraum Rechts) kamen nun allmählich in Fahrt. Trotzdem spielten beide Mannschaften wie im Fieber. Mal ein ganz normales Handballspiel mit der entsprechenden Torquote. Dann wieder minutenlang nichts zu tun für das Kampfgericht. Chancen hüben wie drüben vergeben. Bis auf zwei Tore schmolz zwischenzeitlich der Vorsprung der Böhlener zusammen (20:18/51.). Den Doppelpunktgewinn ließ sich die Mannschaft dann doch nicht mehr nehmen. Ein paar präzise weite Abwürfe vom Böhlener Tor ermöglichten einfache Tore. Abpfiff um 17.50 und der 5 Erfolg in der Saison stand zu buche. Alle waren irgendwie froh das das Spiel vorbei war und freuten sich auf den Leipziger Weihnachtsmarkt.      

HV Böhlen: Tilgner, Modrzynski 6, Hille 7/2, Bertram, Böhme 4, Heistermann, Jankowsky 1, Meißner 1, Wagner, Riedel 1, Zipfel 4/2, Schuster 1 

Strafwürfe:   LVB III   4/1      HVB 5/4      

Strafzeiten:   LVB III    4         HVB 2

m.m.

 

Martin Tilgner - überragend im TorMartin Tilgner - überragend im Tor 

 

 

 

 

 

Martin Tilgner hielt wieder mal souverän und 

hatte großen Anteil am Sieg gegen die "Straßenbahner"

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Spielbericht  21.11.2015

HV Böhlen - SV Lok Leipzig-Mitte  34 : 25  (13 : 13)

 

Leipziger Lok auf dem Abstellgleis

Eine fast perfekte zweite Halbzeit bescherte den Handballern vom HVB den zweiten Heimerfolg in Folge. Ein völlig losgelöst spielender Norman Jankowsky (11) und ein treffsicherer Frank Zipfel (7) verwandelten die Halle am Freibad in Böhlen am Ende in ein Jubelhaus. Als Belohnung für diese feine Leistung ging es in der Tabelle rauf auf Platz 7. Der Start in das Freizeitvergnügen Handball begann allerdings mit einem sehr ernsten Hintergrund. Zu Beginn des Spieles gedachten alle anwesenden Sportfreunde / Zuschauer der Opfer von Paris mit einer Schweigeminute.

18.00 Uhr ging es dann mit der Partie der Tabellennachbarn los. Scherzhaft hatte Chefcoach Matthias Mielke in der Kabine von einem „leichten Spiel“ gesprochen. Ging es doch gegen eine Mannschaft, die vor dem HVB steht. Da lief es in letzter Zeit besonders gut (Freiberg, Zwenkau/Leipzig). Die ersten 30 Minuten widerspiegelten allerdings genau die Gleichwertigkeit der beiden Teams. Beide mit einer ganzen Reihe ausgelassener Chancen, einer hohen Fehlwurfquote, und einiger technische Fehler zu viel. Schrecksekunde für den HVB in der 20. Minute. Wie immer stürzte sich Jan Modrzynski mit hoher Geschwindigkeit in die kleinsten Lücken. Sehr rüde wurde er von den Beinen geholt. Glatt ROT für seinen Gegenspieler. Leider war für ihn das Spiel mit einer tiefen Platzwunde am Kinn gelaufen. Norman Jankowsky rückte auf die verwaiste Außenposition und fühlte sich dort fortan pudelwohl. Unentschieden zur Pause, aber Unzufriedenheit in der Kabine vom HVB. In der Schlussphase der ersten Halbzeit vertändelte man einen 3 Tore - Vorsprung (13:10/26.). Doch gegenseitige Schuldvorwürfe haben noch niemanden geholfen. Fehler entstehen, niemand macht sie freiwillig und gut. Also Blick nach vorne und schauen was noch geht.

Und es ging viel im zweiten Spielabschnitt. Zunächst hielten die Leipziger noch mit. Böhlen erhöhte die Schlagzahl im kreativen Bereich. Wechselnde Aufstellungen stellten die Deckung der Leipziger ständig vor neue Aufgaben. Und die stellten sich als schwer lösbar heraus. Mal agierte der HVB mit zwei Kreisläufern, mal nicht. Dann wieder druckvolles Kreuzen der Aufbaureihe und permanente Positionswechsel. 43. Minute und Auszeit der Gäste. Böhlen lag mit 21:17 in Führung. Doch es nütze nichts. Diesmal ließen sich die Einheimischen nicht von ihrer Linie abbringen. Geduld beim herausspielen von Wurfmöglichkeiten und sehr treffsichere Außenpositionen ließen den Vorsprung weiter anwachsen. Die sehr flexible 6:0 Deckung tat ihr übriges. Als es für den Geschmack des Trainers etwas zu hektisch wurde, Auszeit Böhlen (51.) und die Aufforderung, das Tempo etwas rauszunehmen. 29:21 stand es da für den HVB. Doch mit Tempo rausnehmen war nix. Leipzig versuchte es mit einer offenen Manndeckung. Sie glaubten wohl dem Spielbericht aus Freiberg nicht. Damit erreicht man beim Gastgeber nicht viel, bis gar nichts. Auch am Sonnabend ging dieses taktische Mittel nach hinten los. Die schnellen, man glaubt gar nicht wie schnell Karsten Hille bei einer offenen Manndeckung wird, und passsicheren Spieler vom HVB fuhren am Ende einen auch in der Höhe verdienten Erfolg ein. Leipziger Lok auf dem Abstellgleis. 

HV Böhlen: Tilgner, Haugk, Modrzynski 2, Hille 3, Bertram, Thomas 4, Heistermann 4, Jankowsky 11/3, Meißner 2, Wagner 1, Zipfel 7/1, Schuster 

Strafwürfe: HVB 8/4 Lok Mitte 2/1 
Strafzeiten: HVB 4 Lok Mitte 10

 

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Spielbericht Verbandsliga Sachsen: 14.11.2015

SV Schneeberg - HV Böhlen 34:32 (13:12)


Erfolgsserie gerissen

Nach vier erfolgreichen Spielen kassierten die Handballer vom HV Böhlen eine völlig überflüssige Niederlage beim Aufsteiger in Schneeberg. In einer Partie auf bescheidenem Verbandsliganiveau konnten die Gäste nicht das Abrufen was sie handballerisch drauf haben. Speziell in der zweiten Spielhälfte klappte in der Deckung nicht mehr viel. Platz 8 ist weiterhin für den HVB reserviert.

Mit breiter Brust fuhren die Böhlener nach Schneeberg. War die Brust zu breit? Nach Erfolgen gegen Spitzenmannschaften aus der Verbandsliga spielte man am Wochenende gegen den Aufsteiger aus Schneeberg. Stand da „Wird schon!“ im Hinterkopf der Spieler? Schleppend lief das Spiel an. In der dunklen, niedrigen und vom Zahn der Zeit gezeichneten Sporthalle der Gastgeber legte sich ein Schleier auf die Spielfreude der Böhlener. Der sehr kompakte defensive Abwehrblock der Schneeberger stellte die Gäste vor große Probleme. Die Außenpositionen hatten in der engen Halle wenig bis gar keinen Platz. Also spielte sich mehr oder weniger alles in der zentralen Zone des Spielfeldes ab. Und da klemmte es mit Torerfolgen bei den Böhlenern gewaltig. Zu nah an der Deckung die Fernwerfer bei ihren Wurfversuchen und zu wenig Bewegung insgesamt. Dazu kam noch das Auslassen diverser Chancen. Statt möglichen 15-17 Toren standen nur 12 Tore im Spielprotokoll der Böhlener zur Halbzeit. Doch es herrschte trotzdem Zuversicht in der Kabine. „Los jetzt, Bewegung ins Spiel nach vorne bringen. Schnelle Mitte, 2. Welle bringt die Schneeberger ins Laufen“ so die Anweisungen vom Trainerteam. Setzte die Mannschaft auch gut um. 20 Tore in 30 Minuten kann sich sehen lassen. Leider machten die Schneeberger 21 Tore in derselben Zeit. Mitte der zweiten Halbzeit waren ganze „Scheunentore“ im Deckungsverband der Gäste. Bis auf 25:20 zogen die Gastgeber in Führung. Die großgewachsenen Spieler wurden viel zu spät oder kaum bedrängt. Die Beine der HVB Spieler wurden schwerer. Die Konzentration ließ nach. In der Schlussphase riss sich die Mannschaft noch einmal zusammen. Jan Modrzynski stürzte sich mit vollem Einsatz in die kleinsten Lücken. Bis auf 32:31 (57.) verkürzte Böhlen. Mit dem angestrebten Doppelpunktgewinn wurde es in Summe leider nicht. Das erkämpfte Glück der letzten Spiele verließ die Böhlener Mannschaft. Der Pfosten war irgendwie immer im Weg, die Pfiffe der Unparteiischen kamen gefühlt in der Schlussphase immer gegen den HVB. Abhaken die Sache. Nächste Woche geht es in Böhlen gegen den Tabellenachtbarn von Lok Mitte Leipzig. Das Handballglück wird schon wieder in Böhlen vorbeischauen. 

HV Böhlen: Tilgner, Modrzynski 9, Hille 2, Bertram, Böhme 4, Thomas 5, Heistermann 1, Jankowsky 5/3, Meißner 3, Wagner, Riedel, Zipfel 3 

Strafwürfe:  Schneeberg 4/3 HVB 4/3 
Strafzeiten: Schneeberg 10   HVB 14

m.m

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 Spielbericht: 07.11.2015

 HV Böhlen     -      SG Leipzig/Zwenkau              28 : 23 (14 : 11)

 Dem Erwartungsdruck standgehalten

 

Die Männer vom HVB und ihre treuen Zuschauer feierten am Sonnabend gegen 19.30 Uhr gemeinsam den ersten Heimerfolg. Nach der Galavorstellung in Freiberg konnte die Mannschaft nahtlos an die Leistung der Vorwoche anknüpfen. Diesmal verteilten sich die Torschützen auf viele Schultern. Mit 7:7 Punkten festigen die Böhlener ihren Mittelfeldplatz in der Verbandliga West.

Niederlage (Plauen), knappe Niederlage (Rückmarsdorf) und Unentschieden (Mölkau), so lautete die Bilanz der Heimauftritte der Handballer vom HVB bisher. Am Sonnabend kam der heiß ersehnte Doppelpunktgewinn hinzu. Unter der Woche wurde schon innerhalb der Mannschaft scherzhaft diskutiert, alle Heimspielrechte an die Spielpartner zu verkaufen. Leider hat diese Variante drei entscheidende Nachteile. Erstens die Fahrtwege, zweitens die Fahrtwege für die Zuschauer und drittens wird wahrscheinlich keiner dafür Geld auf den Tisch legen. Wie auch immer, am Sonnabend lief es von Beginn an ziemlich rund. Die Gäste aus Leipzig/Zwenkau lagen nur einmal im gesamten Spiel in Führung (1:2 / 4.) Dann spielten, kämpften, und speziell in der ersten Halbzeit, kombinierten die Böhlener. Mit schnellen sicheren Ballpassagen wurde die kompakte 6:0 Abwehrkette der Gäste in Bewegung gebracht. Gefahr kam diesmal von allen Positionen. Daniel Böhme hatte in Halbzeit eins auf Halbrechts ein besonders gutes Händchen. Oliver Bertram dirigierte in der zentralen Aufbauposition den Positionsangriff. Böhlen legte immer wieder vor, doch die Gäste blieben dran. Denn Handballspielen können sie natürlich auch. Besonders die Nr. 10, Lukas Riegel, machte den Einheimischen zu schaffen. Von der 9 - m  - Linie traf er extrem genau in die Ecken des Böhlener Tores. Also Manndeckung durch Jan Modrzynski. Kurz vor der Pause dann eine ganz starke Phase der Gastgeber. Aus einem 11:10 machten sie innerhalb von vier Minuten eine 14:11. Martin Tilgner hielt wieder überragend und ab ging die Post zum Konter.

Durchatmen in der Kabine und die Emotionen runter schrauben. Viel auszusetzen hatte Chefcoach Matthias Mielke nicht. Nur nicht zu viel „wollen“ im zweiten Spielabschnitt, dann klappt es mit dem Erfolg. Und so war es dann auch. Konditionell waren die Böhlener voll auf der Höhe. Dies zeigte sich vor allen Dingen in der Abwehrarbeit. Mit flinken Beinen und intelligenten Heraustreten durch die Spieler vom HVB kamen die hochgewachsenen Leipziger nicht zurecht. So kann und muss man körperliche Nachteile wettmachen. In der Schlussphase ging dann bei den Gästen gar nichts mehr. Im Bestreben, das Ruder noch rumzureißen, häuften sich die Fehlwürfe. Die Gastgeber blieben cool und bauten den Vorsprung sukzessive aus. Mit dem Schlusspfiff entluden sich dann die Emotionen. Karsten Hille stimmte DAS Erfolgslied der Böhlener an und die Fans sangen mit. Ein echter Handballnachmittag in einer rappelvollen Böhlener Sporthalle ging zu Ende. Na dann, weiter so. Es kommen machbare Aufgaben….    

 

HV Böhlen: Tilgner, Haugk, Modrzynski 1, Hille 6 / 4, Bertram 1, Böhme 5, Thomas 4, Heistermann 4, Jankowsky 2 / 1, Meißner 1, Wagner 1, Riedel, Zipfel 1   

Strafwürfe:   HVB 7/6                 SG 3/2         

Strafzeiten:   HVB 4                    SG 12

m.m.

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Spielbericht Verbandsliga Männer 31.10.2015

HSG Freiberg II       -          HV Böhlen                 31 : 38  (17 : 17)

„Dachshunter“ HV Böhlen

Langsam entwickeln sich die Handballer vom HVB zum Favoritenschreck. Zum zweiten Mal gelang ihnen das Kunststück, eine noch ungeschlagene Mannschaft in eigener Halle zu bezwingen. Die „Dachse“ aus Freiberg mussten diesmal dran glauben. Jan Modrzynski (10) und Norman Jankowsky (9) spielten überragend. Als Lohn ging es in der Tabelle rauf auf Platz 7.

Unglaublich, Fantastisch, Phänomenal! Die mitgereisten Zuschauer und der Trainer fanden kaum Worte nach dem Abpfiff. Was war passiert? In der Schlussphase spielten die Böhlener die Gastgeber an die Wand, wie man so schön sagt. Aber der Reihe nach. Es war das erste Mal in der Böhlener Handballgeschichte, dass es nach Freiberg ging. Man hatte einiges über die Spielweise in Erfahrung gebracht. Sehr offensiv, ballorientiert und mit ganz viel Tempo, dass die Philosophie der Gastgeber. Unter der Woche wurde das Trainingsprogramm daraufhin ausgerichtet. Auch Aufstellungstechnisch war einiges anders als gewohnt. Den ersten Treffer der Partie markierte Marc Riedel. Er zeigte gleich wie es funktionieren kann. Viel Bewegung, Einlaufen gegen die Laufrichtung des Balles und Spielübersicht. Die Freiberger versuchten ihr Tempospiel aufzuziehen. Sie schlossen ihre Angriffe extrem schnell ab und gingen mit vollem Einsatz in die Schnittstellen zwischen die Spieler der Gäste. So ganz erfolgreich war das nicht. Zum einen hielt Martin Tilgner sehr gut und zum anderen war diese Spielweise doch recht ausrechenbar. Zudem verletzte sich Mitte der ersten Halbzeit Freibergs bester Spieler an der Schulter und musste passen. Beim Stand von 11:13 (23.) Auszeit Freiberg. Was dann folgte war ein einziges hin und her. Es fielen 10 Tore in nur 7 Minuten. „Hasenhandball“ wurde in der Vergangenheit dazu gesagt. Mit dem Halbzeitpfiff traf Jan Modrzynski zum 17:17. „Nicht das Tempo der Freiberger mitgehen. In Summe werden wir so verlieren“ so der Hinweis von Chefcoach Matthias Mielke in der Halbzeit.

Los ging’s in den zweiten Spielabschnitt mit zunächst leichten Vorteilen für die Gastgeber. Immer wieder fanden sie kleine Lücken oder brachten ihren einzigen wirklichen Rückraumwerfer in Position. Doch einen wirklicher Vorsprung kam nicht zu Stande (22:20/38.). Merklich genervt vom konsequenten Verschieben der Böhlener Deckung wurde die Freiberger ungeduldig. Sie leisteten sich Fehlwürfe und technische Fehler. Ein geduldiges Positionsspiel ist scheinbar nicht ihr Ding. Zudem zitterte das Nervenkostüm bei einigen. Eine ganze Reihe von Strafzeiten spielte den Gästen natürlich in die Hände. Und wenn es einmal läuft, dann läuft es eben. Robert Heistermann holte Strafwürfe heraus. Karsten Hille interpretierte seine Kreisposition sehr kreativ und schaffte damit ständig neue Spielsituationen. Das Spiel kippte in die Böhlener Richtung. Vier Tore Führung zehn Minuten vor Ende. Und in dieser Situation (51.) griffen die Freiberger zum taktischen Mittel der offenen Manndeckung. Super, allerdings für Böhlen. Das hatten sie erwartet und schon am Donnerstag gegen die 2. Männermannschaft (Danke!) geprobt. Die Gastgeber rannten ins „offene Messer“. Am Ende verhinderte die Torumrandung das es nicht 40 Treffer für Böhlen wurde. Mit Sicherheit eines der besten Spiele in der Verbandsliga. Vielleicht gelingt es der Mannschaft nächsten Sonnabend dies auch mal dem heimischen Publikum zu zeigen, was wirklich in ihr steckt.           

HV Böhlen: Tilgner, Modrzynski 10, Hille 5, Bertram 1, Böhme 2, Thomas 4, Heistermann 3, Jankowsky 9 / 4, Meißner 3, Wagner, Riedel 1 

 

Strafwürfe:   Freiberg 3 / 2          HVB 5 / 4     

Strafzeiten:   Freiberg 14             HVB 8

m.m.

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Spielbericht 24.10.2015

HV Böhlen    -          HSV Mölkau-Die Haie       23:23 (15:13)

„Blind wir sind“

Diesen Ausspruch einer kleinen grünen Fantasyfigur aus einer bekannten Filmsaga, traf in der zweiten Halbzeit auf die komplette Böhlener Mannschaft zu. Reihenweise versiebten sie beste Chancen. Am Ende musste die Mannschaft noch froh sein überhaut einen Punkt aus diesem Spiel mitgenommen zu haben. Mit 3:7 Punkten bleiben die Böhlener auf Platz 8 der Tabelle.

 In 3er Reihen drängelten sich die Zuschauer am Sonnabendabend in der Böhlener Sporthalle am Bad. Sie erlebten eine tolle Anfangsphase ihrer Mannschaft. Mit einer 4:2 Angriffsvariante (2 Kreisläufer) überraschten die Einheimischen die Gäste aus Mölkau. Karsten Hille und Eric Thomas schufen Räume für die Rückraumschützen oder konnten selber angespielt werden. Die Randleipziger kamen mit der Zuordnung nicht klar und kassierten ein Tor nach dem anderen. Nach 14 Minuten flatterte die grüne Karte für eine Auszeit auf den Tisch des Kampfgerichtes. Es stand 7:2 für den HVB. Die Gäste sortierten ihre Deckung neu und das zeigte Wirkung. Der eben noch vorhandene Spielfaden der Böhlener riss. Eins/zwei unnötige technische Fehler, zwei/drei Abspielfehler summierten sie in dieser Spielphase. Innerhalb von nicht mal 6 Minuten verspielte die Mannschaft leichtfertig ihren Vorsprung. Nun Auszeit HVB und der Appell an die Spieler, doch bitte schön wieder mit der notwendigen Konzentration zu spielen. Und es funktionierte. Zwar nicht perfekt, aber so, dass die Mannschaft mit zwei Toren plus in die Kabine ging. Da ein Handballspiel bekanntlich zwei Halbzeiten hat, waren die beiden Punkte noch nicht im Kasten. Mit viel Elan und voller Selbstvertrauen gingen die Spieler den zweiten Abschnitt an. Beide Mannschaften zogen das Tempo noch einmal an und erarbeiteten sich diverse Möglichkeiten. Während die Mölkauer wenigstens ab und zu mal einen Ball versenkten, ging in dieser Hinsicht bei den Böhlenern nicht mehr viel. Das eingangs zitierte kleine grüne Männchen (Yoda) hätte wahrscheinlich sein Lichtschwert gezogen und wäre auf den Mölkauer Torwart losgegangen. Doch es stand nicht Darth Vader im Tor, sondern „nur“ ein Mensch. Einen Ball nach dem anderen fischte er aus dem Kasten. 18:19 stand es nach 48 Spielminuten. Nur, muss man sagen, denn auch die Gäste hatten so ihre Schwierigkeiten. Wie im letzten Heimspiel gegen Rückmarsdorf, lief wieder alles auf eine finale Schlussphase hinaus. Und die bekamen die Zuschauer auch geboten. Sie feuerten lautstark ihre Böhlener und verwandelten die Halle in einen Hexenkessel. Gut das die beiden Schiedsrichter aus Aue die Ruhe weg hatten. Sie zogen ihre Linie durch und wer es übertrieb konnte zwei Minuten auf der Bank darüber nachdenken. Beim Stand von 21:23 waren noch 3 Minuten zu spielen. Böhlen  stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Jetzt unterliefen den Gästen ein paar unnötige Fehler in der Hektik. Ausgleich in der 59. Minute für den HVB. Noch 31 Sekunden, grüne Karte Mölkau und… Fehlwurf. 59.50 Kontermöglichkeit für die Gastgeber. Das Endergebnis ist bekannt. Am Ende ein gerechtes Unentschieden, das aber beiden Mannschaften nicht so recht weiter hilft.    

HV Böhlen: Tilgner, Rudolph, Modrzynski 4, Hille 7/2, Bertram, Böhme 2, Thomas 3, Heistermann, Jankowsky 2, Meißner 3, Wagner, Schuster, Zipfel 2 

Strafwürfe:          HVB 3/2              Mölkau 4/4 

Strafzeiten:         HVB 6                  Mölkau 12

mm

 

Spielbericht : 10.10.2015

SG Chemnitzer HC - HV Böhlen 21:27  (13:14)


Na endlich! – HVB mit Auswärtserfolg in Chemnitz!

Am vierten Spieltag der Verbandsliga West gelang den bisher erfolglosen Handballmännern aus Böhlen der erste Doppelpunktgewinn. Ausgerechnet gegen die bisher ungeschlagene Mannschaft vom Chemnitzer HC gelang ihnen dieses Kunststück. Ein stark haltender Martin Tilgner im Tor und ein treffsicherer Eric Thomas (9) ragten aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung noch heraus.

In den letzten 1-2 Wochen fühlten sich die Spieler/Trainer vom HVB teilweise zurückversetzt in ihre Schulzeit. Man übt und übt und es kommt nicht das gewünschte Ergebniss heraus. Zweifel machen sich breit, ob das alles so richtig ist, was man da so im Training fabriziert. Nach 60 spannenden Minuten sollte sich der Handballhimmel über Böhlen aber aufhellen. Aber der Reihe nach. Kabinenansprache: „Körperlicher Einsatz, Klappe halten und nur positive Kritik“, so die Richtlinie von Trainer Matthias Mielke (Marc Riedel fehlte verletzt). Die erste Halbzeit war absolut ausgeglichen. Meist lagen die Böhlener mit ein oder zwei Toren in Führung. Die offensive Deckung wurde schnell aufgegeben. Die Gastgeber verfügten über keinen nennenswerten Rückraumschützen. Sie versuchten mit schnellen Ballpassagen die Deckung der Böhlener auseinander zu ziehen. Das funktionierte auch in verschiedenen Spielsituationen, aber Martin Tilgner im Tor hatte einen wirklich guten Tag. Das Plus der Spieler vom HVB an diesem Tag zeigte sich kurz vor der Pause. Es stand 13:13 und noch 45 Sekunden zu spielen. Die Zeit wurde genutzt! Kein „Mit dem Kopf durch die Wand“ oder abenteuerliche Würfe, nein, es wurde mit Disziplin gespielt. Erik Meißner erzielte die 14:13 Halbzeitführung mit einem sehenswerten Hüftwurf. Endlich sah man wieder freundliche Gesichter in der Kabine. Es spielt sich einfach lockerer, wenn man nicht muss, sondern kann - und wie die Böhlener konnten. Halbzeit zwei gehörte den Gästen von der Pleiße. Während die Gastgeber mehr und mehr auf Einzelaktionen setzten, verteilten sich die Tore auf viele Schultern bei Böhlen. Alle Spieler waren im Einsatz. Norman Jankowsky löste in der Schlussphase endlich seine Wurf – Blockade und war in der entscheidenden Phase erfolgreich. Auch der aus der zweiten Männermannschaft, aushelfende „Zipfelersatz“ Sven Neumann, trug sich dreimal in die Torschützenliste ein. Am Ende klappte bei den Chemnitzern gar nichts mehr. In Summe fiel der Erfolg sicher um 2-3 Tore zu hoch aus. Das war den jubelnden Spielern vom HVB nach dem Abpfiff aber egal. Diese Leistung gilt es in 14 Tagen gegen die Haie aus Leipzig – Mölkau zu bestätigen. Die Konstellation wird jedoch  eine andere sein.

HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, Modrzynski, Hille 1, Bertram 1, Böhme 5, Thomas 9/2, Heistermann 1, Jankowsky 3, Meißner 4, Wagner, Schuster, Neumann 3

Strafwürfe: Chemnitz 5/4      HVB 6/3
Strafzeiten: Chemnitz 6         HVB 4

m.m.

 

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Spielbericht: 26.09.2015

HV Böhlen - HSG Rückmarsdorf  25:26 (16:17)

Krimi ohne Happy End für den HVB

In einer dramatischen Schlussphase, die alles bot was Handball zu bieten hatte, verloren die Böhlener Handballer auch ihr zweites Heimspiel. Tragischer Held wurde Karsten Hille. Erst holte er fünf Sekunden vor dem Abpfiff einen Strafwurf für die Böhlener heraus. Behielt aber anschließend nicht die Nerven und vergab vom 7m Punkt.

„Wenn wir in der Verbandsliga was reißen wollen, müssen wir mit mehr körperlichen Einsatz spielen.“ So die Forderung des Trainerteam aus Böhlen vor dem Anpfiff. Die Mannschaft kam super in das Spiel hinein. 4:1 stand es nach knapp 8 Minuten. Jan Modrzynski legte los wie die Feuerwehr und erzielte drei der vier Tore. Diese drei Tore waren für das ganze Spiel der höchste Unterschied zwischen beiden Mannschaften. Die Gäste aus Leipzig, gewohnt schnell auf den Beinen, zogen und zerrten so lange bis sich die Lücke für sie ergab. Schnell, zu schnell erzielten sie den Ausgleich. Immer wieder fanden sie eine Lücke in der diesmal kompakten 6:0 Abwehr der Böhlener. Ausgeglichen ging es in der gesamten ersten Halbzeit zu.

Mal waren die Gäste knapp in Führung, mal die Einheimischen. Doch man wurde das Gefühl nicht los, dass die Böhlener mehr für ihre Tore investieren mussten als die Randleipziger. Mit einem Tor Unterschied ging es in die Halbzeitpause. Schnell war das Spiel analysiert und allen war klar, dass heute hier was geht. So einen Einbruch wie letzte Woche in Meerane sollte es nicht wieder geben. Die zweite Halbzeit wurde eine reine Nervensache. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die Schiedsrichter verteilten jede Menge Strafzeiten um die Gemüter abzukühlen.

Handball wurde aber auch noch gespielt. Nachdem meist die Rückmarsdorfer führten war es in der 51. Minute endlich soweit. Robert Heistermann erzielte die 24:23 Führung für den HVB. Ohrenbetäubender Lärm und super Stimmung der vielen Zuschauer in der Böhlener Halle am Bad. Zweimal hatte die Mannschaft die Chance diesen Vorsprung auszubauen, zweimal wurde im Übereifer vergeben. Und es kam wie es kommen musste. Die Gäste lagen mit einem Tor 30 Sekunden vor dem Ende in Front, vertändelten aber den Ball und Karsten Hille startete zum Konter. „Notbremse“ durch einen Rückmarsdorfer Spieler, Rote Karte, Strafwurf HVB und - Torhüter hielt! Wie erstarrt saßen die Böhlener Spieler sekundenlag nach dem Abpfiff auf ihren Plätzen. Der Erfolg war zum Greifen nahe. Mit 0:6 Punkten ist der Saisonstart ziemlich danebengegangen. Ob er voll danebengeht, wird sich in zwei Wochen in Chemnitz zeigen.     

HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, Modrzynski J.  4, Hille 4/2, Bertram, Böhme 4, Riedel, Thomas 5, Zipfel 2, Heistermann 4, Jankowsky 1, Meißner 1 

 

Strafwürfe:   HVB 3/2       Rückmarsdorf 5/4 

Strafzeiten:  HVB 18        Rückmarsdorf 12  

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Spielbericht:  20.09.2015

HC Glauchau / Merrane II - HV Böhlen I 33:26 (13:13)

Überraschung nicht gelungen

30 Minuten top, 30 Minuten flopp. So etwa könnte man den späten Nachmittag der Böhlener Handballer gegen die 2. Mannschaft vom HC Glauchau/Meerane zusammenfassen. Nach starker erster Hälfte lief in Halbzeit zwei nicht mehr viel. 

Gegen den Mitfavoriten der Verbandsliga West auswärts zu verlieren ist sicher nicht atemberaubend ungewöhnlich. Trotzdem waren die Handballer aus Böhlen zum Schluss sauer auf sich selber. Was war geschehen? Die Spieluhr zeigte die 22. Minute. Auszeit der Gastgeber, der Spielstand 8:12 gegen sie. Mit der sehr beweglichen 5:1 Deckungsvariante der Böhlener kamen die Gastgeber schlecht zurecht.

Böhlens stärkster Spieler an diesem Tag, Jan Modrzynski (9), brachte den Spielaufbau gehörig durcheinander. Er verstellte die Passwege, fing Bälle ab und war selber im Angriff erfolgreich. Bis kurz vor der Halbzeit lagen die Gäste ständig in Führung. Zwei „Schlafeinlagen“ kurz vor dem Pausenpfiff verhalfen Glauchau zum schmeichelhaften Ausgleich. Trotzdem herrschte super Stimmung in der Kabine der Böhlener. Doch es waren noch 30 Minuten zu spielen und die liefen nicht mehr so gut. Die Fehlwürfe vom HVB häuften sich, die Konter Richtung eigenes Tor wurden mehr. 41. Minute und Auszeit. Erstmals lag die Mannschaft deutlich im Rückstand (20:16). Die Gastgeber warfen innerhalb von 10 Minuten 7 Tore.

Es waren noch fast 20 Minuten zu spielen. Doch es wurde nicht besser aus Sicht der Böhlenern. Wie in der Vorwoche war die Angriffsgestaltung das Problem. Die Außenpositionen strahlen kaum Gefahr aus, die Laufwege der Aufbauspieler waren ausrechenbar, die Mittelposition blieb insgesamt zu blass. Torerfolge gab es oft nur durch Einzelaktionen und ja, der ein oder hatte Probleme in der Schlussphase den Rückwärtsgang zu finden. Wie gesagt, man kann gegen diese Spitzenmannschaft verlieren, aber man muss es nicht. Die erste Hälfte des Spieles hat es gezeigt.   

 

 HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, Modrzynski J.  9, Hille 3, Bertram 1, Schuster 3, Böhme 5, Riedel, Thomas 2, Zipfel 3, Heistermann, Modrzynski T. 

 Strafwürfe:   Glauchau/Meerane 3/2        HVB 0

 Strafzeiten:  Glauchau/Meerane 4            HVB 0

 m.m

 

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Spielbericht: 12.09.2015

HV Böhlen - SV 04 Plauen-Oberlosa II 22:26 (10:14)

Festival der vergebenen Chancen

Im Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften scheiterten die Männer vom HVB an der mangelnden Verwertung der eigenen Torchancen. Die sehr körperbetonte Partie mit vielen Unterbrechungen, verlief nicht so wie sich das die Mannschaft und das Trainerteam vorgestellt hatten. Mit einer Wurfquote unter 50% kann man selten ein Spiel gewinnen, schon gar nicht in der Verbandsliga.   

Dabei stimmten die Rahmenbedingungen. Alle 14 Spieler waren einsatzbereit, die Zuschauer drängelten sich in der Halle und die zweite Männermannschaft hatte im Spiel davor ihren Spielpartner deklassiert. Beide Mannschaften gingen von Beginn an mit vollem Einsatz zu Werke. Die beiden Chemnitzer Schiedsrichter ließen viel laufen. Es wurde ein sehr hitziges Spiel. Die Böhlener gingen beim Stand von 6:5 erstmals in Führung. Robert Heistermann tankte sich auf der rechten Angriffseite durch die Reihen der Plauener. Das sollte aber die einzige Führung für die Einheimischen bleiben. Ab Mitte der ersten Halbzeit fanden die Wurfversuche der Gastgeber nur noch selten ihren Weg ins Tor. Die hatte zwei Ursachen. Erstens war der junge Plauner Torhüter (19) wirklich gut drauf und zweitens war die überwiegende Mehrzahl der Bälle auf das Tor der Gäste unvorbereitet. Mit vier Toren Rückstand für den HVB ging es in die Pause. „ Mehr Geduld beim Abschluss verbunden mit weniger Einzelaktionen, so die Aufforderung des Trainerteams“ Klappte zunächst auch gut. Oliver Bertram sorgte für mehr Ordnung im Positionsangriff. In der Abwehr hielten Eric Thomas und Karsten Hille die Lücken klein. Nach knapp 40 Minuten erneuter Ausgleich der Gastgeber (16:16/30.).  Die Partie wurde immer hitziger. Beide Teams schenkten sich nichts und spielten mit viel Einsatz. So ging es ausgeglichen in die Schlussphase des Spieles (20:21/50.). Doch während die Gäste wenigstens ab und zu den Ball in die Maschen wuchteten, lief es beim HVB nicht so. Die Chancen waren da, allein das Tor war vernagelt. Am Ende gingen die Punkte nach Plauen. Abwehr-und Torhüterleistung beim HVB waren o.k., aber in der Angriffsgestaltung muss gearbeitet werden.                 

 HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, Modrzynski 4, Hille 2, Bertram, Schuster 6/4, Böhme 3, Riedel, Thomas 1, Zipfel, Wagner 1, Meißner 1, Heistermann 4 

 Strafwürfe:   HVB 4/4       Plauen 4/3  

 Strafzeiten:  HVB 8          Plauen 6

 m.m

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Handball HVS Pokal: 06.09.2015

 

HSG Chemnitz          -          HV Böhlen                            27:35 (14:14)

Abgerechnet wird zum Schluss – HVB in Runde Zwei

 

Die Zwischenrechnungen waren, na ja, etwas gewöhnungsbedürftig. Am Ende setzte sich der Favorit aus der Verbandsliga aber klar durch. Zu groß waren in Summe die Unterschiede im Spielvermögen und der Kondition zwischen den beiden Mannschaften. Ein sehr gut aufgelegter Eric Thomas (7) ragte aus einer mit Licht und Schatten spielenden Mannschaft heraus.

 

Trainer können nur reden, Spieler müssen handeln. Als es nach nicht einmal 7 Minuten 4:2 für die Gastgeber stand, lösten sich die Worte aus der Kabinenansprache (Chemnitz ernst nehmen) wie Seifenblasen auf. Es brauchte etwa 15 Minuten, ehe der Böhlener Zug Fahrt aufnahm. Dann allerding sah es teilweise schon ganz ordentlich aus, was die Mannschaft auf das Parkett brachte. Neuzugang Erik Meißner fügte sich gut ein, die offensive Deckung verstellte die Passwege und die 2. Welle lief nicht schlecht. Böhlen führte mit 5:9 nach 21 Minuten. Doch die gut und fair kämpfende Mannschaft aus Chemnitz hielt dagegen. Die Gäste versiebten eine Chance nach der anderen und mit dem Pausenpfiff glichen die Einheimischen aus.

Nach dem Seitenwechsel lief es dann endlich besser. Einfache Bälle wurden abgefangen, Konter erfolgreich abgeschlossen und auch die Deckungsarbeit verdiente sich die Bezeichnung. Mitte der zweiten Halbzeit führten die Böhlener mit teilweise 10 Toren (21:31/45.) Die Partie nahm ihren erhofften Verlauf  aus der Sicht der Gäste. Das Trainerduo vom HVB probierte noch ein wenig aufstellungstechnisch herum. Ein paar Schlafwageneinlagen am Schluss führten zur Resultatsverbesserung für die Chemnitzer. Leider verletzte sich Daniel Böhme am Knöchel. Ob er nächste Woche zum Punktspielstart wieder fit ist, wird sich zeigen.          

 

Böhlen mit: Petzsch, Tilgner, Modrzynski 3, Hille 3, Bertram 2, Schuster 4 / 1, Böhme 1, Riedel 1, Thomas 7, Zipfel 5, Wagner 3, Meißner 3, Heistermann 4 

 

Strafwürfe:   Chemnitz 2/2           HVB 1/1       

Strafzeiten:   Chemnitz 2             HVB 0

m.m