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Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 25.11.2017 (11. Spieltag)

SG Leipzig/Zwenkau II - HV Böhlen 32 : 20 (14 : 11)

Rote Laterne in Böhlen gesichtet

Auch im letzten Punktspiel der Hinrunde gingen die Handballer vom HV Böhlen als zweiter Sieger vom Parkett. Der Tabellendritte aus Leipzig spielte in der zweiten Halbzeit seine personelle Überlegenheit clever aus. Mit drei mickrigen Punkten befinden sich die Böhlener auf dem 12. und damit letzten Platz der Verbandsliga West.

Als nach zehn Minuten die Gastgeber ihre erste Auszeit nahmen, stand es 6:4 gegen sie. Die deutlich dezimierten (Thomas/Arbeit, Meißner + Modrzynski/verletzt) Gäste aus Böhlen fanden gut in die Partie. Der kompakte defensive Abwehrriegel stand gut. Es wurde ordentlich zugepackt und verschoben. Der Mittelblock um Oliver Bertram hatte die Leipziger sehr gut im Griff. Im Angriff fanden die Bälle ihren Weg ins Ziel. Wuchtig und erfolgreich durch Felix Papsch und Karsten Hille. Soweit so gut. Acht Minuten vor der Pause, beim Stand von 10:9 für den HVB, dann die erste Konfusion. Völlig unnötige hektische falsche Entscheidungen im Angriffsspiel. Schnelle Abschlüsse, dazu unvorbereitet und in Unterzahl ließen die Leipziger zu leichten Kontertoren kommen. Mit 14:11 ging es in die Pause.

Kein weltbewegender Rückstand im Handball. Gute Stimmung in der Kabine, die Spieler merkten, hier geht was. War auch so für weitere 10 Minuten. Leider geht ein Spiel länger. Beim Stand von 20:17 um die 40. Minute, kam es zum Bruch im Spiel der Böhlener. Die Angriffe zu schnell und ohne Geduld auf die klare Wurfchance vergeben. Das Stimmungsbarometer sank merklich, genau wie das Selbstbewusstsein der Spieler. Die Leipziger fuhren einen Konter nach dem anderen. Sie spielten sich in einen kleinen Rausch. Am Ende eine viel zu hohe Niederlage. Und nun? Die Rote Laterne wird mindestens bis zum 06.01.2018 in Böhlen leuchten. Dann startet die Rückrunde. Es wird eine Herkulesaufgabe für die Mannschaft und den Trainer.

HV Böhlen: Tilgner, Schuster, Böhme 6, Heistermann 3/2, Papsch, Bertram, Gentsch, Hille 2, Jankowsky 2, Meszaros-Sobottka 1, Meißner 4, Thomas 5

Strafwürfe:   HVB    3/2              Leipzig / Zwenkau       4/2    

Strafzeiten:   HVB    2                 Leipzig / Zwenkau       0

m.m.

 

Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 18.11.2017 (10. Spieltag)

HV Böhlen -  SG Chemnitz HC  23 : 25 (12 : 11)

Eine ganz bittere Niederlage

Eine ganz bittere Pille müssen die Handballer vom HV Böhlen irgendwie verdauen. Praktisch auf der Ziellinie wurden sie von den Gästen aus Chemnitz noch abgefangen. Zwei sicher geglaubte Punkte schmolzen wie ein Stück Eis in der Sonne. Mit drei mageren Punkten aus 10 Spielen rutschen die Böhlener auf Platz 11 in der Verbandsliga West. 

Jeder der Sport treibt, kennt das Gefühl knapp unterlegen zu sein. Es wird um so schlimmer, wenn die Niederlage kurz vor dem Zielstrich perfekt wird. Es breitet sich pure Enttäuschung und Leere aus. So geschehen am Sonnabend in Böhlen. 55 Minuten führen die Böhlener in dieser Partie. Teils mit 3 Toren. Die Gäste aus Chemnitz sitzen die ganze Zeit den Einheimischen im Nacken. Wie ein Radfahrer im Windschatten. Man übernimmt die Führung und weiß genau, der in deinem Windschatten wartet nur auf den richtigen Moment. Er lässt sich einfach nicht abschütteln. Knappe Führung zur Halbzeit für den HVB. Nervosität in der Kabine. Doch der Wille hier und heute endlich den Sack zu zu machen ist bei allen Spielern da. Den Bindfaden hatte die Mannschaft öfters in Hälfte zwei in der Hand. Beispiel eins. Etwa die 38. Minute. Böhlen führt 17:14. Felix Tilgner hält, Konter frei vorm Chemnitzer Tor, vergeben. Gut das passiert. Aber. Beispiel zwei. Um die 50. Minute. Stand 20:17 für Böhlen. Wieder große Parade vom Böhlener Torwart. Drei Böhlener im Vorwärtsgang allein auf weiter Flur. Fehlabspiel, Gegentor. Statt 21:17 Führung, nur noch 20:18. Der Atem des Verfolgers ist zu spüren. Der Rest der Partie läuft gegen die Gastgeber. Wer nun zu welchem Zeitpunkt welchen Fehler gemacht hat, ist am Ende egal. Mannschaftssprecher Karsten Hille fand zum Schluss die besten Worte. „Was soll‘s Jungs, nächste Woche in Leipzig ist die nächste Chance“. Das Handballspielen und das Kämpfen hat die Truppe jedenfalls nicht verlernt.     

HV Böhlen: Tilgner, Schuster, Böhme 6, Heistermann 3/2, Papsch, Bertram, Gentsch, Hille 2, Jankowsky 2, Meszaros-Sobottka 1, Meißner 4, Thomas 5

Strafwürfe:   HVB    3/2              Chemnitz       4/2   

Strafzeiten:   HVB    2                 Chemnitz       0

 m.m.

 

Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 12.11.2017 (9. Spieltag)

HC Glauchau/Meerane II   -  HV Böhlen   29 : 27 (15 : 11)

Weiter, immer weiter..

Nach dem Spiel machte sich in der Kabine leichter Optimismus unter den Spielern vom HVB breit. Zwar hatte man gerade mit zwei Toren beim HC Glauchau/Meerane II den Kürzeren gezogen, die gezeigte Leistung war aber o.k. Die Böhlener bleiben weiter auf Platz 10 der Tabelle.

Sonntagabend 18:00 Uhr irgendwo in Sachsen. Genauer in Meerane. 13 Freizeitsportler mit Handlungsschwerpunkt Handball aus Böhlen und Umgebung, versuchen einen ziemlich verkorksten Saisonverlauf in den Griff zu bekommen. In Summe gelang das auch ganz gut. Leider gab‘s keine Punkte auf das klamme HVB Konto. Die Gastgeber legten mit hohen Tempo los. Wie vom Handballteufel verfolgt jagten sie über die Spielfläche. Mit Erfolg. Nach 10 Minuten stand es 6:3 für den Gastgeber. Dann gab es leider eine Szene auf die jeder Sportler getrost verzichten kann. Sportunfall. Böhlens Tim Modrzynski verdrehte sich das Knie. Er musste ins Krankenhaus. Gute Besserung. Erst gab es einen kleinen Knick im Spiel der Gäste. Dann machte sich eine „Jetzt erst recht“ Grundstimmung breit. Die Böhlener fingen an zu kämpfen. Genau diese Eigenschaft war zuletzt etwas verschüttet gegangen. Handball ist nun mal nichts für Zartbesaitete. Vier Tore Rückstand zur Pause ist machbar. Nach dem Seitenwechsel überraschen die Böhlener mit einigen Varianten im Angriff und Deckung. Es lief gut, aber eben nicht so gut das es am Ende etwas Zählbares gab. Daniel Böhme und Robert Heistermann harmonierten gut auf der rechen Seite, Karsten Hille überraschte mit kreativen Ideen aus dem Rückraum und dem Kreis. Martin Tilgner hielt wie gewohnt sehr gut. Leider unterliefen allen Beteiligten Spielern in Summe zu viele einfache Fehler. Am Ende musste man sich mit 29:27 geschlagen geben. Nächsten Sonnabend im letzten Heimspiel 2017 gegen Chemnitz bleiben die Punkte in Böhlen. Versprochen.  

HV Böhlen: Tilgner, Schuster, Böhme 5, Heistermann 5/1, Meißner 1, Papsch 3, Meszaros-Sobottka, Bertram, Gentsch, Hille 4, Thomas 2, Modrzynski 1, Jankowsky 6/2

Strafwürfe: HC 5/2                 HVB   3/3   

Strafzeiten: HC 2                    HVB   3

m.m.

 

 Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 04.11.2017 (8. Spieltag)

HV Böhlen   -   SV Plauen-Oberlosa 04 II   22 : 32 (11 : 17)

Erfolge lassen weiter auf sich warten

Nur 20 Minuten konnten die Böhlener gegen den Absteiger aus der Sachsenoberliga mithalten. Eine Unmenge vergebener Chancen brachte die Gastgeber um ein wesentlich besseres Resultat. Ob es am Ende für einen Punktgewinn gereicht hätte sei dahingestellt. Somit bleibt der HVB weiter auf Platz 10 hängen.

Wiedergutmachung, dass war es was die Mannschaft sich und ihren Anhängern angedacht hatte. Nach der hohen Pleite letzte Woche gegen die Zwönitzer, sollte es diesmal besser werden. Wurde es auch. Aber nur 20 Minuten. Da stand es noch 9:9 und die Partie war offen. Die Gäste aus dem Vogtland machten jedoch ordentlich Ballett. Wenn die beiden Halbangreifer in Schwung kamen, brannte es lichterloh in den Abwehrreihen der Böhlener. Doch Martin Tilgner hielt gewohnt gut und auch Erik Meißner (5) und Daniel Böhme(5) wuchteten ebenfalls den Ball ins Tor der Gäste. Torhüterwechsel bei Plauen und der wirkte. Die Böhlener trafen den Kasten nicht mehr und ab ging der Konter der Gäste. Die Rückzugsbewegung zu langsam, die Abwehrreihen noch unsortiert. Das Resultat, in 10 Spielminuten 8 Gegentreffer. Ernüchterung zur Halbzeit beim Stand von 17:11 für Plauen. Doch Handball ist schnelllebig und 6 Tore aufzuholen nicht unmöglich. An diesem Tage für die Böhlener aber schon. Die Spieler versuchten ihr Möglichstes. Das reichte aber in Summe nicht. Zu wenig handballerisches Licht und zu viel Schatten in Form von misslungenen Abschlüssen prägten die zweiten 30 Minuten. Der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Dann kam die „alte Leier“ wieder zum Vorschein. Einzelaktionen machten die Runde. Das funktioniert nicht in der Verbandsliga. Logischerweise blieb der zählbare Erfolg aus. Dass es schwer werden würde dieses Spieljahr zu bestehen, hatte man schon geahnt. Über den Einsatz und den Willen kann man einiges kompensieren. Nächste Woche gegen Glauchau/Meerane gibt es die nächste Möglichkeit.

Böhlen: Tilgner, Schuster, Böhme 5, Heistermann 3/2, Bertram, Gentsch 2, Hille 2, Schwittay 1, Jankowsky 1/1, Meszaros-Sobottka 1, Thomas, Modrzynski 1, Meißner 5

Strafwürfe:   HVB    5/3              Plauen          4/3    

Strafzeiten:   HVB    4                 Plauen          6

m.m.

 

 Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 28.10.2017 (7. Spieltag)

HV Böhlen     -  Zwönitzer HSV 1928   22 : 36 (10 : 14)

Grenzen aufgezeigt

Eine deutliche Heimniederlage mussten die Handballer vom HV Böhlen gegen den Aufstiegskandidaten aus Zwönitz hinnehmen. Mit einer überragenden Torhüterleistung hielt Martin Tilgner den HVB lange im Rennen. Am Ende war auch er machtlos. Somit bleiben die Böhlener in der unteren Etage der Tabelle.

Grenzerfahrungen können im Sport sehr erbaulich sein. Wenn man mit letzter Kraft auf einen Berg steigt, oben ist und dann die Aussicht genießen kann, ist das eine feine Sache. In der letzten Saison gewannen die Böhlener ziemlich überraschend gegen die Vogtländer. Diesmal erwies sich der Berg als deutlich zu hoch. In der ersten Halbzeit sah die Sache wirklich noch gut aus. Die Böhlener mussten viel Aufwand betreiben um den Ball im Netz der Gäste unterzubringen. Stabil, sehr beweglich und mit den entsprechenden körperlichen Voraussetzungen war eine Art Gummiwand zu überwinden. Mit viel Einsatz, Willen und Übersicht gelang es ziemlich gut. „Oldie“ Normen Jankowsky mit all seiner Routine und Youngster Philipp Schwittay überzeugten auf Seiten der Gastgeber in der Anfangsphase. Die Gäste zeigten aber, warum sie zum Favoritenkreis gehören. Im direkten eins gegen eins waren die Böhlener ständig einen Schritt zu spät. Doch eins gegen eins ist die Spezialität von Martin Tilgner im Tor. Er hielt was zu halten war und noch viel mehr. Mit nur 4 Toren Rückstand ging es in die Pause. Super Stimmung in der Kabine und das Gefühl hier geht noch was. Es ging noch was, aber nur 10 Minuten in der zweiten Hälfte. Bis auf drei Tore kamen die Böhlener heran (15:18/39.). Mehr sollte es nicht werden. Das Spiel entwickelte sich leider nicht wie gewünscht. Viel zu schnelle Abschlüsse in der Angriffsgestaltung und unnötige technische Fehler spielten den Gästen in die Karten. Einzig Daniel Böhme konnte die ominöse Gummiwand noch durchdringen. Am Ende fiel die Niederlage um einiges zu hoch aus. Nächste Woche gilt es alle Kräfte zu mobilisieren. Im dritten Heimspiel in Folge kommt der Absteiger aus der Sachsenoberliga, SV Plauen-Oberlosa II. Die Mannschaft ist guter Hoffnung hier was zu reißen.          

HV Böhlen: Tilgner, Nitschke, Böhme 6, Heistermann 3/2, Papsch 3, Bertram, Gentsch 1, Hille 3, Schwittay 2, Jankowsky 4,

Strafwürfe:   HVB    3/2              Zwönitz         3/3    

Strafzeiten:   HVB    1                 Zwönitz         2

m.m.

 

 Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 21.10.2017 (6. Spieltag)

HV Böhlen   - HSG Sachsenring  26 : 21 (13 : 12)

Na endlich – HV Böhlen bezwingt den Aufsteiger

Vor stimmungsvoller Kulisse gelang den Handballern aus Böhlen der lang ersehnte erste Doppelpunktgewinn der laufenden Saison. Ein sehr gut aufgelegter Felix Papsch (9) ragte aus einer disziplinierten Mannschaftsleistung noch heraus. Die „Rote Laterne“ sind die Böhlener vorerst los. In der Tabelle geht es rauf auf Platz 10.

Handballer sind auch nur Menschen. Und wie jeder Mensch brauchen auch Sportler ab und zu ein Erfolgserlebnis. Davon hatte die erste Männermannschaft vom HV Böhlen bis jetzt wenig, bis gar keine. Stimmung, Selbstbewusstsein, das Vertrauen in das eigene Vermögen, das alles leidet darunter. Schließlich will man sich ja in seiner Freizeit über Dinge freuen und nicht noch mit ihnen rumärgern. Am Sonnabend war der Aufsteiger aus Hohenstein-Ernstthal erstmals in Böhlen zu Gast. Zwei Unentschieden hatte die Gäste bis Dato auf dem Habenzettel. Also auch nicht gerade überragend. Los ging‘s 19:00 Uhr in der alten Sporthalle am Bad. Und wie es los ging für den Gastgeber. Quasi mit dem Anpfiff machte die neu formierte linke Seite viel Druck. Der wiedergenesene Normen Jankowsky (LA) und Felix Papsch (RL) garantierten eine 7:3 Führung nach 8 Minuten. Auszeit Sachsenring, half nichts. Bis auf 11:5 zogen die Böhlener nach 20 Minuten davon. Sah gut aus, fühlte sich gut an, war auch optimal. Die Gäste präsentierten ein recht einfallsloses Kreuzen vor der Deckung. Die Handballsonne schien prächtig auf die Spieler vom HVB. Wahrscheinlich um keinen Sonnenbrand zu bekommen, holte das Team um Karsten Hille ein paar Wolken. Leider entpuppten sich diese Wolken als ausgemachte Gewitterfront. Zwischen der 20 und 35. Minute verloren die Einheimischen den Faden. Chancen waren da, nur traf man eben nicht ins Tor, sondern den Gästetorwart. Dazu gesellte sich zu viel Passivität im mittleren Aufbaublock. Die Gäste witterten Morgenluft und zum entsetzten der Fans vom HVB gingen die Gäste mit 16:15 (38.) in Führung. Ein Gewitter zieht, Gott sei Dank, schnell vorbei. Am kräftigsten schob dabei Stefan Gentsch (RA) in der zweiten Halbzeit. Erstmals mit längerer Einsatzzeit bedacht, nutzte er diese aus. Von 6 Würfen landeten 5 teilweise ziemlich spektakulär im Netz. Den Gästen ging in den letzten 10 Minuten etwas die Puste aus. Gegen 20:15 Uhr wanderten zwei wichtige Punkte auf das magere Konto der Böhlener. Lachende Spieler und freudige Zuschauer nach dem Schlusspfiff. Beides wurde lange nicht mehr in Böhlen beobachtet. Ein wichtiger Zwischenschritt ist gemacht. Zwei weitere Heimspiele stehen an. Auf geht’s Böhlen.       

HV Böhlen: Tilgner, Böhme 3, Heistermann 1, Meißner 1, Papsch 9, Meszaros-Sobottka, Bertram 2, Gentsch 5, Hille 1, Schwittay, Thomas 1, Jankowsky 3

Strafwürfe:   HVB    1/0              Sachsenring   1/0    

Strafzeiten:   HVB    0                 Sachsenring   1

m.m.

 

Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 14.10.2017 (5. Spieltag)

SG LVB II   -   HV Böhlen  45 : 29 (19 : 13)

Debakel beim Titelaspirant

Eine am Ende sehr deutliche Niederlage mussten die Handballer vom HV Böhlen am 5. Spieltag der Verbandsliga West hinnehmen. Zwischen der 50. Und 60. Minute entwickelte sich die Partie zu einem Fiasko aus Böhlener Sicht. Erstmals seit den Aufstieg vor 5 Jahren hat die Mannschaft die Rote Laterne im Zimmer stehen.

Es gibt Spiele, da entwickelt man als Spieler und Trainer das Gefühl, möge doch die Zeit schnell verrinnen. Der Wunsch hat leider keine Chance gegen Naturgesetze. Als die Böhlener Spieler, Mitte der zweiten Halbzeit, trotz aller Anstrengungen mitbekamen, dass man gegen diese Leipziger Mannschaft kaum eine Chance hat, ging nichts mehr. Dabei war die 1. Halbzeit gar nicht mal so schlecht. Die stark ersatzgeschwächten Böhlener (Thomas, Modrzynski, Jankowsky fehlten) hielten ganz gut dagegen. Die schnellen und wendigen LVB Spieler wirbelten vor der Abwehr herum und schufen Lücken im Deckungsgefüge. Doch Martin Tilgner hielt gut und auch die Böhlener trafen. Bis zum 9:7 (19.) sah alles noch ganz schick aus. Zur Halbzeit nicht mehr so ganz. Aber 6 Tore sind nun auch kein Beinbruch. Nach dem Seitenwechsel, in der nagelneuen Sporthalle vom Thomas-Gymnasium Leipzig, (keine Anzeige!, kein Harz) rappelten sich die Böhlener auf. Karsten Hille feuerte seine Mannschaft an, Daniel Böhme traf, genau wie Felix Papsch. Beim Stand von 22:19 (41.) nahm LVB die Auszeit. Danach kamen sie wie verwandelt auf das Parkett. Kaum noch Lücken in der Abwehr und extrem schnelle Umschaltspiel, ließ den Vorsprung anschwellen. Ab der 50. Minute ging dann nichts mehr beim HVB. Fast jeder Wurfversuch wurde geblockt und mit einem Konter bestraft. Nächsten Sonnabend gibt es die Chance zur Rehabilitation. Zu Hause empfängt man den Aufsteiger aus Hohenstein Ernsttahl.        

HV Böhlen: Tilgner, Nitschke, Böhme 5, Heistermann 3, Meißner 5, Papsch 5, Meszaros-Sobottka 2, Bertram 1, Gentsch, Hille 7, Schwittay 1

Strafwürfe:   SG LVB II 5/4          HVB    2/1   

Strafzeiten:   SG LVB II 0             HVB    2

m.m.

  

Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 23.09.2017 (4. Spieltag)

HV Böhlen   -  SV Lok Leipzig – Mitte  31 : 32 (17 : 12)

HV Böhlen wartet weiter auf den ersten Erfolg

Denkbar knapp verloren die Handballer vom HV Böhlen ihr zweites Heimspiel der Saison. Nach toller erster Halbzeit liefen die zweiten 30 Minuten suboptimal. 20 Gegentore in einem Spielabschnitt sind einfach zu viel. Damit bleiben die Böhlener im Tabellenkeller stecken.

Dabei fing das Spiel wie ein kleines Böhlener Handballmärchen an. Die Einheimischen überrannten in der Anfangsphase die Gäste aus Leipzig. Genau das, was in den ersten drei Spielen nicht funktioniert hatte, ordentlich aus den Startlöchern zu kommen, funktionierte. Deckungsarbeit samt Torhüter super, Wurfausbeute fast bei 100%. Nach knapp sechs Minuten nahmen die Gäste schon ihre erste Auszeit. Es stand 7:2 für den HVB. Nach der Auszeit wurde es nicht wirklich besser für die Leipziger. Sie zogen vom Einsatz her an, aber der HVB warf die Tore (14:7/18.). Daniel Böhme war nicht zu halten und endlich fielen auch Tore von der Kreisposition. Als kleine taktische Überraschung ließ Coach Matthias Mielke mit zwei Kreisläufern agieren. Doch jede Überraschung ist irgendwann keine Überraschung mehr. Die Gäste stellten sich nach etwa 20 Minuten darauf ein und kamen langsam in Tritt. Mit fünf Toren plus ging es in die Pause.

Endlich sah man mal wieder lachende Gesichter in der Kabine der Gastgeber. War damit die Spannung und Konzentration weg? Ein weites Feld für Psychologen und Sportwissenschaftler. Nach knapp 15 Minuten in der zweiten Hälfte war der schöne Vorsprung dahin (24:24/39.). Die Gäste agierten wesentlich einsatzfreudiger. In ihrer Kabine hat sicher keiner gelacht. Mit voller Wucht gingen sie in die Zweikämpfe und agierten teils mit permanenten 7 Feldspielern. Das wiederum stellte die Böhlener Deckung vor einige Rätsel. Es lief wieder auf eine fulminante Schlussphase hinaus. Schön für den Spannungsbogen, aber schlecht für den Blutdruck und die Herzkranzgefäße der Zuschauer. In der 57. Minute kam dann die Chance für Böhlen zur eventuellen Vorentscheidung. 29:28 Führung und Lattenkreuztreffer von Eric Thomas. Gegenzug und Ausgleich für Leipzig. So schnell geht Handball. Am Ende stand eben ein Tor mehr bei den Leipzigern auf der Anzeigetafel . Die zweite Niederlage mit einem Tor nach vier Spielen. Der Handballgott scheint anderweitig beschäftigt zu sein. Erst in drei Wochen steht das nächste Spiel an. Es lief nicht alles schlecht in den ersten vier Spielen. Ein guter Saisonstart sieht trotzdem anders aus.  

HV Böhlen: Tilgner, Nitschke, Böhme 6, Heistermann 8/3, Meißner 5, Papsch 2, Meszaros-Sobottka 3, Bertram, Thomas 5, Gentsch, Hille 2

Strafwürfe:   HVB    3/3     Lok Mitte 4/3

Strafzeiten:   HVB    7        Lok Mitte 2

m.m.

 

Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 16.09.2017 (3. Spieltag)

HSG Rückmarsdorf - HV Böhlen 35 : 24 (17 : 10)

Rückmarsdorfkomplex schlägt wieder zu

Auch nach dem dritten Spiel warten die Männer vom HVB weiter auf den ersten Doppelpunktgewinn. Nach einer völlig desaströsen Anfangsphase war das Spiel beizeiten entschieden. Ohne Harz an den Händen und Karsten Hille in der Deckung war nix zu holen in dieser Partie.

Naturgesetze haben ihre Namen aus der Gewissheit, dass sie immer zutreffen. Im Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften geht seit Jahren die HSG als Sieger von der Platte. Es schein sich so eine Art Handballnaturgesetz herauszubilden. Na ja, jedenfalls flogen die ersten drei Versuche der Böhlener, den Ball auf das Tor der Rückmarsdorfer zu bekommen, Richtung Nirwana. Anders die Gastgeber. Mit langen Ballstafetten zogen sie die Deckung der Böhlener wirkungsvoll auseinander und netzten meist aus Nahdistanz ein. Keine Chance für Martin Tilgner im Tor der Gäste. Nach 21 Minuten stand es 15:4 gegen den HVB. Ja 11 Tore mehr für die HSG. Es drohte ein richtig heftiges Debakel. Dass es nicht ganz so schlimm kam lag am langsam erwachenden Selbstbehauptungswillen der Böhlener. Bis zur Pause erzielten die Böhlener immerhin noch 6 Tore, die HSG nur noch 2. Es ging doch.

Im zweiten Spielabschnitt passierte nicht mehr viel. Zu keinem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass dieses Spiel noch eine andere Richtung nehmen könnte. Dazu war die Deckungsarbeit der Böhlener einfach nicht gut genug.

Und nun? War es der berühmte Ausrutscher, DAS schlechteste Spiel der Saison? Nächsten Sonnabend in Böhlen werden wir schlauer sein. Fakt ist, dass eine Leistungssteigerung her muss, um in der Verbandsliga zu bestehen.

HV Böhlen: Tilgner, Böhme 1, Heistermann 5/3, Meißner 3, Modrzynski 3, Papsch 2, Meszaros-Sobottka 3, Bertram 2, Thomas 1, Schwittay 2, Gentsch 2

Strafwürfe: HSG 4/3 HVB 5/3 

Strafzeiten: HSG 2 HVB 7

m.m.

 

Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 09.09.2017 (2. Spieltag)

HV Böhlen  -  HSG Rottluff / Lok Chemnitz  24 : 24  (11 : 13)

Erster Punktgewinn vor stimmungsvoller Kulisse

In einer äußerst dramatischen Schlussphase erkämpften die Handballer vom HV Böhlen ihren ersten Punkt der noch jungen Saison. Daniel Böhme gelang 26 Sekunden vor dem Schlusspfiff der Ausgleich für den Gastgeber. In den dramatischen Schlussminuten konnte man Angst um die Stabilität der altehrwürdigen Sporthalle in Böhlen bekommen. Die Zuschauer feuerten ihre Mannschaft mit ohrenbetäubendem Lärm an.

Es gibt ja so Filme, in denen sich bestimmte Szenen immer wiederholen. Diesmal traf das auf das zweite Punktspiel der Böhlener zu. Abwehrarbeit ganz gut, Angriffsgestaltung ausbaufähig, mal vorsichtig ausgedrückt. Wie letzte Woche in Döbeln taten sich die Spieler schwer, den Ball erfolgreich im Netz der Gäste unterzubringen. Die Wurfversuche zu unplatziert, der Ball nicht flüssig unterwegs, es war Sand im Getriebe vom HVB. Die Chemnitzer teils mit 4 Toren nicht unverdient in Führung. Mitte der ersten Halbzeit gab es folgerichtig einige Änderungen im aktiv tätigen Personal der Böhlener. Felix Papsch und Normen Jankowsky besetzten die linke Angriffsseite. Das brachte mehr Bewegung gegen die sehr offensiv agierende Chemnitzer Deckung. Mit exakt dem gleichen Halbzeitergebnis (11:13) wie letzte Woche ging es in die Kabine.

Mehr Köpfchen und Mut forderte Trainer Matthias Mielke. Aber es wurde zum Geduldsspiel bis in die Schlusssekunden. Die Chemnitzer immer wieder mit dem gleichen Prinzip. Ewig langer Spielaufbau, einschläfern der Deckung und dann plötzlicher Tempowechsel. Bis auf 14:19 (42.) bauten sie den Vorsprung aus. Im Schlussgang dann aber doch noch die Gastgeber. Mit viel Willen (Papsch), körperlichen Einsatz (Modrzynski) und handballerischer Klasse (Jankowsky) kam der HVB Tor um Tor heran. Martin Tilgner steigerte sich enorm im Tor. Wie feiner Sand zwischen den Fingern verrann allerdings die Spielzeit für die Gastgeber. Nur noch 90 Sekunden auf der Uhr und Böhlen zwei Tore hinten. Daniel Böhme mit dem Anschlusstreffer. Hektik machte sich auf beiden Seiten breit. Die Fehlerquote stieg. Noch 33 Sekunden zu spielen. Auszeit HVB und nochmal Konzentration. Abräumen über die Aufbaupositionen und wieder netzte Daniel Böhme zum kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich ein. Am Ende freuten sich die Böhlener sicher mehr über das erkämpfte Unentschieden als die Gäste. Die Schlussphase sollte Mut machen für die kommenden Aufgaben. Ein neues Gesicht feierte seine Premiere auf der Bank von Böhlen. Jonas Nitschke aus der A-Jugend vom HVB stand als zweiter Torhüter mit zur Verfügung. 

HV Böhlen: Tilgner, Nitschke, Böhme 5, Heistermann 1, Jankowsky 3, Meißner 2, Modrzynski 2, Papsch 8/4, Hille 1, Meszaros-Sobottka, Bertram 1, Thomas 1

Strafwürfe: HVB 5/4 Chemnitz 2/1

Strafzeiten: HVB 4 Chemnitz 4

m.m.

 

Spielbericht Verbandsliga 2017/2018 - 03.09.2017 (1. Spieltag)

HSG Neudorf /Döbeln II - HV Böhlen 24 : 23 (13 : 11)

Unnötige Auftaktniederlage

Durch eine völlig verkorkste Anfangsphase brachten sich die Handballer vom HVB völlig unnötig in die Verfolgerrolle. In der zweiten Hälfte klebte ihnen auch noch das Wurfpech am Ball. So kam eins zum Anderen. Am Ende musste man sich dem Aufsteiger knapp mit einem Tor geschlagen geben.

Lange waren die Böhlener nicht mehr in Döbeln zu einem Punktspiel. Der sehr schöne Sportkomplex am Gymnasium Döbeln ist sicher ein Hallenjuwel in Sachsen. Hellwach der Aufsteiger, unkonzentriert die Böhlener. So verliefen die ersten zehn Minuten der Partie. Chancen im Minutentakt für beide Mannschaften. Nur trafen eben die Gastgeber und die HVB Würfe landeten neben dem Tor aus sechs Meter. Das muss man auch erst mal hinbekommen. Mit Absicht macht das natürlich keiner, aber ärgerlich ist dies allemal (7:2 /9.). Langsam fing sich die Mannschaft vom HVB. Die löchrige, zum Teil viel zu passive Deckung stabilisierte sich. Es klemmte weiterhin im Angriff. Nach 18 Minuten dann die notwendige Auszeit beim Stand von 10:4. Einige Korrekturen in der Aufstellung und der Versuch eines Neustartes. Erik Meißner netzte endlich ein. Tim Modrzynski versuchte mehr Struktur in die Laufwege zu bringen. Bis zur Pause kam die Mannschaft bis auf zwei Tore heran.

Eigentlich ein psychologischer Vorteil für den Verlauf der zweiten Halbzeit. Eigentlich. Denn wieder fanden die Würfe nicht ihren Weg ins Tor der Gastgeber. Die Chancen waren da. Ständig war der Pfosten, Latte oder der Torhüter im Weg. Neben Erik Meißner behielt nur der Jüngste im Team die Nerven. Tom Meszaros-Sobottka (17 Jahre) erzielte insgesamt 7 Tore in seinem ersten Punktspiel bei den „Großen“. Daneben überzeugte in der zweiten Halbzeit auch Robert Heistermann mit viel Einsatz. Leider kamen die Gastgeber durch individuelle Fehler immer wieder zu Toren. Kaum aus dem Spielfluss heraus, meist durch Einzelaktionen. So kam es in den letzten 3 Minuten zum Finale. Endlich schafften die Böhlener den viel umjubelten Ausgleich zum 22:22 /57. Dann hielt Martin Tilgner im Tor großartig den nächsten Ball der HSG. Der HVB hatte den Ball, konnte also vorlegen. Wurde nichts mit damit. Führung HSG, anschließend Ausgleich und wieder Führung für den Gastgeber. Alles innerhalb von 60 Sekunden. 10 Sekunden vor dem Schlusssignal erkämpfte Daniel Böhme noch einen Strafwurf. Im Konter wurde er unsanft zu Fall gebracht. Rote Karte Döbeln, verworfener Strafwurf für den HVB. Hängende Köpfe bei den Gästen und natürlich viel Jubel beim Gastgeber. In Summe war das Spiel vom HVB besser als letzte Woche in Plauen. Darauf gilt es aufzubauen.

HV Böhlen: Tilgner, Böhme 1, Heistermann 4, Jankowsky 1, Meißner 7, Modrzynski 1, Papsch, Hille 1/1, Meszaros-Sobottka 7/2, Gentsch, Bertram 1, Thomas

Strafwürfe: HSG 1/1 HVB 6/3 

Strafzeiten: HSG 4 HVB 3

m.m.

 

Spielbericht 1. Pokalrunde: 26.08.2017

HC Einheit Plauen - HV Böhlen 25 : 30 (14 : 13)

Böhlener Handballer erreichen die zweite Runde

Dank einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit zogen die Handballer vom HV Böhlen in die zweite Runde des HVS Pokals. Durch einen energischen Endspurt bezwangen sie den Gastgeber von Einheit Plauen II aus der Bezirksliga Chemnitz.

Wie in allen Mannschaftssportarten sind die Pokalrunden etwas Besonderes. Es spielen Mannschaften gegeneinander, die oft im normalen Spielbetrieb nicht aufeinandertreffen. Die Spiele laufen manchmal anders ab, als auf dem Papier zu erwarten ist. So auch an diesem frühen Nachmittag. Die Plauener hatten nichts zu verlieren und starteten sehr gut in die Partie (3:0/6.). Die Gäste brauchten einige Zeit, um sich zu finden. Dass es bei den Böhlenern personelle Veränderungen gab, machte sich natürlich bemerkbar. Es wäre auch ungewöhnlich wenn nicht. So gab es einige Abstimmungsprobleme sowohl in der Abwehr als auch in der Angriffsgestaltung. Es braucht halt Zeit, sich aufeinander einzustimmen. Kein Trainingsspiel ersetzt wirklich den Wettkampf. Mit einem Tor lag der HVB zur Pause hinten.

Wirklich ernsthafte Sorgen musste man sich um die 42. Minute machen. Die Böhlener sündigten nach dem Seitenwechsel mit ihren Chancen. Plauen zog mit 4 Toren in Führung (21:17). Auszeit und diverse Umstellungen sollten für Abhilfe sorgen. Und es funktionierte. Der Ball lief wesentlich schneller in der Vorwärtsbewegung. Alle Mannschaftsteile steigerten sich deutlich. Karsten Hille motivierte seine Nebenleute, Felix Papsch (8) schonte sich nicht und ging in die kleinste Lücke. Erfreulich auch der Jüngste im Team. Der erst 17-jährige Tom Meszaros-Sobottka aus der A-Jugend vom HVB, überzeugte mit 100% Wurfausbeute und erzielte 5 Tore. Emotional eine gelungene Generalprobe für den Punktspielstart nächste Woche. Spielerisch gibt es sicher noch einige Luft nach oben. 

HV Böhlen: Tilgner, Böhme 3, Heistermann 3/1, Jankowsky 2/1, Meißner 1, T. Modrzynski, Papsch 8, Hille 8/2, Meszaros-Sobottka 5

Strafwürfe: HC Plauen II 3/2 HVB 7/4 

Strafzeiten: HC Plauen II 4 HVB 0

m.m.