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Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 08.04.2017 (21. Spieltag)

HV Böhlen          -  HSG Rückmarsdorf  24 : 31 (13 : 14)

Ergebnis passt nicht zum Spiel

Vor toller Kulisse schafften es die Handballer vom HV Böhlen erneut nicht, die Gäste aus Rückmarsdorf zu bezwingen. Bei dem über weite Strecken ausgeschriebenen „Zeitstrafenlotto“ der beiden Unparteiischen, zogen die Böhlener in der hektischen Schlussphase nur Nieten. Jan Modrzynski (9), Eric Meißner (5) und Karsten Hille (4) überzeugten auf Seiten der Gastgeber.

Handball ist eine körperbetonte Ballsportart. Sie macht richtig Spaß vor vielen Zuschauer, einem sportlich fairen Spielpartner und zwei Schiedsrichtern, die das Spiel unauffällig leiten. Die ersten beiden Punkte waren am Sonnabendnachmittag in Böhlen gegeben. Punkt drei nicht. Die Gäste aus Leipzig traten etwas ersatzgeschwächt an. Für sie ging es eigentlich um nichts mehr. Die HSG platziert sich im guten Mittelfeld. Doch der sportliche Ehrgeiz treibt auch sie an. So entspann sich eine spannende und auf gutem Niveau stehende erste Halbzeit. Böhlen meist mit einer knappen Führung. Die Mannschaft wollte den zahlreichen Zuschauer und Sponsoren eine gute Partie liefern. Tat sie auch. In den ersten 25 Minuten blitzte die Schnelligkeit von Jan Modrzynski immer wieder erfolgreich auf. Dazu kamen aus der Fernwurfzone die Ballgeschosse von Erik Meißner. Soweit so gut. Aber, es war nicht alles Gold was glänzt.
Der „Angriffsadler“ der Böhlener war „Linkslastig“, sprich Gefahr für das Tor der HSG kam zum großen Teil nur über die linke Angriffsseite. Darauf kann man sich einstellen. Und das taten die Gäste in der zweiten Hälfte auch. Nach dem Seitenwechsel leichte Vorteile für Rückmarsdorf. Während die Böhlener recht schnell ihre Angriffe abschlossen, mit einer hohen Fehlerquote, spielten die HSG lange. Mit viel Geduld warteten sie auf die Lücke. Mitte der zweiten Halbzeit wurde es richtig hektisch. Klar, die Böhlener wollten unbedingt den zwei Tore Rückstand (21:23/46.) noch aufholen. Gut gemeinte Einzelaktionen führten aber nicht zum Erfolg. Die beiden Unparteiischen starteten jetzt ihre Eingangs genannte „Zeitstrafenlotterie“. Statt mit den Spielern zu kommunizieren, wie es in der Verbandsliga Gang und Gebe ist, überschwemmten sie beide Mannschaften geradezu mit Strafen. Das Ende der Partie ist bekannt. Die gut gemeinte offensive Deckung vom HVB in der Schlussphase brachte nichts mehr ein. Nach dem Spiel klang der Abend an der Sporthalle mit Zuschauern, Freunden und Bekannten feucht fröhlich aus.        

HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, J. Modrzynski 9, Bertram, Böhme 2, Zipfel, Hille 4, Jankowsky 1, Papsch, Heistermann 3/1, Meißner 5
Strafwürfe:          HVB 1/1      HSG   6/4                     
Strafzeiten:          HVB 10        HSG   6
m.m

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 01.04.2017 (20. Spieltag)

HSG Freiberg II           -  HV Böhlen  32 : 23 (16 : 11)


Nichts zu holen in Freiberg


Gegen einen stark aufspielenden Gastgeber hatten die Männer vom HV Böhlen keine Chance. Die Mannschaft mühte sich, bekam aber die Aufbaureihe der Gastgeber nie in den Griff. Am Ende setzte es eine deutliche Niederlage.


Bei schönstem Wetter ging es am Sonnabend für die Böhlener zum Tabellendritten nach Freiberg. Schon das Hinspiel in Böhlen hatte der Gastgeber für sich entscheiden können. Die Geschichte sollte sich wiederholen. Nach verpennter Anfangsphase (4:0), sah es in den ersten 30 Minuten noch ganz passabel aus. Erik Meißner erwischte einen Sahne Tag. Mit wuchtigen Distanzwürfen hielt er seine Mannschaft im Spiel. Insgesamt 10-mal brachte er den Ball im Gehäuse unter. Die Böhlener blieben dran. Es stand 12:10 für die HSG in der 24. Minute. Dann allerdings warf ein „Böser Handballgeist“ Sand ins Getriebe der Gäste. Das machte sich vor allen Dingen in der Abwehrarbeit bemerkbar. Die Abstimmung klappte nicht mehr. Der Pausenpfiff verschaffte dem HVB eine Verschnaufpause. Mit fünf Toren Rückstand ging es in die Kabine. Nach dem Wechsel erhöhten die Gastgeber das Tempo. Nicht im Umkehrspiel, sondern im Positionsangriff. Die drei Aufbauspieler kreuzten im Verbund mit dem Kreisläufer so lange, bis sich eine klare Möglichkeit ergab. Dabei sah die Abwehrarbeit beim HVB nicht gut aus. Eine Lehrstunde für die Gäste. Am Ende verlor man deutlich in Freiberg.
Im letzten Heimspiel nächste Woche gegen die Rückmarsdorfer gilt es noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren.

HV Böhlen: Petzsch, J. Modrzynski 1, Bertram 1, Böhme, Zipfel 2, Hille 1, Jankowsky 1, Wagner 3, Papsch, Heistermann 4/4, T. Modrzynski, Meißner 10
Strafwürfe:          HSG   6/6    HVB 5/4                        
Strafzeiten:          HSG   3       HVB 3
m.m

 

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 18.03.2017 (19. Spieltag)

HV Böhlen - SG Leipzig / Zwenkau II    29 : 34 (15 : 14)


HVB weiter auf der Suche nach zwei guten Halbzeiten


Nach dem Auswärtserfolg letzte Woche in Plauen wollten die Handballer vom HVB diese Woche nachlegen. Es gelang nicht. In der zweiten Halbzeit ließ eine löchrige Deckung viel zu viele Bälle passieren. Die SG Leipzig/Zwenkau II entführte verdient beide Punkte aus Böhlen. In der Tabelle musste leider der Stammplatz 8 aufgegeben werden.
Eigentlich müsste an dieser Stelle die Geschichte vom „Hase und Igel“ erzählt werden. Die Story passt zumindest haargenau auf den Verlauf der zweiten Halbzeit aus Böhlener Sicht. Im ersten Abschnitt des Spieles war noch alles ganz schick. Die Gäste hatten zwar den besseren Start (0:3/4.), aber nach 12 Minuten gingen die Einheimischen mit 7:6 in Führung. Schnell, variabel und einsatzstark präsentierte sich die Mannschaft. Das schnelle Umkehrspiel klappte gut. Die Gastgeber leisteten sich in Summe weniger Fehler. Tore fielen reichlich auf beiden Seiten. Auch weil die Torhüter nix zu fassen bekamen. Knappe Führung zur Pause für den HVB. Die Stimmung in der Halle top. Mit einem Lächeln ging es in die Kabine.
Der Gesichtsausdruck verschwand aber ganz schnell nach Wiederanpfiff. Im Bemühen das Tempo aufrecht zu erhalten, unterlief erfahrenen Spielern katastrophale Abspielfehler im Vorwärtsgang. Die Gäste kamen innerhalb von 120 Sekunden zu 3 Toren. Das wirkte wie ein psychologischer Todesstoß. Von diesem Trauma erholte sich die Mannschaft während der gesamten zweiten Hälfte nicht mehr. Die Leichtigkeit war dahin. Die SG Zwenkau/Leipzig ließen im Positionsangriff den Ball sehr schnell und klug zirkulieren. Zwanzigmal klingelte es im Kasten der Böhlener. In Summe zu viel an diesem Tag, um die zahlreichen Zuschauer in einer stimmungsvollen Atmosphäre mit einem Heimerfolg zu beglücken. Jetzt sind erstmal zwei Wochen Pause. Zeit um einige Unstimmigkeiten vielleicht zu beheben.


HV Böhlen: Tilgner, J. Modrzynski 7, Böhme, Meißner 2, Hille 4, Zipfel, Bertram 1, Papsch 3, Heistermann 7/5, Jankowsky 1, Thomas 2, Schuster
Strafwürfe: HVB 6/5      SG 3/2
Strafzeiten: HVB 4       SG 5
m.m

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 11.03.2017 (18. Spieltag)

HC Einheit Plauen II   -  HV Böhlen   26 : 37 (15 : 20)

HVB gewinnt gegen die Reserve von Einheit Plauen

Beim Tabellenschlusslicht gelingt den Handballern vom HV Böhlen endlich der lang ersehnte Doppelpunktgewinn. Jan Modrzynski war mit 14 Treffern der überragende Spieler beim HVB. Nach nervösen 15 Anfangsminuten gelang am Ende doch noch ein überzeugender Erfolg.

Am Sonnabend ging es zum am weitesten entfernten Spielort in der Verbandsliga, nach Plauen. Beim Tabellenschlusslicht wollte die ziemlich verunsicherte Mannschaft vom HV Böhlen zurück in die Erfolgsspur finden. Wie angekratzt das Nervenkostüm der Spieler war, zeigte sich in der ersten Viertelstunde des Spieles. Nicht viel bis gar nichts lief zusammen. Gegen eine sehr junge Mannschaft aus der Spitzenstadt wackelte diesmal die Abwehr der Böhlener. 9 Gegentore kassierte die Mannschaft in 10 Minuten. Auszeit Böhlen. Einige Korrekturen in der Aufstellung brachten die nötige Stabilität. Wie schon letzte Woche klappte meist auch das schnelle Umkehrspiel. Pfeilschnell waren Normen Jankowsky (Passgeber) und Jan Modrzynski (Vollstrecker) in der Spur. Im Unterschied zur letzten Woche landeten die Bälle diesmal im Tor. Mit fünf Toren Plus ging es in die Pause.
Jeder wusste, dass dies noch keine Vorentscheidung war. Im Handball kann vieles sehr schnell passieren. Mit dem festen Willen, sich dieses Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen zu lassen, gingen die Spieler vom HVB die zweite Hälfte an. Und es klappte. Einheit konnte zu keinem Zeitpunkt nennenswert verkürzen. Der Vorsprung wuchs langsam aber stetig an. Die Plauener hatten sich zwar auf das schnelle Spiel der Böhlener eingestellt, aber im Positionsangriff trafen dann die Rückraumschützen der Gäste. Erleichterung machte sich nach dem Abpfiff breit. Mit 15 Punkten belegt die Mannschaft weiter Platz 8. Nächste Woche kommt die SG Zwenkau/Leipzig nach Böhlen. Mal sehen was noch geht.       

HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, J. Modrzynski 14, Böhme 3, Meißner 5, Hille, Zipfel 2, Bertram 1, Papsch 2, Heistermann 7/5, Jankowsky 1, T. Modrzynski 2

Strafwürfe:   Plauen 0    HVB 5/5
Strafzeiten:   Plauen 3    HVB 1

m.m

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 04.03.2017 (17. Spieltag)

HV Böhlen - SSV Chemnitz - Rottluff     22 : 23 (13 : 13)

Ganz bittere Lektion für den HVB

Nach dieser unnötigen Heimniederlage stecken die Handballer vom HVB in einer echten Krise. Erneut kann die Mannschaft nicht gegen eine Mannschaft punkten, die hinter ihnen in der Tabelle steht. Das massenhafte vergeben von Chancen in der zweiten Halbzeit ist sinnbildlich für das angespannte Nervenkostüm der Spieler. Trotzdem bleibt der HVB weiter auf Platz acht der Verbandsliga.

Viel Wasser ist seit dem letzten Doppelpunktgewinn der Böhlener Handballer die Pleiße hinuntergelaufen. Am Sonnabend sollte es gegen den Aufsteiger aus Chemnitz endlich mal wieder mit einem Erfolg klappen. War aber nicht so. Dabei ging es locker und gelöst ins Spiel. Eine aktive 5:1 Deckung mit Normen Jankowsky auf der Spitze funktionierte gut. Das geforderte schnelle Umkehrverhalten setzte die Mannschaft sehr gut um. Schnell lagen die Einheimischen deutlich in Führung (13:9/20.). Alles war dabei. Kontertore durch Jan Modrzynski, wuchtige Fernwürfe von Felix Papsch und eine wie immer hervorragende kämpferische Einstellung von Robert Heistermann, der seine Teamkameraden mitriss. Doch leider eben nur 20 Minuten. Wieder ein Bruch im Spiel. Das hohe Tempo machte einige Wechsel notwendig, so ein Versuch die 10-minütige Torflaute zu erklären. Aber es standen ja keine Jugendspieler auf dem Parkett, sondern gestandene Böhlener Verbandsligaspieler. Chemnitz kam kurz vor dem Pausenpfiff zum schmeichelhaften Ausgleich.
Betretene Gesichter in der Kabine der Gastgeber. Logische Handlung von Böhlens Coach nach dem Seitenwechsel, wieder mit der erfolgreichen Aufstellung der ersten 20 Minuten zu beginnen. Zunächst entwickelte sich die Partie in die gewünschte Richtung. Der HVB meist in Führung und mit deutlichen spielerischen Vorteilen. Aber die Führung konnte nie entscheidend ausgebaut werden. Mitte der zweiten Halbzeit steigerte sich der Chemnitzer Torwart erheblich und nagelte sein Tor zu. Stöhnend mussten die zahlreichen Zuschauer mit ansehen, wie Böhlen eine Chance nach der anderen vergab. Allein 4 Konter und ein vergebener Strafwurf zwischen der 43. Und 58. Minute sprechen Bände. Es war zum Verzweifeln. Das Nervenkostüm der Spieler wurde immer dünner.  Und so kam es, wie es eben an so einem Tag kommen musste. Aus einer 20:18 (47.) Führung entwickelte sich ein 20:22 (58.) Rückstand. Die Böhlener konnten zwar noch einmal ausgleichen, aber der letzte Treffer des Spieles gelang den Gästen. Sie freuten sich verständlicherweise riesig.

HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, J. Modrzynski 4, Böhme, Schuster 3/2, Meißner, Hille 2, Zipfel, Bertram 1, Papsch 4, Heistermann 2, Jankowsky 3, Wagner 3

Strafwürfe:          HVB 4/2      SSV 5/3
Strafzeiten:          HVB   5       SSV 5

m.m

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 25.02.2017 (16. Spieltag)

SV Schneeberg  -  HV Böhlen   25 : 25 (13 : 17)

Blamage in Schneeberg knapp abgewendet

Nach einer konfusen 2. Halbzeit konnten die Böhlener Handballer mit dem Punktgewinn in Schneeberg noch zufrieden sein. Felix Papsch erzielte eine Minute vor dem Abpfiff den 25:25 Ausgleichstreffer. Platz 8 in der Verbandsliga West bleibt weiterhin für den HVB reserviert.

Es gibt so Memory Spiele, wo man Begriffspaare bilden muss. Etwa sauer und süß oder witzig und ernst. Für das Auswärtsspiel der Böhlener Handballer am Sonnabend bieten sich folgende Paare an: dominant und rezessive oder auch sehr gut und grottenschlecht. Damit ist im Wesentlichen schon der Verlauf beider Halbzeiten beschrieben.
Gute erste Halbzeit von Karsten Hille und Co. gegen den Abstiegskandidaten aus Schneeberg. Die Deckung aufmerksam und flink auf den Beinen, mit einem gut aufgelegten Martin Tilgner zwischen den Pfosten. Das Umkehrspiel nicht optimal, aber ganz ordentlich. Fünf Kontertore sprechen dafür. Das große „Aber“ lag im Bereich der Chancenverwertung. Statt mit 10 Toren führte der HVB zur Halbzeit nur mit 4 Toren. Das Gefühl, den Gastgeber im Griff zu haben, bestand aber schon in der Kabine. Diese Einschätzung hatte ehrlicherweise auch Coach Matthias Mielke und wechselte durch. Schließlich will man als Freizeitsportler nicht umsonst am Sonnabendnachmittag nach Schneeberg kutschen.
Ein Fehler, wie sich am Verlauf der zweiten Halbzeit herausstellte. Nach nicht mal 30 Sekunden ein völlig unnötiges Foul irgendwo an der Mittellinie. Unterzahl und Bruch im Spiel der Böhlener. Die Schneeberger probierten es mit einer ungewohnten 4:2 Deckungsvariante (Rückraum Links und Rückraum Rechts werden zeitig attackiert) und hatten Erfolg. Es herrschte Konfusion in der Angriffsgestaltung vom HVB. Das Fehlen von Tino Wagner als ordnende Hand in der mittleren Aufbauposition machte sich an dieser Stelle stark bemerkbar. In der Verbandsliga kann man eigentlich kaum so offensiv in der Abwehr spielen. Die Gastgeber machten es ganz geschickt. Die sich bietenden Räume konnte kein HVB Spieler effektiv nutzen. Mitte der zweiten Halbzeit schaffte Schneeberg den 20:20 Ausgleich. Von da an war es auf beiden Seiten ein offener Schlagabtausch. Die Deckungsreihen wurden immer unsortierter, die Fehler häuften sich. Die Böhlener hatten in der Schlussphase ein paar Mal Glück. Einige Würfe der Einheimischen landeten am Pfosten. So teilten sich die Mannschaften am Ende ein gerechtes Unentschieden.

HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, J. Modrzynski 4, Böhme 3, Schuster, Meißner 2, Hille 3, Zipfel 2, Thomas 1, Bertram 1, T. Modrzynski, Papsch 3, Heistermann 6/3, Jankowsky

Strafwürfe:          Schneeberg 5/4    HVB 3/3
Strafzeiten:          Schneeberg 5       HVB   6
m.m

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 05.02.2017 (15. Spieltag)

SG Chemnitzer HC  -  HV Böhlen  25 : 22 (11 : 09)

Harte Landung auf den Boden der Realität

Diese Auswärtsniederlage schmerzt doppelt. Erstens wäre sie absolut vermeidbar gewesen und zweites fielen die Punkte an eine Mannschaft die hinter den Böhlenern in der Tabelle liegt. Nach dem Seitenwechsel lief beim HVB 15 Minuten fast nix zusammen. In der Tabelle bleiben die Böhlener weiter auf Platz 8 mit 12:18 Punkten. Ausbaufähig.

Der Mensch an sich ist ja ab und zu eine sehr zwielichtige Gestalt. Einige seiner Handlungen sind rational nicht zu erklären. Die rund 170 Mrd. Gehirnzellen entwickeln manchmal ein nicht zu planendes Eigenleben. So geschehen auch am Sonntagabend in der Sachsenhalle Chemnitz zu Beginn der zweiten Halbzeit. Zunächst Teil eins vom Spiel. Die Böhlener wussten aus dem Hinspiel, dass es eine sehr körperbetonte Partie werden würde. Mitte der ersten Halbzeit hatten die Spieler vom HVB sich darauf eingestellt (4:4/12). Die beiden Schiedsrichter ließen viel laufen. Doch es fehlte der Schwung von den Halbpositionen. Die Chemnitzer klebten an der 6m Linie in der Abwehr. Die Räume extrem eng am Kreis für Karsten Hille und Eric Thomas. Da muss es eben aus der Fernwurfzone einschlagen. Machte es aber nur sporadisch. Magere 9 Tore verbuchten die Böhlener zur Pause. Da die Gastgeber auch nicht viel mehr zu Stande brachten, war das Spiel weiter offen. Durchaus zuversichtliches Gemurmel in der Kabine vom HVB. Vielleicht war es zu leise oder was auch immer.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging auf einmal gar nichts mehr. Die Böhlener produzierten einen Fehlwurf nach dem anderen. Technische Fehler schlichen sich ein, die Chemnitzer nahmen die Geschenke gerne an. Kopfschüttelnd zog Coach Matthias Mielke die Grüne Karte und nahm ein paar Umstellungen vor. Ja, und die Mannschaft fing endlich an zu kämpfen. Doch es zog sich hin, die Aufholjagd. Immer wieder landete der Ball sonst wo, nur nicht im Tor. Auch hatten die beiden Unparteiischen nicht ihren besten Tag. Nachdem sie in den ersten 30 Minuten sehr großzügig pfiffen, war eine klare Linie jetzt nicht mehr zu erkennen. Erst in der 57. Minute kam die echte Chance das Spiel noch zu drehen. Beim Stand von 23:21 hatten die Böhlener Strafwurf. Es sollte eben nicht sein an diesem Tag. Drei Wochen Spielpause stehen an. Zeit, sich für die Endphase der Verbandsliga zu rüsten.


HV Böhlen: Tilgner, J. Modrzynski 5, Böhme 2, Schuster 2/2, Meißner 3, Wagner 2, Hille, Zipfel 3, Thomas 1, Bertram 2, T. Modrzynski, Papsch 2

Strafwürfe: Chemnitz  4 / 3    HVB 4 / 2
Strafzeiten: Chemnitz  3          HVB 5         
m.m

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 28.01.2017 (14. Spieltag)

HV Böhlen -  SG LVB Leipzig II   27 : 31 (14 : 15)

Nur eine gute Halbzeit reicht nicht

Eine ziemlich zerfahrene zweite Halbzeit besiegelte die erste Niederlage der Böhlener in der Rückrunde der Verbandsliga West. Nach sehr gutem Start konnte die Mannschaft das Niveau nicht halten. Am Ende entschieden Kleinigkeiten gegen den HVB. In der Tabelle ging es einen Platz runter. Mit 12:16 Punkten belegt die Mannschaft Platz 8.

Mit Feuer ging es in die Partie. Der HVB gewillt den Rückenwind aus den letzten beiden Partien zu nutzen, kam super in das Spiel hinein. Tolle Abwehrarbeit und ein schnelles Umschaltspiel brachte die Gastgeber schnell mit 6:2 (8.) in Front. Ging das zu leicht oder waren die Gäste überrascht vom Angriffswirbel? Was auch immer die Ursachen waren, Hochstimmung bei Böhlen und Konzentration bei den Gästen. Die gingen nach der Auszeit wesentlich konsequenter zu Werke. Mit Wucht und langen Ballstafetten kamen sie recht leicht zu Torerfolgen. Nach 20 Minuten war es soweit. Ausgleich zum 11:11. Kurz vor der Pause gelang ihnen sogar die Führung. Ernüchterung in der Kabine beim Gastgeber. Man hatte schon das Gefühl, hier steht eine sehr gut organisierte LVB Mannschaft auf dem Parkett. Nicht zu vergleichen mit dem Hinspiel (30:30), als die Mannschaft nach einem Umbruch durch den Abstieg aus der Sachsenliga sich noch finden musste.
Es wurde eine enge Kiste in der zweiten Halbzeit. Angetrieben durch den vorbildlich kämpfenden Robert Heistermann blieben die Böhlener dran. Doch sie mussten viel Aufwand betreiben für den Torerfolg. So flüssig wie in den letzten beiden Spielen lief es nicht im Angriff. Beim Stand von 24:25 und eigenem Strafwurf war die Chance zum Ausgleich da. Sie blieb ungenutzt. Wie auch einige andere klare Möglichkeiten. Das Hauptproblem war jedoch die Abwehrleistung, denn in Summe sind 27 erzielte Tore nicht schlecht. Immer wieder schafften die „Straßenbahner“ ihren Mittelblock in Wurfposition zu bringen. Es sollte an diesem Tag nicht sein. Am Ende waren sie einen Tick besser. Abhaken das Spiel gilt es für die Spieler vom HVB. Man hat schließlich nicht gegen irgendeine Mannschaft verloren. Nächste Woche am Sonntagabend gegen den HC Chemnitz (10.) gilt es wieder, mit klarem Kopf zu spielen. Und das nach dem DHFK – Fasching. Na dann los.


HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, J. Modrzynski 6, Böhme, Schuster 2/2, Meißner 5, Wagner 4, Hille 2, Heistermann 2, Zipfel 2, Thomas 4, Bertram, T. Modrzynski

Strafwürfe:      HVB 4/2    LVB II 4/4
Strafzeiten:     HVB 3      LVB II 4

m.m

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 22.01.2017 (13. Spieltag)

HC Glauchau/Meerane II  - HV Böhlen  29 : 30 (15 : 15)
Tabellenführer gestürzt

Jubel, Trubel, Heiterkeit am späten Sonntagabend in Meerane. Die Handballer vom HV Böhlen hatten gerade den Ersten der Verbandsliga denkbar knapp mit einem Tor bezwungen. Ausgelassen hüpften 16 erwachsene Männer übers Spielfeld. Mit diesem Auswärtserfolg festigt die Mannschaft ihren Platz im Mittelfeld und belegt weiter Platz 7.

Handballfrühlingsgefühle mitten im Winter von Böhlen. Nach dem grandiosen Erfolg letzte Woche gegen Zwönitz, legten die Randleipziger nach. In einer hart umkämpften Partie gingen die Böhlener erneut als Gewinner vom Parkett. Wie das? Es war eine Mischung aus Willen, Können und ein bisschen Glück bei der Wahl der aktiven Spieler. Erstmals standen Coach Matthias Mielke 15 Spieler zur Verfügung. Somit konnte er 13 auf das Spielprotokoll setzen und je nach Entwicklung den 14. Spieler nachtragen. Macht flexibel, ist aber menschlich nicht so einfach. Beide Mannschaften gingen mit voller Wucht zu Werke. Die groß gewachsenen Gastgeber mit einer extrem defensiven 6:0 Deckung machten es den Böhlenern schwer, Lücken zu finden. Da hilft nur viel Bewegung und keine Angst vor Körperkontakt. So ist das nun mal im Handball. Der körperlich kleinste im Böhlener Team machte es am effektivsten. Jan Modrzynski kassierte viel Körperkontakt, machte in Summe aber 6 Tore durch sein extrem schnelles Einlaufen. Keine Mannschaft hatte in den ersten 30 Minuten in Summe wirklich einen Vorteil. Mit Unentschieden ging es in die Pause. Kurze Verschnaufpause und ein „Weiter so“ in der Kabine vom HVB.
Was beim Gastgeber zur Pause gelaufen war, entzieht sich unserer Kenntnis. Fakt ist, dass der Trainer vom HC nach gespielten 3:28 Minuten die grüne Karte auf den Kampfrichtertisch warf und seine Spieler hörbar zusammen stauchte. Die Böhlener hatten 3 Tore erzielt und lagen mit 18:15 in Führung. Und nun ging sie los, die Verfolgungsjagt. Die Gäste verteidigten mit allen zur Verfügung stehenden Mittel die Führung. Die Umstellung auf eine 5:1 offensivere Deckungsvariante machte sich positiv bemerkbar. Norman Jankowsky verteidigte sehr intelligent auf dieser Position. Trotzdem gelang Mitte der zweiten Halbzeit dem HC der Ausgleich (24:24). Bei Böhlen war Eric Thomas nicht mehr mit dabei. Er kassierte einen rot aussehenden Pappzettel. Kann man geben, muss man nicht. Nervosität machte sich breit beim erfolgsverwöhnten Team vom HC. Sie hatten seit 2 Jahren kein Heimspiel mehr verloren. Es schlichen sich Fehler ein, Hektik machte sich breit. Martin Petzsch im Böhlener Kasten hielt super. Als Robert Heistermann das leere Tor der Gastgeber (7.Feldspieler) in der 56. Minute traf, Böhlen mit 28:26 führte, machte sich allmählich Zuversicht breit, dass Spiel tatsächlich gewinnen zu können. So war es dann auch. Der Schlusspfiff ging schon im allgemeinen Jubel unter. Die mitgereisten Fans machten ordentlich Krach.
Fazit: LVB Leipzig kann sich nächste Woche in Böhlen warm anziehen.    

HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, J. Modrzynski 6, Böhme 1, Jankowsky 1, Schuster, Meißner 3, Papsch 2, Wagner 4, Hille 3, Heistermann 4, Zipfel 4, Thomas 2, Bertram,
Strafwürfe: HC 3/2        HVB 0      

Strafzeiten: HC 4           HVB 5
m.m

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Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 14.01.2017 (12. Spieltag)

HV Böhlen -  Zwönitzer HSV 1928   34 : 29 (17 : 19)
Neujahrsüberraschung in Böhlen

Der Ausflug in die Leipziger Tieflandbucht entpuppte sich für die Sportfreunde aus Zwönitz als sportliches Desaster. Die Böhlener ihrerseits spielten vielleicht die beste Partie in ihrer vierjährigen Verbandsligageschichte. Dass sie einen der Aufstiegsfavoriten zu Hause dermaßen in die Schranken weisen konnten, ist schon sehr ungewöhnlich. In der Tabelle geht es rauf auf Platz 7.

Wer kennt das nicht. Es gibt Tage, da weiß man schon beim Aufstehen, das wird heute nix. Liegen bleiben wäre das Richtige. Oder eben anders herum, ich könnte die Welt (Handballwelt) einreißen. Mit dieser zweiten Gefühlsregung sind am Sonnabend wohl alle Handballer aus Böhlen aus den Federn gekommen. Es knisterte in der Kabine. Dreizehn Handballer wollten nach vier Wochen Pause endlich wieder „richtigen“ Handball spielen. Und sie spielten los wie ein Haufen „junger Wilder“. Die mit einem großen Reisebus gekommenen Gäste fühlten sich etwas überrannt von der Anfangsoffensive der Böhlener. Die Einheimischen führten bis um die 20. Spielminute ständig. Das was in der Hinrunde oft gefehlt hat, rein in die Lücken auch wenn es weh tut, klappte diesmal sehr gut. Der körperliche Einsatz stimmte bei allen, absolut. In der Schlussphase der ersten Hälfte kamen dann auch die Zwönitzer in Fahrt. Es blitzte die handballerische Klasse der Mannschaft auf. Schnelle Ballwechsel, verdeckte Kreisanspiele und einen Rückraumschützen vom feinsten. Zu schnell für den Mittelblock der Böhlener, zu präzise die Würfe für die Torhüter. In der Halbzeitpause die Schnellanalyse von Coach Matthias Mielke. „Angriffsleistung super, für die Deckung müssen wir uns was einfallen lassen“.
Der Einfall kam, in Form vom HVB Eigengewächs Tim Modrzynski (18). Der junge, 1,92 m große Mann bildete zusammen mit Karsten Hille, Felix Papsch und Erik Meißner einen ziemlich massiven „Böhlener Wall“. An denen bissen sich die Gäste zunehmend die Zähne aus. Auch in der Angriffsgestaltung legten die Gastgeber noch eine Schippe drauf. Daniel Böhme zeigte, was wirklich in ihm steckt, Jan Modrzynski fand die kleinste Lücke und Tino Wagner warf nicht scharf, aber mit Auge. Das Spiel entschied sich zwischen der 43. und 52. Minute. Aus einem 24:25 machten die Böhlener ein 29:25. Die Halle kochte. Man verstand sein eigenes Wort kaum. DJ S. Block ließ es nach jedem Tor musikalisch krachen. Etwa 150 Zuschauer veranstalteten einen Höllenlärm. Ob die Zwönitzer das beindruckte sei dahingestellt. Ihnen gelang jedenfalls nicht mehr viel. Auch eine eher halbherzig gespielte Manndeckung in der Schlussphase brachte nichts mehr. Ausgelassen tanzten Spieler / Trainer nach dem Abpfiff und ernteten viel Beifall für die gezeigte Leistung.
Nächste Woche beim Tabellenführer Glauchau/Meerane wird sich zeigen, ob das eine Eintagsfliege war oder nicht.

HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, J. Modrzynski 5, Böhme 5, Jankowsky 1, Schuster 2/2, T. Modrzynski 1, Meißner 5, Papsch 2, Wagner 5, Hille 3, Heistermann 3, Zipfel 1

Strafwürfe:   HVB 2 / 2   Zwönitz   3 / 3                     
Strafzeiten: HVB 5        Zwönitz    6

m.m

 

Saisonhalbzeit bei den Verbandsligahandballern vom HV Böhlen


Der Mensch setzt sich Ziele. So ist er nun mal. Ohne diese Motivationsbringer setzt meist unbewusst Stagnation ein. Die Handballer vom HV Böhlen sind da keine Ausnahmen.
Im 4. Jahr der Zugehörigkeit zur zweithöchsten sächsischen Handballliga wollte die Mannschaft weg vom Saisonziel Klassenerhalt. Also wurde das Ziel „obere Tabellenhälfte“ ausgegeben. Die Bilanz zur Halbzeit ist dagegen eher ernüchternd. Platz 8 mit nur 8 Pluspunkten spricht eine andere Sprache. Was ist schief gegangen im Herbst 2016?
Erste Ursache: Die stark schwankende Anwesenheit der 14 Spieler, sowohl zum Training als auch zu den Punktspielen. Nur an zwei Punktspieltagen konnte Coach Matthias Mielke auf alle Spieler zurückgreifen. Damit einhergehend stellten sich schwankende Leistungen ein. Es kamen viele private und berufliche Gründe zusammen, die es so in dieser Häufung in den letzten Jahren nicht gab. Nix zu ändern, so ist das nun mal bei einer Amateurmannschaft. Durchschnittlich 1,5 Trainingseinheiten absolvierten die Spieler pro Woche. Dies ist im absoluten unteren Bereich der Verbandsliga. Die meisten Mannschaften in der Staffel trainieren offiziell 3x pro Woche.
Zweite Ursache: „Zu viele Köche…“  Jeder weiß, was damit gemeint ist. Um Struktur und Verantwortlichkeiten klar zu definieren, wurde ein Mannschaftsrat ins Leben gerufen. Tino Wagner, Karsten Hille und Eric Thomas wurden gewählt. Sie beraten gemeinsam mit dem Trainer alle Dinge, was Trainingsinhalte und Wettkampf betrifft.
Dritte Ursache: Mangelnder körperlicher Einsatz einiger Spieler in ihren Angriffsbemühungen. Handball ist ein sehr körperbetonter Sport. In der Verbandsliga mit einer ungleich höheren Intensität als auf Bezirksebene. Das sollte sich jeder vor Augen halten, der auf diesem Niveau spielen möchte.
Und nun? Lösungen wurden schon aufgezeigt. Das Saisonziel korrigiert und der Realität angepasst. Es lautet wieder Klassenerhalt und wenn es gut läuft Mittelfeldplatz. Im Vergleich zu allen anderen Mannschaften ist der HV Böhlen ein kleiner Verein aus einer kleinen Stadt. Das sollten sich alle Beteiligten vor Augen halten. Wir spielen gegen Mannschaften aus Städten wie Plauen, Chemnitz oder Glauchau/Meerane, die meist einen großen leistungsorientierten Jugendbereich hinter sich haben. Also Kopf hoch und auch ein wenig stolz sein auf das Erreichte. Einen Ruf hat sich der Handballstandort Böhlen inzwischen überregional schon aufgebaut. Hier sind viele Zuschauer zu den Heimspielen, es ist Stimmung in der Halle. Die meisten Mannschaften und Schiedsrichter kommen gerne hier her an die Pleiße am Stadtrand von Leipzig.
m.m.

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Tino Wagner, geht dahin wo es weh tut!

 

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 03.12.2016 (11. Spieltag)

HV Böhlen            -  SV Lok Mitte - Leipzig 22 : 21 (12 : 10)
Vorgezogene Bescherung in Böhlen

Aufatmen kurz vor Weihnachten bei den Handballern vom HV Böhlen. Ein wie verwandelt aufspielender Gastgeber bezwang denkbar knapp die Gäste aus Leipzig. Ein überragender Martin Petzsch im Tor und eine kämpferische Mannschaftsleistung verhalfen dem Team zum Doppelpunktgewinn. In der Tabelle ging es hoch auf Platz 8.

Nicht alle Bewohner in der Nähe von Leipzig verkrümelten sich am Sonnabendabend in die Red Bull Arena zum Schalke Spiel. Nein, in der gut gefüllten kalten (16 Grad) „Arena Böhlen“ sahen etwa 120 Zuschauer ein hochspannendes Verbandsliga Handballspiel. Und ja, es gibt noch andere Sportarten, wo man nicht mit dem Fuß an den Ball treten muss, sondern die Hand bevorzugt wird.
Zum Spiel selber. Die Mannschaft vom HVB war/ist auf der Suche nach der Leichtigkeit der letzten Saison. Drei Niederlagen in Folge, magere 6 Punkte und mitten drin in der Abstiegszone. So die düsteren Vorzeichen. „Wesentlich mehr körperlichen Einsatz und den Willen dorthin zu gehen wo es weh tut“, so die Hauptforderung von Coach Matthias Mielke. Es begann zäh. Gute Abwehrarbeit, schlechte Wurfquote, so die ersten 15 Minuten. Die Böhlener lagen mit 4:6/16. hinten. Aber der Einsatz und die Stimmung waren da. Die hochgewachsene sehr flexible Deckung der Gäste stand gut. Die Fernwurfschützen der Gastgeber hatten es schwer. Es ging also nur über permanentes Kreuzen und eins gegen eins Situationen. Der nicht gerade für seine Wurfkraft bekannte Tino Wagner machte es den anderen vor. Würfe knapp am Gegenspieler vorbei oder in die Lücke gehen. Zwei blitzsaubere Kontertore kurz vor dem Halbzeitpfiff von Jan Modrzynski brachten die Einheimischen zur Pause in Vorhand. Nur nicht nachlassen, so der allgemeine Tenor in der Kabine.
Mit Volldampf ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Felix Schuster traf aus der Ferne, Karsten Hille vom Kreis. 15:11 und Auszeit Leipzig nach 36 Minuten. Dann begann ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten. Schiedsrichter (Neugersdorf – ruhig, sachlich), Trainer, Zuschauer und natürlich die Akteure. Beide Mannschaften spielten mit vollem Körpereinsatz. Es krachte ordentlich auf dem Parkett, aber alles im Rahmen des erlaubten. Oliver Bertram hielt die Deckung zusammen, Martin Petzsch im Tor 3 Strafwürfe. Die Halle kochte. Niemanden hielt es mehr auf den Plätzen. In der heiß umkämpften Schlussphase holte Felix Papsch zwei Strafwürfe heraus. Beim Stand von 22:21 mussten die Böhlener noch 30 Sekunden Ballbesitz der Leipziger überstehen. Es passte an diesem Tag. Der Mannschaft und dem Trainer fiel ein Stein vom Herzen. Jetzt ist erstmal lange Pause. Erst am 14.01.2017 beginnt die Rückrunde. Zeit genug sich Gedanken zu machen warum die Hinrunde so gelaufen ist, wie sie gelaufen ist.

HV Böhlen: Petzsch, Rudolph, J. Modrzynski 4, Bertram, Böhme 2, Jankowsky 1,  Schuster 7/4, T. Modrzynski, Meißner 1, Papsch 1, Wagner 3, Thomas, Hille 3
Strafwürfe:       HVB 4/4      Lok-Mitte     5/2                     
Strafzeiten:      HVB 3        Lok-Mitte 3
m.m

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 26.11.2016 (10. Spieltag)

HSG Rückmarsdorf - HV Böhlen  34 : 23 (17 : 09)
Unter die Räder gekommen in Leipzig

Wie ein Haufen begossener Pudel schlichen die Spieler und der Trainer vom HV Böhlen am späten Sonnabendabend vom Parkett. Nach einem mutlosen Auftritt in Leipzig gewannen die Gastgeber auch in dieser Höhe verdient. Für die Böhlener ging es weiter einen Platz nach unten in der Tabelle. Platz 10 ist im Augenblick für sie reserviert.

Ein Gespenst geht um, nein nicht in Europa, aber in Böhlen. Das Abstiegsgespenst. Lange wurde es nicht mehr gesichtet. Unerwartet und plötzlich ist es da. Das sollte sich jeder Spieler vor Augen halten, der zukünftig für den HVB auf dem Feld steht. Viel gibt es ohnehin nicht zu berichten. Von Beginn an hatten die Gastgeber die Partie im Griff. Nach 7 Minuten führten die Rückmarsdorfer schon mit 6:2. Auszeit Böhlen und mahnende Worte vom Coach, einen Gang hoch zu fahren. Leider wurde der Gang nicht gefunden. Selbstzweifel machten sich breit. Ja sicher, mit Tino Wagner, Karsten Hille und Eric Thomas fehlten DIE tragenden Spieler bei den Böhlenern. Im Angriff klappte nicht viel, bis gar nichts. Fehlwürfe über Fehlwürfe mit einem Ball ohne Klebemittel. Selbstzweifel machten sich breit. Zum Teil sicher verständlich. Es hilft aber nichts in Selbstmitleid zu versinken. Zur Pause war die Partie durch. Mitte der zweiten Halbzeit kam dann doch nochmal ein kämpferisches Aufflackern vom HVB. Bis auf 5 Tore (22:17/43.) konnte die Mannschaft den Rückstand verkürzen. Zu mehr war sie an diesem Tag nicht in der Lage. Die Leipziger waren eine ganze Klasse besser.
Am kommenden Sonnabend steht das letzte Punktspiel der Hinrunde an. Vielleicht gelingt ja noch ein positiver Abschluss gegen die Mannschaft von Lok Leipzig Mitte.

HV Böhlen: Petzsch, J. Modrzynski 2, Bertram, Böhme, Zipfel 3, Jankowsky 4,  Schuster 3/3, T. Modrzynski 1, Meißner 5, Papsch 5
Strafwürfe: HSG   6/5    HVB 3/3                        
Strafzeiten: HSG   0       HVB 4
m.m

 

 

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 12.11.2016 (8. Spieltag)

SG Leipzig/Zwenkau         II  -  HV Böhlen   26 : 22 (13 : 10)

Ein gebrauchter Spieltag für den HVB

Hinten Top, vorne Flopp. So in etwa lässt sich das Spiel am späten Sonnabendabend in Leipzig zutreffend beschreiben. In der Partie zweier gleichwertiger Mannschaften entschied am Ende die mangelnde Durchschlagkraft gegen die Böhlener. Der HVB bleibt zwar weiter auf Platz 6, aber mit nur 2 Punkten Abstand zum Tabellenzehnten. Gemütlicher ist was anderes.

Grundlage für das Gewinnen einer Handballpartie bildet die Deckungsarbeit. So eine alte, sehr alte Grundregel im Handball. Gut, Eric Thomas und Co hielten die Leipziger schön in Schach. Jedoch geht ein Handballspiel selten bis nie, Null zu Null aus. Ich muss also den Ball irgendwie in des Gegners Netz bringen. Wie, ist im Endergebnis egal. Nur rein müssen die Dinger. Als nach elf Minuten HVB Coach Matthias Mielke die erste Auszeit nahm, stand eine jämmerliche 2 auf der Anzeigentafel für die Gäste. „Jungs wir haben (wieder) ein Problem mit der Chancenverwertung“. Zwei Strafwürfe und zwei 1:1 Situationen wurden liegengelassen. In der folgenden Spielphase ging es dann etwas besser. Bis auf 10:9 (24.) kamen die Böhlener heran. Trotzdem ging es schleppend. Die Mannschaft musste viel Aufwand betreiben für ein Tor. Das Fehlen der etatmäßigen Fernwurfschützen Erik Meißner, Felix Schuster und Felix Papsch war nur schwer zu kompensieren. Die Spieler, um die wieder gut aufgelegten Tino Wagner und Daniel Böhme versuchten es, allerdings mit wechselndem Erfolg. Der 6:0 Block der Leipziger war groß, schnell auf den Beinen und nicht gerade zimperlich. Die sehr großzügig pfeifenden Chemnitzer ließen viel laufen. Zu viel in manchen Augen. Drei Tor Rückstand zur Pause ist noch nicht die Welt.
Mit dem wagen Gefühl hier geht noch was, ging es in die zweite Hälfte der Partie. Mit vollem Einsatz versuchten die Böhlener, das Spiel zu drehen. Erneut Anschlusstreffer zum 19:18 (45.). Die Abwehr samt Torhüter weiter sehr gut, der körperliche Aufwand für den Torerfolg weiter enorm. Das Spiel an sich jetzt ziemlich zerfahren, oder zerpfiffen, je nach Sichtweise. 9 Strafzeiten hagelte es in kurzer Zeit, nach einem nicht erkennbaren System für beide Mannschaften. Nach 60 Minuten waren die Leipziger in Summe die Besseren und gewannen verdient. Was am Ende beim HVB fehlte, waren die sogenannten einfachen Tore und ein wenig Glück. Kein einziger Konter klappte. Drei weite Pässe in die Arme des Gastgebers, fünfmal den Ball schon abgefangen und durch Unachtsamkeit oder einfach Pech noch verloren. Ein gebrauchter Abend für die Mannschaft.   

HV Böhlen: Petzsch, Haugk, J. Modrzynski 2, Bertram, Böhme 4, Zipfel 3, Hille 4, Jankowsky 3/2, Thomas 2, Wagner 3, T. Modrzynski 1

Strafwürfe: SG     2/2             HVB   4/2   
Strafzeiten: SG     3                 HVB   6
m.m

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 05.11.2016 (7. Spieltag)

HV Böhlen    -     HC Einheit Plauen II   31 : 21 (14 : 09)

Überzeugender Heimauftritt vor toller Kulisse

Eine geschlossene Mannschaftsleistung über 60 Minuten bildete den Grundstein für den ersten deutlichen Erfolg der Saison. Martin Petzsch im Tor und Tino Wagner erwischten einen „Sahnetag“. Damit positioniert sich die Mannschaft vorerst auf Platz 6 der Verbandsliga.

Was macht man gegen die allgegenwärtige Herbstdepression? Handball spielen in einer hellen Halle, angefeuert vom zahlreichen gut gelaunten Zuschauern. Die Temperaturen in der altehrwürdigen Halle am Freibad sorgten zwar nicht gerade für Tropenfeeling, aber gut, die Spieler sollten ja rennen. Taten sie auch. Und das diesmal über 60 Minuten. Ein höheres Tempo war eine der Hauptforderungen von Coach Matthias Mielke aus den letzten Spielen. Da die Gäste mit ziemlich dünnem Kader in Böhlen aufliefen, nur 7 Feldspieler, war es eine Frage der Zeit, wann der Einbruch im Spiel für den Tabellenletzten kam. Bis zum 5:5 um die 10. Minute hielten sie das Spiel noch offen. Aber schon nach 14 Minuten lag die Grüne Karte auf dem Tisch. Böhlen führte mit 8:5. Drei schnelle erfolgreiche Angriffe in Folge verbuchte der HVB. Die Auszeit änderte nichts am Spielverlauf. Im Gegenteil, die Einheimischen dominierten die Partie. Tino Wagner sorgte diesmal für Struktur im Angriffsgeschehen der Böhlener, Eric Thomas und Karsten Hille hielten die Deckung zusammen. Der Vorsprung wuchs, aber eine Vorentscheidung zur Pause gab es nicht. Warum? Ganz einfach. Sechsmal hatte der Plauener Torhüter ein 1:1 Duell gewonnen. Bis zur Pause vergab der Gastgeber 5 Konter und einen Strafwurf.
Das änderte sich aber nach dem Wechsel. Nach überstandener Verletzung konnten erstmals seit langem wieder Felix Schuster und Robert Heistermann ins Geschehen eingreifen. Innerhalb von 15 Minuten wuchs der Vorsprung auf 10 Tore an. Martin Petzsch nagelte in dieser Phase sein Tor zu. Keinen Strafwurf konnten die Gäste verwandeln. Mitte der zweiten Halbzeit war das Spiel durch. Die Böhlener brachten die Partie gut zu Ende. Fast alle Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Jeder bekam seine Spielanteile und nutzte sie auch. So kann es weitergehen. Fünf Punkte aus den letzten drei Spielen ist o.k.

HV Böhlen: Petzsch, Rudolph,  J. Modrzynski 3, Bertram, Böhme 2, Heistermann 6 / 2, Meißner 3, Papsch 1, Hille 2, Jankowsky 5 / 2, Wagner 2, T. Modrzynski, Schuster 3, Thomas 4

Strafwürfe: HVB   6 / 4  Plauen 3/0
Strafzeiten: HVB   5       Plauen 5

m.m

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 29.10.2016 (6. Spieltag)

SSV Chemnitz - Rottluff   -   HV Böhlen   26 : 29 (13 : 13)

Auswärtserfolg beim Aufsteiger

Mit dem ersten Doppelpunktgewinn der Saison 16 / 17 kehrten die Handballer vom HV Böhlen am Sonnabend aus Chemnitz zurück. Gegen den Neuling in der Verbandsliga gewann man am Ende knapp mit drei Toren. Erfolgreichster Werfer bei Böhlen war Karsten Hille mit 7 Toren. Die Böhlener kletterten in der Tabelle einen Platz nach oben und belegen nun Platz 8.

Hobbys machen ja im allgemeinen Spaß, sollen sie auch. Wenn der Spaßfaktor verschwindet wird es problematisch. Die Motivation geht in den Keller, Erfolge müssen her. Am Sonnabend musste so ein Sieg für den HVB irgendwie an Bord gezogen werden. Es gelang, aber es war ein sehr holpriger Weg bis dahin. Der Spielverlauf glich haargenau dem von letzter Woche zu Hause gegen Schneeberg. Permanente Führung für den HVB über fast die gesamte Spielzeit, ohne sich entscheidend absetzen zu können. Die Chemnitzer mit einem Spielaufbau aus der Kategorie „Schlafwagenhandball“ schläferten die Gäste dermaßen ein, dass sich immer wieder Lücken im Abwehrverband auftaten. Wie ein schnell wirkender Virus ließen sich die Böhlener davon anstecken. Über 60 Minuten gelangen nur 2 Kontertore.

Patt zur Halbzeit und mäßige Stimmung in der Kabine vom HVB. Coach Matthias Mielke hatte nur einen Hinweis, Tempoverschärfung. Schnellere Passfolge in der Angriffsgestaltung und hellwach bleiben in der Deckung. Und es wurde schneller. Der Chemnitzer Trainer hatte wohl die gleichen Hinweise gegeben. Die Partie zog an, am Verlauf änderte sich nichts. Martin Petzsch im Tor und Felix Papsch (5) auf Halbrechts überzeugten bei den Gästen. So baute sich wieder in der Schlussphase der Spannungsbogen auf. Böhlen mit drei Toren in Führung (24:27/57.) Eigener Ballbesitz, alles gut. Doch statt clever etwas Zeit von der Uhr laufen zu lassen, nix da. Schneller Abschluss, Gegentor, Fehlabspiel, Anschlusstreffer, das ganze Programm eben, um einen Trainer in den Wahnsinn zu treiben. Am Ende erlösten Frank Zipfel und Tim Modrzynski die Mannschaft aus der Handballhölle, endlich.

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, J. Modrzynski 2, Bertram, Böhme 2, Zipfel 4/3,  Meißner 4, Papsch 5, Hille 8, Jankowsky 3/1, Wagner , T. Modrzynski 1

Strafwürfe: Chemnitz 7 / 5       HVB   6 / 4   

Strafzeiten: Chemnitz 3           HVB   5      

m.m

 

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 22.10.2016 (5. Spieltag)

HV Böhlen                   -        SV Schneeberg         32:32 (17:15)

Keine Gewinner beim Handballkrimi in Böhlen

Jubelnde Schneeberger, entsetzte Gesichter beim HV Böhlen. Mit dem Schlusssignal gelang den Gästen der Ausgleich zum 32:32. Den hatten sie in den 60 Minuten vorher nicht einmal geschafft. Mit mageren 2 Punkten liegen die Böhlener weiter auf Platz 9 der Verbandsliga West.

Ordentliche Drehbücher zu schreiben ist gar nicht so einfach. Die guten dann auch noch umzusetzen, sicher noch schwieriger. Der Handballkrimi am späten Sonnabend in Böhlen plätscherte über weite Strecken so dahin. Zu Hause, ein Grund die Fernbedienung in die Hand zu nehmen. Nach den zuvor recht dürftigen Leistungen der Handballer vom HVB, beherrschten sie 55 Minuten die Gäste aus Schneeberg. Super Anfangsphase mit einer 6:1 Führung nach 7 Minuten. Erik Meißner und Normen Jankowsky wirbelten auf der linken Seite die Gästedeckung durcheinander. Im Gefühl alles im Griff zu haben, erlaubte man es den Schneebergern kurz vor der Halbzeit auf zwei Tore heranzukommen. Die sonst so gute Deckungsarbeit zeigte ungewohnte Abstimmungsprobleme.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Böhlen voll konzentriert und variabel in der Angriffsgestaltung, baute die Führung kontinuierlich aus. Erik Thomas kam am Kreis zu einigen schön herausgespielten Toren. Um die 40. Minute stand es 24:18 und niemand hatte das Gefühl, dass hier noch etwas schiefgehen könnte. Aber 6 Tore müssen im Handball noch keine Vorentscheidung sein. Die Schneeberger steckten nie auf. Selbst aus unmöglichsten Winkel trafen sie. Zum Glück hatte Martin Tilgner im Tor von Böhlen keine Axt in der Nähe. Vor Wut hätte er sein Gehäuse eventuell zerlegt. Durch eine sehr offensive Deckungsvariante ließen sich einige Böhlener Spieler zu unüberlegten Würfen oder Abspielen verleiten. Tor um Tor schmolz der Vorsprung dahin. So kam zum Ende der Partie doch noch Spannung in den zuvor recht mauen Krimi. Der Höhepunkt dann in der letzten Spielminute beim Stand von 31:30 für die Einheimischen. Erst trafen die Schneeberger nur den Pfosten. Böhlen führte weiter. Noch 30 Sekunden waren auf der Uhr. Mit ein wenig Cleverness bekommt eine erfahrene Mannschaft das über die Zeit. Aber ein böser Handballgott flüsterte, schnell werfen. Was für ein Blödsinn. Schneeberg nochmal in Ballbesitz. Der Wurf wurde vom HVB auf Kosten einer Ecke geblockt. Irgendwie fand der Ball den Weg mit der Schlusssirene in das Tor der Böhlener.            

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, J. Modrzynski 2, Bertram, Böhme 3, Zipfel 3, Schuster 1, Meißner 8, Papsch 3, Hille 1, Jankowsky 6/2, Thomas 4, Wagner 1, T. Modrzynski

Strafwürfe: HVB   3/2    Schneeberg 5/5            

Strafzeiten: HVB   6       Schneeberg 5

m.m

 

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017 - 24.09.2016 (4. Spieltag)

HV Böhlen - SG Chemnitzer HC 16:20 (7:10)

Völlig unnötige Heimpleite

Eine unterirdische Angriffsleistung besiegelten nach schwachen 60 Minuten die zweite Heimniederlage der Böhlener Handballer. Einziger Lichtblick bei den Einheimischen waren Daniel Böhme (5) und Torwart Martin Tilgner. Mit nur 1:7 Punkten belegt der HVB Platz 10. Das nennt man einen verkorksten Saisonstart.

Der Grundgedanke vieler Ballsportarten ist es das Spielgerät in das Tor oder den Korb der gegnerischen Mannschaft unterzugbringen. In der Regel hat die gleiche Anzahl von Spielern auf der jeweiligen Gegenseite etwas dagegen. Nach knapp 6 Minuten lag das erste Mal die grüne Karte für das Team – Timeout vom HVB auf dem Tisch vom Kampfgericht. 0:4 stand es aus der Sicht des Gastgebers. Aufrüttelnde Worte von Trainer Matthias Mielke hallten durch die Halle. Zumindest die Deckung stabilisierte sich. Die Chemnitzer mit ihrem „Schlafwagenaufbauspiel“ machten es auch nicht so kompliziert. Aber gut, es war in Summe erfolgreich. Etwas mehr Tempo brachten die Böhlener auf die Platte. Doch der Erfolg in Form von Toren blieb meist aus. Die Würfe geblockt, weil immer nach demselben Schema, die Chancen vergeben, weil nur halbherzig geworfen. Mit drei Toren Rückstand ging es in die Pause. Eigentlich kein Beinbruch. Alle hatten das Gefühl der Knoten würde schon noch platzen. Schließlich hat die Mannschaft eine wesentlich höhere Trefferquote normalerweise. Doch auch die zweite Hälfte lief zäh aus Sicht der Böhlener. Nur der neu aufgebotene Daniel Böhme auf der Halbrechten Position kam richtig zum Zug. Die schlechteste Phase beim Stand von 13:14, spielte sich um die 40. Minute ab. Beide Mannschaften vergaben jeweils 6 Angriffe inklusive Strafwürfe. Doch dann kam er doch noch, der Ausgleich. Martin Tilgner im Tor der Böhlener hielt mehr als was zu halten war. 16:16 zeigte die Anzeigetafel. Aber es sollte nicht sein. Den Böhlenern gelang kein Tor mehr in den verbleibenden Minuten. Jetzt sind 4 Wochen Spielpause. Es gilt in Ruhe zu analysieren, warum das angepeilte Saisonziel und Wirklichkeit weit auseinanderliegen.

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, J. Modrzynski 3, Bertram, Böhme 5, Zipfel 1, Schuster, Meißner 2, Papsch, Heistermann, Jankowsky 1, Thomas 1, Hille 3, Wagner

Strafwürfe:​ HVB ​2/0​  SG CH 2/1​​
Strafzeiten:​ HVB​ 1​     SG CH 4

m.m

 

 

 

Spielbericht Verbandsliga 2016 / 2017  - 17.09.2016 (3. Spieltag)

SG LVB Leipzig II - HV Böhlen 30:30 (13:14)

Licht am Ende des (kurzen) Tunnels

Die Handballer vom HV Böhlen freuten sich nach 60 ausgeglichenen Minuten über ihren ersten Punktgewinn. Gegen die junge Mannschaft von LVB Leipzig glich Felix Schuster mit einem verwandelten Strafwurf 20 Sekunden vor dem Ende der Partie zum 30:30 aus.    

Zugegeben der Tunnel war jetzt nicht sehr groß. Gerade mal 2 Spiele gingen verloren. Aber es waren die Auftaktspiele in die 4. Saison der Verbandsliga West. Die Träume vom HVB waren etwas anders. Nun also der erste Punktgewinn ausgerechnet beim Absteiger aus der Sachsenliga. Nicht schlecht könnte man sagen. War es auch nicht. In der nagelneuen, mit diversen Konstruktionsfehlern versehenen Halle Tarostraße (u.a. läuft das Duschwasser mangels Gefälle in die Toilette und steht dort!) ging es ohne Kleber von Beginn an zügig ins Spiel. Die Gastgeber kreuzten vor der Deckung der Böhlener, dass einem Schwindlig werden konnte. Die ursprünglich vorgesehene offensive Deckungsvariante wurde schnell korrigiert. Die Gastgeber fanden die ein oder andere Lücke mehr, um erfolgreich den Ball ins Netz zu bringen. Beim Stand von 12:8 (18.) Auszeit Böhlen. „Jungs es ist zwar schön, dass wir in der Fairplaywertung wieder auf Platz eins liegen, aber etwas mehr zupacken in der Deckung wäre nützlich und würde uns weiter bringen“. (M. Mielke / Trainer) Die Worte waren einleuchtend und führten dazu, dass den Leipzigern nur noch ein Tor bis zur Pause gelang. Wenn es nur immer so einfach wäre. Das mit der Halbzeitpause ist zur Zeit irgendwie nichts für die Böhlener Spieler. Wie letzte Woche zu Hause ging es nach dem Seitenwechsel recht holprig los. LVB übernahm wieder das Ruder und lag permanent in Führung. Doch diesmal gab es keine hängenden Köpfe bei den Gästen. Martin Tilgner im Tor vom HVB hatte einen guten Tag und alle Feldspieler WOLLTEN hier was reißen. In der 56. Minute war es dann endlich soweit. Ausgleich und 29:28 Führung für Böhlen durch Norman Jankowsky. Die Leipziger wurden hektisch und vergaben zweimal ihren Angriff. Gibt es eigentlich einen Hektik - Virus, der hochansteckend ist? Den muss es geben! Ohne Grund handelten die Spieler vom HVB jedenfalls wie infiziert. Es gab doch keinen Grund, man führte doch. Hektik, schon das Wort klingt nach unnötigen Fehlern. Es ist eben nicht immer so einfach. Am Ende haben sich die Böhlener mehr gefreut über den Punkt als die Leipziger Spieler. Ein Sonderlob bekam der erst 18-jährige Tim Modrzynski aus der 2. Männermannschaft. Er hatte einen wirklich starken Auftritt.               

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, J. Modrzynski 1, T. Modrzynski 3, Bertram 2, Böhme 2, Zipfel 2, Schuster 4/4, Meißner 6, Papsch 3, Hille 2, Jankowsky 4

Strafwürfe: LVB   3/3    HVB   4/4            

Strafzeiten: LVB   2       HVB   3

m.m

Spielbericht Verbandsliga 2016/2017 10.09.2016 (2. Spieltag)

HV Böhlen - HC Glauchau/Meerane II  26:31(18:13)

Einbruch im zweiten Spielabschnitt

Ein kollektiver „Black Out“ in der zweiten Halbzeit brachte die Böhlener um einen möglichen Erfolg. Nur acht Mal zappelt der Ball im Netz der Gäste. In Summe zu wenig, um die ersten beiden Punkte der noch jungen Saison einzufahren. Damit belegt die Mannschaft vom HVB dem 10. Platz.

Abgerechnet wird zum Schluss. Diese simple, schon mit einem Bart versehene Feststellung traf am Sonnabendabend auf das erste Heimspiel der Böhlener zu. Nach einer kurzen Findungsphase dominierten die Einheimischen die ersten 30 Minuten. Eine gute Abwehrarbeit um das Duo Hille/Thomas legten die Grundlage. Dazu kam das notwendige Wurfglück im Angriff und die kluge Regie von Oliver Bertram. Leichte Kontertore gegen Ende der ersten Halbzeit schraubten den Vorsprung der Böhlener in die Höhe. Jan Modrzynski war nicht zu halten und verzückte das Publikum mit zwei wunderschönen Rückhandwürfen. Ging das alles zu leicht? Das Gefühl den Vorjahressieger der Verbandsliga West im Griff zu haben machte sich in der Halbzeitpause unbewusst breit, trotz aller mahnender Worte.  Irgendwie sah man es als neutraler Beobachter schon an der Körpersprache mit Beginn der zweiten Halbzeit. Die Gesichter der Spieler vom HC ernst und voller Entschlossenheit. Die Böhlener mit einem Lächeln im Gesicht, selbst dann noch als die ersten Aktionen missrieten. Auszeit Böhlen nach knapp 5 Minuten Spielzeit. Es stand 18:18 und der Apell endlich aufzuwachen. Das ist eben auch Handball. Fünf Tore Vorsprung sind noch kein Garant für einen Erfolg. Der Rest des Spieles ist schnell geschildert. Der HVB mühte sich, der HC Glauchau/Meerane traf ins Tor. Die Deckungsarbeit ließ zu wünschen übrig und die leichten Tore aus dem ersten Spielabschnitt waren Geschichte. Am Ende konnte man die Enttäuschung der Spieler vom HVB fast greifen. Nächste Woche spielt die Mannschaft gegen den zweiten Absteiger aus der Sachsenliga LVB II und wird zwei gute Halbzeiten auf das Parkett bringen, hoffentlich.

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 5, Bertram 3, Böhme 2, Heistermann, Zipfel, Schuster 2/2, Meißner 5, Papsch 4, Hille 2, Thomas 2

Strafwürfe: HVB   2/2    HC 2/2       

Strafzeiten: HVB   0       HC 4 Min

m.m

Spielbericht Verbandsliga 2016/2017 03.09.2016 (1. Spieltag)

Zwönitzer HSV 1928 - HV Böhlen 34:26 (16:10)

Auftaktniederlage beim Favoriten 

Im ersten Spiel der neuen Saison kassierten die Böhlener Handballer eine deutliche Niederlage. Der Absteiger aus der Sachsenliga entpuppte sich am Ende als zu hohe Hürde. Zu schwankend waren die Leistungen der Gäste, die trotzdem nicht unzufrieden aus der Partie gingen.

Beim Skatspiel hat man „Ohne Drei“ meist schlechte Chancen das Spiel für sich zu gewinnen. Da muss schon alles passen und ein wenig Glück gehört auch noch dazu. Am Sonnabend erging es der Böhlener Mannschaft in etwa so. Ohne Karsten Hille, Eric Thomas und Norman Jankowsky gingen sie in die Partie. Das Spiel begann sehr vielversprechend für den HVB. Die Zwönitzer wirkten noch etwas nervös, ließen einige Chancen liegen und hatten Verständigungsschwierigkeiten untereinander. Der Deutsch – Tschechischen Gemeinschaftsproduktion fehlte der Synchronisator. Mit 5:4 lagen die Böhlener zur 15. Minute in Führung. So einfach wollte man sich nicht bezwingen lassen. Wie erwartet nahmen die Zwönitzer dann doch Fahrt auf. Mit hohem Tempo in der Angriffsgestaltung wuchteten sie den Ball in die Maschen der Böhlener. Die wiederum,  vergaben in den letzten 6 Minuten der ersten Halbzeit klare Chancen. So wurde aus einem knappen 9:8 (22.) eine deutlicher 16:10 Halbzeitstand. „Wenn wir die letzten Minuten der ersten Halbzeit ausblenden, war es ein gutes Spiel. Lasst sie uns weiter ärgern und vergesst die misslungenen Aktionen“ so die Einschätzung vom Coach Matthias Mielke. Es funktionierte. Da die Böhlener nichts zu verlieren hatten, das Mannschaftsklima sehr gut war lief es wieder. Mit Geduld und Übersicht verteilte Tino Wagner die Bälle. Daniel Böhme zeigte was sein linker Arm hergibt und das Duo Bertram/Papsch versuchten sich auf der ungewohnten Kreisposition. 39. Minute Auszeit Zwönitz. Die Gäste waren bis auf 2 Tore herangekommen (18:16). Mehr ließen die Gastgeber dann aber doch nicht zu. Die individuelle Klasse zeigte sich vermehrt in Einzelaktionen. Mit flinken Beinen blitzte das Vermögen der Spieler auf, die auch sonst körperlich einen extrem fitten Eindruck machten. In einer sehr fairen Partie, ruhig und souverän geleitet vom Schiedsrichterpaar aus Neugersdorf, ging der Erfolg vom Zwönitzer HSV völlig in Ordnung.       

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 4, Bertram 1, Böhme 5, Heistermann 2, Zipfel 3, Schuster 5/7, Meißner 4, Wagner, Papsch 2

Strafwürfe:    Zwönitz 2/2   HVB    7/5    

Strafzeiten:   Zwönitz 2      HVB    4

m.m  

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Spielbericht 23.04.2016

Verbandsliga Männer
HCE Plauen II - HV Böhlen 30:26 (15:12)

Nix zu holen im Vogtland
Mit einer durchwachsen Leistung beenden die Handballer vom HV Böhlen ihre dritte Verbandsligasaison. Gegen einen hochmotivierten Gastgeber reichte eine durchschnittliche Leistung nicht zum erhofften Auswärtserfolg. Die Böhlener beendeten die Spielzeit auf Platz 7 mit 20:24 Punkten und erreichte den angestrebten sicheren Mittelfeldplatz.
Beim Skat kann man mit etwas Glück „Ohne Vier“ (für alle Jugendlichen = Kartenspiel / ohne vier Buben) mal ein Spiel gewinnen. Im Allgemeinen geht das aber in die Hose. Am Sonnabend spielte die Böhlener Mannschaft „Ohne Sechs“ (Hille, Heistermann, Zipfel, Thomas, Wagner, Jankowsky). Um überhaupt spielfähig zu sein, traten Alexander Schröter und Tim Modrzynski aus der zweiten Männermannschaft die Reise mit an. Für die Böhlener ging es um nichts mehr, für die Plauener ging es um den Klassenerhalt. Entsprechend motiviert ging der Gastgeber das Spiel an. Bis kurz vor der Pause wechselte ständig die Führung. Keine Mannschaft konnte sich einen Vorteil erspielen. Bei den Böhlenern zeigte sich ziemlich schnell das Problem. Es fehlte fast die komplette rechte Seite. Da Felix Schuster und Erik Meißner aber einen guten Tag erwischten, klingelte es im Kasten der Gastgeber genauso oft wie im Böhlener Gehäuse. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zwei, drei Fehlwürfe vom HVB und wie aus dem nichts lagen die Einheimischen mit drei Toren zum Halbzeitpfiff in Führung. Seitenwechsel und Aufholjagt der Böhlener. Mit neuem Schwung egalisierte die Mannschaft schnell den Vorsprung. Um die 40 Minute gelang der Mannschaft erstmals die Führung zum 19:18. Hoffnung keimte auf, die beiden Punkte aus Plauen zu entführen. Diese Hoffnung war nicht kompatibel mit der Wirklichkeit. Ab Mitte der zweiten Halbzeit ging es Kräftemäßig bergab. Die Böhlener konnten kaum wechseln, die Konzentration bei den Abschlüssen ließ nach. Am Ende ging der Erfolg für Plauen in Ordnung. In einem fairen Spiel feierten sie zurecht den Klassenerhalt. Man sieht sich nächstes Jahr.  
HV Böhlen: Tilgner, Bertram (3), Schröter (3), Modrzynski J. (5), Modrzynski T. (1), Böhme, Petzsch, Schuster (9/2), Meißner (5)

Spielbericht Verbandsliga Männer 16.04.2016

HV Böhlen - SG LVB Leipzig III 28:23 (13:12)
Rauschende Abschlussparty vor ganz großem Publikum
Tolles Spiel, eine Riesenstimmung, und das passende Ergebnis erschütterte die altehrwürdige Sporthalle am Freibad Böhlen. Die Handballer vom HVB zeigten im letzten Heimspiel der Saison noch einmal ihre Schokoladenseite. Eine deutliche Steigerung in der Schlussphase des Spieles brachte den erhofften Erfolg. Vor dem letzten Spieltag belegt die Mannschaft weiter Platz 7 der Verbansliga West.

Sonnabend kurz vor 18.00 Uhr in Böhlen. Eine bis auf den letzten Platz gefüllte Sporthalle begrüßt Gäste, Schiedsrichter und die gastgebende Mannschaft. Mit der E/D-Jugend an der Hand wurden die Spieler vom HVB einzeln von Hallensprecher Steffen Gerdes vorgestellt. Der Qualm einer Nebelmaschine, Musik und Licht sorgten für eine Spieleröffnung, die es in dieser Form noch nicht in Böhlen gab. Etwa 10 Minuten nach dem Anpfiff brauchten die Spieler vom HVB um ihre Nervosität abzulegen. Dann zerrten und zogen sie an den Ketten, um das Spiel in den Griff zu bekommen. Die Gäste hatten eine ganz starke Aufbaureihe am Start. Mit Geduld und vielen Kreuzbewegungen schaften sie viel, zu viele Tore über den Mittelblock der Böhlener. Logische Schlussfolgerung, Umstellung der Abwehr auf 5:1. Jan Modrzynski hatte fortan die Aufgabe die Laufwege der Gäste zu stören. Passte gut, die Böhlener kamen in der 16. Minute zum Ausgleich (7:7). Und dann ging alles ganz schnell. Parade Martin Tilgner, weiter präziser Abwurf und Tor für Böhlen. Solche „einfachen Tore“ sind der Wunschtraum jedes Trainers. Klappte bis zur 25. Minute 4-mal und Böhlen lag mit 13:9 in Führung. Alles super? Nein, denn um es für die Zuschauer spannend zu machen, dachten sich einige Böhlener Spieler, lassen wir doch die Gäste noch ein paar Tore werfen. Nein nicht wirklich, aber im Handball kann eben alles sehr schnell gehen. Wie auch immer. Mit nur einem Tor Vorsprung ging es in die Kabine. „Schaut nicht so betreten. Wir liegen mit einem Tor in Führung und nicht mit 5 Toren im Rückstand.“ Chefcoach Matthias Mielke musste die Handballseele der Spieler ein wenig streichel. Die misslungene Schlussphase der ersten Halbzeit schüttete nicht gerade Glückshormone in die Blutbahn der Spieler. Die zweite Hälfte ist schnell kommentiert. Die Böhlener waren einfach besser und hatten am Ende auch mehr zum zusetzen. Die Gäste schafften noch einmal den Ausgleich (16:16/40.) Dann ging die Post vom HVB aber ab. Großer Vorteil dabei, dass alle Positionen trafen und die Abwehr mit Normen Jankowsky auf der Spitze noch stabiler wurde. Dazu kam, dass der in Halbzeit zwei im Tor stehende Martin Petzsch, 2 Strafwürfe und viele Bälle von den Außenpositionen hielt. Schlusspfiff und dann ging sie ab, die Handballparty in Böhlen bis tief in die Nacht. 
Im Namen der Mannschaft und des Sportvereins an dieser Stelle vielen Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer. Ohne diese Fans/Freunde/Verwandte ist so ein tolles Event nicht machbar. Durch den enormen Zuschauerzuspruch kann der Handballverein Böhlen 500€ an den Förderverein der Oberschule der Stadt Böhlen spenden. Super Sache!

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 6, Bertram 1, Böhme 2, Heistermann 1, Jankowsky 2, Meißner 6, Wagner 1, Schröter, Zipfel 2, Thomas 3, Schuster 4

Strafwürfe: HVB 5/4 LVB III 3/2 
Strafzeiten: HVB 4    LVB III 6 

m.m.

Spielbericht Verbandsliga Männer 12.03.16

HVB I - SV Schneeberg I 29 : 25 ( 14 : 14)

HVB endlich in der Spur

Eine Steigerung im zweiten Spielabschnitt bescherte den Handballern vom HVB den nächsten Heimerfolg. Ein sehr gut aufgelegter Martin Petzsch im Tor und ein zügiges Umkehrspiel bildeten die Grundlage für zwei Punkte auf dem Habenkonto. Platz 7 ist weiterhin für den HVB reserviert.

Sonnabend 18.00 Uhr ist Handballtime in Böhlen. Dicht an dicht drängelten sich die Zuschauer in der altehrwürdigen Sporthalle am Bad. Gute Anwurfzeit. Niemand musste auf Arbeit, Frank Zipfels Zehe geheilt, fast volle Bank beim Gastgeber. Rein ging´s in die Partie mit offensiver Ausrichtung im Abwehrverhalten. Warum? Im Hinspiel schlug es von den Halbpositionen öfters ein, als den Böhlenern lieb war. Man verlor gegen den Aufsteiger im Gebirge. Dass sollte sich diesmal nicht wiederholen. Die Theorie ist das eine, die Praxis halt eine andere. Die hoch gewachsenen Spieler aus Schneeberg machten genau das was sie gut können, Distanzwürfe. Da die Böhlener aber ihre Hausaufgaben gemacht hatten, kamen die  aus der Fernwurfzone, sprich 9-10m. Eine Beute für die langen Arme von Martin Petzsch im Tor. Aber da war noch ein 2m Mann als Kreisspieler bei Schneeberg. Eine Herkulesaufgabe für Eric Thomas und Co. So egalisierten sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit. Die Führung wechselte ständig, keine Mannschaft hatte wirkliche Vorteile. Beim Stand von 14:14 ertönte das Pausensignal. Es ging also wieder bei null los. „Tempo machen, schnell nach vorne und die Deckungsarbeit auf den Außenpositionen nicht vergessen“ so die Hinweise vom Chefcoach Matthias Mielke. Und noch eine Idee hatte ihm der „Handballgott“ ins Ohr geflüstert. Gott:“ Versuchs mal mit zwei Kreisläufern“. In ziemlich ungewohnter Aufstellung präsentierte sich der HVB zum Wiederanpfiff. Thomas/Schröter bildeten das Duo am Kreis. Und es funktionierte. Nach kurzer Einspielphase bauten die Gastgeber ab der 36. Minute ihre Führung so nach und nach aus. Erik Meißner (6) zeigte, dass seine 9 Tore vom letzten Punktspiel keine Eintagsfliege war. Felix Schuster (4) bestätigte seine aufsteigende Form der letzten Wochen. Da auch alle anderen Spieler trafen, konnten sich die Schneeberger nie so richtig darauf einstellen. Ab Mitte der zweiten Halbzeit lagen die Böhlener mit 5 Toren in Führung. Diese gaben sie bis zum Schluss nicht mehr her. Das Thema Abstieg ist damit endgültig vom Tisch. In 4 Wochen starten die letzten 3 Punktspiele. Mal sehen was noch geht.  

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 4, Bertram 1, Böhme 3, Heistermann 1, Jankowsky 3/2, Meißner 6, Wagner, Schröter, Zipfel 3, Thomas 4, Schuster 4

Strafwürfe:   HVB   2/2     Schneeberg 2/0      

Strafzeiten:   HVB   4       Schneeberg 6

m.m.

Spielbericht Verbandsliga Männer 05.03.16

SG Leipzig/Zwenkau II - HV Böhlen 36:33 (15:13)

Torfestival zweier spielintelligenter Mannschaften

Trotz eines choragierten Auftrittes reichte es in der Endabrechnung nicht für die HVB-Handballer zum erhofften Auswärtserfolg. Die Differenz zwischen einer diesmal sehr guten Angriffsgestaltung und einer in Halbzeit zwei durchwachsenen Abwehrarbeit, gaben am Ende den Ausschlag für die Leipziger. In der Tabelle bleiben die Böhlener weiter auf Platz 7. 

Leuchttürme dienen auf hoher See ja zur Orientierung. Wenn diese fehlen wird es schwierig. Jedenfalls war das so vor GPS und Co. Mit Karsten Hille (krank) und Eric Thomas (Arbeit) fehlten DIE Leuchttürme in der Abwehr vom HVB.  Doch jammern half noch niemanden, schließlich ist es ein Mannschaftssport. Auf ging`s mit einer offensiven Abwehrvariante. Die groß gewachsenen Leipziger von der Nahwurfzone fernhalten war das Ziel. Funktionierte 25 Minuten wirklich gut. Die Gäste führten nicht unverdient 13:12. Erik Meißner (9!) überwand endlich seine nur im Kopf existierende Wurfblockade. Tim Modrzynski und Alexander Schröter aus der zweiten Männermannschaft fügten sich nahtlos ein. Alles im grünen Bereich also? Nicht ganz. 5 Minuten vor der Pause plötzlich Hektik im Angriff und Durcheinander in der Deckung. Warum nur? Ein weites Feld für Sportpsychologen. „Hier geht was“ der Tenor in der Kabine zur Halbzeitpause. Und wie es ging. Nach dem Wiederanpfiff dominierten der HVB. Eine sehr bewegliche Abwehr und schnelle einfache Tore brachten die Führung. In der 41. Minute erstmals zwei Tor Vorsprung. 21:19 hieß es für die Böhlener. Leider war weit und breit noch kein Abpfiff in Sicht. Die SG erhöhte die Schlagzahl, sprich das Tempo. Permanentes Kreuzen der Angriffsreihe und eine extrem schnelle Mitte scheuchten die Böhlener über das Spielfeld. Da auf Seiten vom HVB auch noch Marc Riedel, Frank Zipfel und Felix Schuster fehlten, waren die Wechselmöglichkeiten von Chefcoach Matthias Mielke eher eingeschränkt. Alle Spieler gingen konditionell ans Limit. Das hatte natürlich Auswirkungen auf die Genauigkeit der Abschlüsse. Ein paar unmotivierte Würfe zu viel, einen halben Schritt zu spät in der Abwehr, Leipzig/Zwenkau drehte das Spiel. Am Ende ging der Erfolg für die Gastgeber in Ordnung. In einem temporeichen, fairen Spiel gab die volle Auswechselbank der Leipziger am Ende den Ausschlag. Trotzdem können die Böhlener mit ihrer Leistung zufrieden sein.              

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski J. 6, Bertram, Böhme 4, Heistermann 2, Jankowsky 7/6, Meißner 9, Wagner 1, Modrzynski T., Schröter 3

Strafwürfe:   SG 5/4         HVB   7/6    

Strafzeiten:   SG 8           HVB   6      

m.m.

Spielbericht Verbandsliga 27.02.2016

HV Böhlen - HSG Freiberg II 24:23 (10:13)

Geschafft!

Endlich ist er da, der heiß ersehnte erste Erfolg in der Rückrunde der Verbandsliga West. In einem dramatischen Finale drehten die Böhlener ein schon verloren geglaubtes Spiel gegen die zweite Mannschaft der HSG Freiberg. Felix Schuster erzielte 3 Sekunden vor dem Schlusspfiff den Siegtreffer. Als Lohn ging es in der Tabelle rauf auf Platz 7.

In den letzten Wochen fühlte sich die Mannschaft samt Trainer wie in einem Dauernebel gefangen. Egal wo man hinlief, es schien kein Entrinnen zu geben. Am Sonnabendnachmittag lichtete sich der graue Vorhang der Erfolgslosigkeit. So ausgelassen hat man die Männer vom HVB selten jubeln sehen. Sie können also doch noch ein Spiel für sich entscheiden. Zunächst lief das Spiel wie der bekannte Film „ Und täglich grüßt das Murmeltier“. Die in der Zeitschleife feststeckenden Böhlener brachten eine gute Abwehrleistung zustande, waren in der Angriffsgestaltung aber einfach zu harmlos. Die gesamte Aufbaureihe versprühte die Gefährlichkeit von „Rosa Wattebällchen“. Grübelnd notierte Chefcoach Matthias Mielke 13 Tore für den HVB nach 46!! Minuten. Damit gewinnt man eigentlich kein Spiel. Die Freiberger hatten zu der Zeit immerhin 19 auf ihrem Konto. Im Handball ist ja vieles möglich, doch diesmal bekamen die Zuschauer in der rappelvollen Böhlener Halle sicher keine alltäglichen 13 Schlussminuten geboten. Zwei schnelle Kontertore durch Jan Modrzynski hauchten der Mannschaft neues Leben ein. Zwei Einwechslungen machten sich ebenfalls positiv bemerkbar. Martin Petzsch im Tor hielt ab der 40. Minute einen Tick besser. Dann ließ Felix Schuster nach 45 Minuten „Wechselbankdasein“ seine innere Wut darüber, auf der linken Aufbauposition am Ball aus. Fünf Würfe, fünf Treffer, in 15 Minuten, Spitze! Bei den Freibergern lief nicht mehr so viel zusammen. In der 52. Minute nahmen sie ihre Auszeit. Bis auf drei Tore (19:22) waren die Böhlener heran gekommen. Die Gäste nahmen erwartungsgemäß das Tempo aus dem Spiel. Sie wollten den Vorsprung über die Zeit bringen. Aber im Handball ist das nicht so einfach. Denn es gibt ja die Zeitspielregel. Wenn der Arm der Schiedsrichter oben ist, muss man unter Zeitdruck zum Abschluss kommen. Dies misslang den Gästen aus der Universitätsstadt. Der Vorsprung schmolz weiter. Unter dem Jubel der fantastischen Zuschauer, Ausgleich in der 59. Minute (23:23) durch die Einheimischen. Die Freiberger im Ballbesitz und der Chance 30 Sekunden vor dem Abpfiff mit Strafwurf in Führung zu gehen. Torhüterwechsel beim HVB und tatsächlich, Martin Tilgner hält. Die Halle gleicht einem Tollhaus. Der ohrenbetäubende Lärm steigert sich nochmal, als Felix Schuster den Erfolg praktisch mit der Schlusssirene perfekt machte. Unter einer Spielertraube begraben konnte man Angst um seine körperliche Unversehrtheit bekommen. Vielleicht hat sich im Kopf der Spieler dieser verdammte Knoten nun gelöst. Wir werden sehen. Am Rande sei noch das sehr faire Miteinander der beiden Mannschaften und das souveräne Schiedsrichtergespann positiv erwähnt. So macht Handball Spaß!                        

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 8, Bertram 1, Böhme, Heistermann 1, Jankowsky 3/2,Schuster 5, Thomas 2, Meißner 1, Wagner , Hille 3, Neumann, Riedel

Strafwürfe:   HVB   3/3     Freiberg 2/1 

Strafzeiten:   HVB   2        Freiberg 4    

m.m.

Spielbericht 07.02.2016

HSV Mölkau – Die Haie - HV Böhlen 27:25 (13:12)

Böhlen´s Handballer in der Krise

Nach der 5. Niederlage in Folge stecken die Handballer vom HVB mitten in einer echten Schaffenskrise. Das schon in Vergessenheit geratene Abstiegsgespenst grüßt am Horizont. In der Tabelle geht es runter auf Platz 8.

Viel hatte sich die Mannschaft vorgenommen. Nachdem 2016 in der Rückrunde noch nichts gerissen wurde, sollte in Leipzig-Mölkau die Wende gelingen. Geduldiger wolle man spielen, klarere Chancen kreieren und  disziplinierter. Einiges gelang, so schlecht war die Partie nicht, aber nicht gut genug um zu gewinnen. Die Anfangsphase dominierten die Böhlener. Eine permanente Führung bis um die 20. Minute war der Lohn. Robert Heistermann zog mit seiner emotionalen Art alle mit. Normen Jankowsky brachte Erik Thomas am Kreis gut ins Spiel. Ein Manko zeigte sich trotzdem deutlich. Für ein Tor brauchte man 3 Versuche. Die Chancen wurden gut herausgespielt. Ohne etwas Klebemittel an den Fingern, landeten einige Würfe leider sonst wo. Da die Abwehrarbeit samt Martin Petzsch im Tor gut funktionierte, konnte diese erneute Abschlussschwäche kaschiert werden. Kurz vor der Pause gelang dem Gastgeber der erstmalige Führungstreffer. Doch die Stimmung war gut in der Böhlener Kabine. Jeder hatte das Gefühl, hier geht was. Leider war dem nicht so. Gleich nach Wiederanpfiff vergaben die Gäste die ersten vier Möglichkeiten. Aus aussichtsreicher Position gelang es nicht dem Ball ins Tor unterzubringen. Die Haie bauten ihre Führung langsam aus (16:13/35.). In der 40. Minute gelang dem HVB dann doch der Ausgleich zum 16:16. Jan Modrzynski konnte einige schnelle Kontertore erzielen. Das Spiel fing also wieder bei null an. Doch nun zeigen sich im Deckungsverband einige Lücken. Es war wieder die alte Leier, Gegentore in der Überzahl. Bis zum Schlusspfiff gelang es dem HVB nicht mehr das Spiel zu drehen. Immer wieder landete der Ball nicht dort wo er hinsollte, ins Tor. Mit einer Wurfeffektivität von unter 50% (25 Tore bei 55 Versuchen) kann man kaum ein Spiel gewinnen. Jetzt sind 3 Wochen Pause. Mit dem Heimspiel gegen Freiberg am 27.02.2016 geht es weiter. Die Mannschaft wird es besser machen müssen, um nicht erneut in den direkten Abstiegsstrudel gerissen zu werden.                

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 5, Bertram, Böhme, Heistermann 4, Jankowsky 6/5, Zipfel 2, Schuster 2, Thomas 3, Meißner, Wagner 1, Hille 2

Strafwürfe:    Mölkau 3/2    HVB   7/5    

Strafzeiten:   Mölkau 14      HVB   6      

m.m.

Spielbericht 30.01.2016

HV Böhlen - SG Chemnitz HC 22:25 (10:13)

Böhlen`s Handballer weiter neben der Spur

Auch das vierte Spiel der Rückrunde verloren die Handballer vom HV Böhlen. In einer Partie zweier gleichwertiger Mannschaften gingen sie viel zu fahrlässig mit klarsten Torchancen um. Will man nicht erneut in den Abstiegskampf gerissen werden, muss nächste Woche gegen die Haie aus Mölkau gepunktet werden.

Dabei standen die Vorzeichen nicht schlecht. Co-Trainer Marc Riedel (vertrat Matthias Mielke) hatte alle Spieler zur Verfügung. Der Knöchel von Jan Modrzynski war abgeschwollen, die Grippewelle von letzter Woche Geschichte. Aber schon in der Anfangsphase sah der neutrale Zuschauer, dass die Chemnitzer etwas flinker auf den Beinen waren. Schnell lief der Ball durch die Reihen der Gäste. Die Böhlener liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Der allerdings nicht allzu groß war. Nach 19 Minuten der erstmalige Ausgleich durch Normen Jankowsky zum 7:7. Hoffnung auf den Umschwung machte sich breit. Tja, die Chancen boten sich. In dieser Phase bekamen die Chemnitzer nicht allzu viel auf die Reihe. Und die Gastgeber? Sie erspielten sich eine Chance nach der anderen, nur nutzten sie diese leider nicht. Erst gingen zwei Strafwürfe nicht ins Tor, dann knallte der Ball beim Konter an die Latte. Verunsicherung machte sich breit. Zu Pause lag der HVB mit drei Toren hinten. Das ist im Handball nicht viel. Mit dem festen Willen die Partie noch zu drehen ging es in die zweite Hälfte des Spieles. Die Deckung wurde auf eine passive Variante umgestellt. Das gab den Chemnitzer wenige Platz im Spiel Mann gegen Mann durchzusprechen. Im Angriff operierte man mit 2 Kreisläufern. Der Vorsprung schrumpfte. Böhlen holte auf. Jan Modrzynski narrte seinen Gegenspieler ein ums andere mal und erzielte 4 Tore in der 2. Halbzeit. Kämpfen kann die Mannschaft. Die Chemnitzer kassierten viele Zeitstrafen. Doch das Überzahlspiel der Böhlener ließ zu wünschen übrig. Unter dem Jubel der Zuschauer dann doch der erneute Ausgleich in der Schlussphase des Spieles(20:20/54.) In den letzten 5 Minuten kam dann die Abschlussschwäche wieder zum tragen. Statt zweimal in Führung zu gehen, wieder Rückstand. Und nun wurden die Böhlener Spieler hektisch. Mehr und mehr Einzelaktionen prägten das Spiel vom HVB. Beim Stand vom 21:23 dann offene Manndeckung der Böhlener. Das führte leider nicht zum gewünschten Ergebnis. Und nun? Noch ist die Mannschaft auf Platz 7 der Verbandsliga. Sie profitiert dabei von der optimal gelaufenen Hinrunde. Es ist an der Zeit wieder in die Spur zu finden.

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski J. 4, Bertram, Böhme, Heistermann 1, Jankowsky 3, Zipfel 1, Schuster 1, Thomas 1, Meißner 2, Wagner 2, Hille 7/5

Strafwürfe:   HVB    7/5     Chemnitz      6/5    

Strafzeiten:   HVB    4        Chemnitz      12

m.m.

Spielbericht 23.01.2016

HSG Rückmarsdorf   -  HV Böhlen 36:21 (14:10)

Demontage im Leipziger Westen!

Die HSG Rückmarsdorf bereitete am Sonnabendabend den Handballern vom HV Böhlen eine überaus bittere und in der Höhe auch verdiente Niederlage. In einer desaströsen zweiten Halbzeit ergab sich die Mannschaft praktisch ohne Gegenwehr ihrem Schicksal. Das einige Spieler beim HVB gefehlt haben, kann nicht als Ausrede herhalten. Die Böhlener bleiben weiter auf Platz 7 der Tabelle.

Es gibt eine sogenannte Abwärtsspirale im Mannschaftssport. Am Anfang sind es kleine Sachen die einem einzelnen Spieler missraten, am Ende gelingt einer ganzen Mannschaft nichts mehr. So in etwa lief das Spiel am Sonnabend für die Böhlener Handballer ab. Es waren 13 Minuten gespielt, da musste Trainer Matthias Mielke die erste Auszeit nehmen. 6:1 stand es da gegen den HVB. Die Abwehr samt Torhüter waren ganz o.k., aber die Angriffsleistungen, unterirdisch. „Handball ist eine sehr körperbetonte Sportart. Ohne in die Zweikämpfe zu gehen und sich auch mal ein paar blaue Flecke abzuholen, wird das hier nichts.“ Ganz anders die nicht gerade groß gewachsenen Rückmarsdorfer. Mit hoher Passgeschwindigkeit und dem Mut in den Tiefenraum zu gehen, machten sie Druck von allen Positionen. Nach der Auszeit lief es zunächst aber besser beim HVB. Robert Heistermann machte es den anderen vor. Er zog in die Lücke und holte einen Strafwurf nach dem anderen heraus. Beim Stand von 10:9 (21.) war die Partie wieder offen. Kurz vor der Pause zeigten sich dann die dunklen Wolken am Böhlener Handballhimmel. Unmotivierte halbherzige Würfe aus dem Rückraum landeten sonst wo. Während die Böhlener Werfer noch im inneren jammerten ging bei den Rückmarsdorfern die Post ab. Drei blitzsaubere Kontertore vor der Halbzeit waren eine Einladung. In Halbzeit zwei kam es dann zur besagten Abwärtsspirale. Zwischen der 35. Und 50. Minute ging dann bei der Böhlener Mannschaft gar nichts mehr. Erst ging der Ball einfach nicht mehr in das Tor der Gastgeber, dann glich auch die Abwehr einem Trümmerhaufen. Traurig aber war. Erst in den letzten 10 Minuten fing sich die Mannschaft wieder etwas. Ausgerechnet der jüngste im Team, Tim Modrzynski, ging da mit gutem Beispiel voran.

Nächstes Wochenende sollte eine andere Böhlener Mannschaft auf der Platte stehen. Drei Niederlagen am Stück sollten genug sein.     

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski J. 2, Bertram, Böhme 1, Heistermann 3, Jankowsky 3, Zipfel 1, Schuster 8/8, Thomas 1, Meißner 1, Modrzynski T. 1 

Strafwürfe:   HSG 7/5      HVB    9/8    

Strafzeiten:  HSG   10      HVB    18

 m.m.

  Bild: Robert Heistermann beim Versuch eine Lücke zu finden

 

 

 

 

 

Spielbericht 16.01.2016

HV Böhlen - HC Glauchau/Meerane II 23:24 (14:9)

Bittere Heimniederlage vor toller Kulisse!

In einer hochdramatischen Schlussphase verloren die Handballer vom HVB ihr erstes Heimspiel 2016. Gegen die spielstarken Gäste aus Glauchau/Meerane II fehlte am Ende die Winzigkeit von einem Tor für den Punktgewinn. Verdient hätte es die Mannschaft allemal. Mit 13:13 Punkten bleiben die Böhlener auf Platz 7 der Tabelle.  

Es heißt aus Niederlagen geht man gestärkt hervor. Aber diese Niederlage ist einfach nur ärgerlich und zutiefst frustrierend. Warum? Über weite Strecken der Partie waren die Einheimischen am Drücker, sprich in Führung. Gegen Ende der ersten Halbzeit spielten sie den Spielpartner zeitweise an die Wand. Aus einem 9:9 (21.) wurde ein 14:9 zur Pause. Ein teilweise gespieltes 3:2:1 Abwehrsystem zwang die Gäste zu unpräzisen Würfen. Die beiden Toptorschützen der Verbandsliga, Viktor Beketov und Mario Schultes, konnten so in ihrer Wurfgewaltigkeit erheblich eingeschränkt werden. Auch nach dem Seitenwechsel behielten die Gastgeber ihren Rhythmus bei. Als bei dem erneut gut aufgelegtem Norman Jankowsky die Kräfte nachließen, traf nach langer Durststrecke Felix Schuster endlich wieder. Mitte der zweiten Halbzeit stellten die Gäste ihre Deckung um. Und das hinterließ Wirkung. Der Ball lief nicht mehr so flüssig durch die Reihen der Böhlener. Es kam zu unmotivierten und teilweise überhasteten Würfen. Schade es war gar kein Grund dafür hektisch zu werden, denn die Mannschaft führte ja (20:18/49.). Der neue Tabellenführer (Rückmarsdorf verlor) setzte nun all seine körperliche Überlegenheit und Routine ins Felde. Schnell und Druckvoll lief der Ball durch ihre Angriffsreihen. Bei einigen Böhlenern machte sich ein deutlicher Kräfteverschleiß bemerkbar. Glauchaus/Meerane riss die Führung (20:22/54.) an sich. Doch noch einmal rappelten sich die Spieler vom HVB auf. Angetrieben von einer stimmungsvollen Kulisse schafften sie es irgendwie 3 Tore am Stück zu werfen. Daniel Böhme warf sich mit allem was er hatte in die kleinsten Lücken. Die Halle kochte. Es stand 23:22 für die Böhlener. Noch 120 Sekunden zu spielen und eigener Ballbesitz. Die Emotionen gingen bis unter die Decke. Leider nahm die Geschichte kein gutes Ende für die Gastgeber. Ein klassisches Fehlabspiel und ein „Stürmerfoul“ führten zu zwei glücklichen Toren für die Gäste.

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 4, Bertram 1, Böhme 3, Heistermann 1, Jankowsky 5/1, Wagner, Zipfel 1, Schuster 5/3, Thomas 3, Meißner, Riedel 

Strafwürfe:   HVB   5/4     G/M    5/4    

Strafzeiten:   HVB   4       G/M    6

m.m.

Spielbericht 10.01.2016

SV 04 Plauen-Oberlosa II - HV Böhlen 31:26 (16:11)

Nichts zu holen im Bergland von Sachsen

Zumindest keine zählbaren Punkte. Gegen den Tabellennachtbarn aus Plauen verloren die Männer vom HV Böhlen auch die Rückrundenpartie. Wie im Hinspiel vergaben die Böhlener jede Menge Chancen. Durch die Erfolge von Chemnitz und Zwenkau/Leipzig ging es in der Tabelle runter auf Platz 7.

Die Bälle fliegen wieder im Handball der Verbandsliga West. Nach 3 Wochen Pause begann am Sonntag auch für die Böhlener die Rückrunde in Plauen. Es gibt Mannschaften die liegen einem und es gibt Teams da spielst du „Stundenlag“ und merkst, dass wird hier nichts. So in etwa waren die Gedanken der Böhlener Spieler in der Halbzeitpause. Was war passiert? Zunächst dominierten sie das Spiel. Eine bewegliche 6:0 Abwehr und Treffer der Aufbaurehe (Schuster/Böhme) sorgten für eine 6:4 Führung. Zwei Tore sind im Handball ja nicht so viel und Plauen glich schnell aus. Bis zum 10:10 (20.) war alles gut aus Sicht der Böhlener. Dann kam es zu einem richtigen Einbruch. Die Plauner spielten sich in einen kleinen Rausch, aber nur weil die Gegenwehr der Böhlener gar keine mehr war. Fast ohne Körperkontakt spazierten die Gastgeber durch die Abwehrreihen der Gäste. Warum nur? Trauerten die Spieler noch den vergebenen Chancen hinterher? Ein weites Feld für Sportpsychologen. Nach dem Seitenwechsel wurde es langsam besser. Angetrieben vom eigenen Ehrgeiz stemmte sich der HVB gegen die Niederlage. Doch Licht und Schatten lagen an diesem Tag bei allen eng zusammen. Trotzdem schmolz der Vorsprung der Plauener allmählich zusammen. Beim Stand von 26:23 (50.) Auszeit Plauen. Anschließend die Möglichkeit im Überzahlspiel für Böhlen weiter zu verkürzen. Leider wurde dies nicht genutzt. Ein Punkt der nicht erst seit dieser Partie in der Kritik steht. Die Schlussphase spielten die Gastgeber clever herunter, auch weil die HVB-Spieler gute Chancen liegen ließ. Fazit, an diesem Tag waren die Plauner einfach einen Tick besser.                  

HV Böhlen: Tilgner, Petzsch, Modrzynski 7, Hille 5/1, Bertram 1, Böhme 4, Heistermann, Jankowsky 3, Wagner, Zipfel 2, Schuster 4/2, Thomas 

Strafwürfe:   Plauen 2/2    HVB   5/4    

Strafzeiten:   Plauen 8       HVB   14

 m.m.

Spielbericht Sachsenpokal 12.12.2015

HV Böhlen - EHV Aue II 31:32 (15:16)

Pokalkrimi ohne Happy End 

Es ist ja so. Überraschungen, vor allen Dingen wenn sie positiv sind, versüßen das Leben. An so einer vorweihnachtlichen Handballüberraschung bastelten die Handballer vom HVB am Sonnabendnachmittag in Böhlen. Leider fehlten am Ende zwei Baustein – Tore- um die Überraschung perfekt zu machen. Das Juniorteam vom EHV Aue warf ein Tor mehr und zog am Ende in das Viertelfinale des HVS – Pokals ein.

Aber ganz leer war die Überraschungsbox der Böhlener dann doch nicht. Nach einer kurzen „Depriephase“ nach dem Abpfiff, trösteten schon die anerkennenden Worte der Gäste aus Aue beim abklatschen und der Beifall der vielen Zuschauer. Die Freizeithandballer aus Böhlen lieferten ihre mit Abstand beste Saisonleistung ab. Es war ein wirklich schönes, ansehenswertes und faires Handballspiel. Es brauchte genau 13 Minuten, dann erklärte der Gästetrainer in der Auszeit seinen Jungs nachdrücklich, dass hier im Schongang nix zu holen ist. Böhlen führte 11:6. Schnelle Passfolgen im Angriff und eine flexible 6:0 Abwehrvariante klappten vorzüglich. Aue reagierte und stellte die Deckung um. Mit Erfolg. Der Vorsprung vom HVB schmolz. Einige Spieler mussten dem hohen Tempo Tribut zollen. Die nun sehr offensive Deckung der Gäste verlangte nach noch mehr Bewegung um erfolgreich zu sein. Es schlichen sich technische Fehler ein, die Aue eiskalt nutze. Einige Spielabläufe, selbst in Unterzahl, ließen das handballerische Potential der Gäste erahnen. Pause, durchatmen und „Köpfe“ geraderücken in der Kabine von Böhlen. Statt der verlorengegangenen Führung hinterherzutrauern, musste Chefcoach Matthias Mielke den Spielern klar machen, wie gut sie spielen. „Nur ein Tor hinten, gegen eine Mannschaft die drei bis viermal in der Woche trainiert. Was wollt ihr mehr?“ Los ging`s in Abschnitt zwei. Erneut hatten die Böhlener den besseren Start. Geduldig spielten sie ihre Angriffe aus. Nicht so viel Geduld hatten die beiden Schiedsrichter. Sehr zeitig hoben sie die Hand, um Zeitspiel zu signalisieren. So blieb das Tempo fast gezwungenermaßen hoch. Ab Mitte der zweiten Halbzeit erreichten beide Mannschaften ein Patt. Führung, Ausgleich und umgedreht. Keine Mannschaft konnte sich mehr absetzten. Hochspannung pur für alle Beteiligten. Schön für den Handball. Schlecht für die Lebenserwartung beider Trainer. Es kam wie es kommen musste. Entscheidung in den letzten 120 Sekunden. Überzahl Böhlen beim Stand von 30:30. Leider mit dem Kopf durch die Wand und vergeben die Chance zur Führung. Besser macht es Aue. Tor und Führung. Dann wieder Ausgleich Böhlen durch Jan Modrzynski. Die Gäste wieder in Ballbesitz. Irgendwie hämmerten sie den Ball in die Maschen der Gastgeber. Der Ausgleich und damit die Verlängerung bleiben den Böhlenern verwehrt. 
Schade das jetzt 3 Wochen Spielpause sind. Der Verbandsligazug aus Böhlen war so richtig in Fahrt. 

HV Böhlen: Tilgner, Modrzynski 7, Hille 2/1, Bertram 1, Böhme 6, Heistermann 3, Jankowsky 3, Meißner, Wagner, Riedel, Zipfel 1, Schuster 2, Thomas 6/4 

Strafwürfe:  HVB 5/5  Aue 4/1 
Strafzeiten: HVB 4      Aue 10

m.m.

Spielbericht 05.12.2015

HV Böhlen - HC Einheit Plauen II 38:25 (19:11)

Vorweihnachtliche Bescherung für den HVB

Mit einer Klasse Leistung beendeten die Handballer vom HV Böhlen erfolgreich die Hinrunde in der zweithöchsten Handballliga Sachsens. Dem Tempo, der Spielfreude und dem Spielwitz der Einheimischen waren die Gäste aus Plauen zu keiner Zeit  gewachsen. Als Lohn ging es in der Tabelle rauf auf Platz 5.

Die Fabel vom Igel und dem Hasen kennt wohl jeder. Kam der Hase angerannt, war der Igel schon da. So jedenfalls müssen sich über weite Strecken der Partie die Plauener gefühlt haben. 8:3 nach knapp 12 Minuten für die Gastgeber. Was für ein Start! Alles das, was nur mit Mühe oder gar nicht letzte Woche in Leipzig gelang, ging diesmal wie von alleine. Schnelle Mitte, viele Kreuzbewegungen im Angriff und eine äußerst bewegliche 5:1 Deckung überrannten die Plauener in der Anfangsphase. Dabei bekam der Gästekeeper die Wurfqualität beider Außenspieler bei Böhlen zu spüren. Sowohl Jan Modrzynski (7) als auch Frank Zipfel (7) knallten ihm die Bälle um die Ohren. Es gibt gemütlichere Orte auf dieser Erde. Die Überlegenheit sollte sich bis zur Pause nicht wesentlich ändern. Kleine Brüche im Spiel gab es nur, wenn auf vielen Positionen gewechselt wurde. Aber das nahmen das Team und der Trainer in Kauf. Schließlich haben alle das Recht auf ihre Einsatzzeiten. Pausenpfiff zu ungewöhnlicher Zeit von 19.05 Uhr. Die Partie begann mit 30 Minuten Verspätung (Autopanne-Schiedsrichter). In der Kabine vom HVB herrschte schon fast euphorische Stimmung. Chefcoach Matthias Mielke musste ein wenig auf die Bremse treten. Noch waren 30 Minuten zu spielen und Handball ist ein schnelllebiges Geschäft. Allen Unkenrufen zum Trotz hatten die  Spieler Lust auf mehr und es wurde mehr. Die 40 als Tormarke wurde zwar am Ende nicht geknackt, ist aber nur eine kleine Randnotiz. Mit gnadenlosem Tempohandball spielte der Gastgeber den HC Plauen  schwindlig. Fast zwangsläufig ergibt sich damit eine höhere Fehlerquote. Einziges Manko dieser Partie auf Seiten der Böhlener.

Mit diesem Spiel endet die Hinrunde in der Verbansliga. Fazit. Nachdem der Start etwas holprig war, läuft es dafür seit einigen Wochen richtig rund. Ein wesentlicher Faktor ist die verbesserte Abwehrarbeit. Der nahtlose Übergang zwischen 5:1 / 6:0 klappt gut und stellt dem Spielpartner immer wieder neue Aufgaben.

Nächste Woche um 16.00 Uhr dann das letzte Spiel in diesem Jahr. Im Molten - Sachsenpokal geht es gegen die zweite Mannschaft vom EHC Aue. Die Böhlener Mannschaft ist heiß wie Frittenfett.          

HV Böhlen: Tilgner, Rudolph, Modrzynski 7, Hille 3, Bertram, Böhme 4/1, Heistermann 2, Jankowsky 5/3, Meißner 1, Wagner 1, Riedel, Zipfel 7, Schuster 3 

Strafwürfe:   HVB   4/4    Plauen 5/4   

Strafzeiten:   HVB   2       Plauen 10

m.m.

Jan Modrzynski erzielt gegen Plauen 8 Treffer uns zeigt seine TorjägerqualtitätenJan Modrzynski erzielt gegen Plauen 8 Treffer uns zeigt seine Torjägerqualtitäten

Spielbericht 28.11.2015

SG LVB Leipzig III - HV Böhlen 20:25 (6:10)

Geschafft…!

Im dritten Jahr ihrer Verbandsligazugehörigkeit haben die Handballer vom HV Böhlen das erste Mal ein positives Punktekonto. In einem zähen Spiel gegen den Aufsteiger aus Leipzig reichte am Ende eine durchschnittliche Leistung, um als Sieger vom Platz zu gehen. Martin Tilgner im Böhlener Tor erwischte einen Sahnetag. Mit 11:9 Punkten belegen der HVB weiter Platz 7.

„Was für ein komisches Spiel“ bemerkte Böhlens Rechtsausen Frank Zipfel nach dem Abpfiff in der Kabine. Treffend formuliert. Wenn man ein Spiel gewinnen will muss man mehr Tore werfen als sein Spielpartner. Die HVB Spieler konnten/wollten in den ersten 30 Minuten das irgendwie nicht, und der Gastgeber konnten/wollten es schon gar nicht. Kopfschüttelnd, sich die nicht mehr üppigen grauen Haaren massierend, saß Coach Matthias Mielke nach 13 Spielminuten ziemlich fertig auf seiner Bank. Es stand 3:1 für die Leipziger. Ja, 3:1 in einem Handballspiel der Verbandsliga! Auf seinem Zettel standen 2 verworfene Siebenmeter, 2 vergebene Konter und diverse technische Fehler seiner Mannschaft. Ein einziges Angriffsdebakel fabrizierte der HVB in der kleinen ARENA Leipzig. Einzig Martin Tilgner im Tor war es zu verdanken, dass es NUR 3:1 stand. Auszeit und Ansprache:„ Geht`s noch Jungs? Wird das nun mal! Nicht schön spielen. Einfach den Ball ins Netz hämmern und gut!“ Bei den Böhlenern wurde es etwas besser. Jan Modrzynski versenkte die Konter und die Fernwerfer trafen, ab und zu. Anders die Gastgeber vom LVB. Dort ging nun überhaupt nichts mehr. 12 Minuten ohne Tor bescherte dem HVB eine 7:3 Führung. Die Anspannung wich langsam aus der Mannschaft und nun wurde endlich richtiger Handball gespielt. Mit 4 Toren plus ging es in die Kabine. Diesen Vorsprung gaben die Böhlener in der zweiten Hälfte nicht mehr her. Karsten Hille (Kreis) und Daniel Böhme (Rückraum Rechts) kamen nun allmählich in Fahrt. Trotzdem spielten beide Mannschaften wie im Fieber. Mal ein ganz normales Handballspiel mit der entsprechenden Torquote. Dann wieder minutenlang nichts zu tun für das Kampfgericht. Chancen hüben wie drüben vergeben. Bis auf zwei Tore schmolz zwischenzeitlich der Vorsprung der Böhlener zusammen (20:18/51.). Den Doppelpunktgewinn ließ sich die Mannschaft dann doch nicht mehr nehmen. Ein paar präzise weite Abwürfe vom Böhlener Tor ermöglichten einfache Tore. Abpfiff um 17.50 und der 5 Erfolg in der Saison stand zu buche. Alle waren irgendwie froh das das Spiel vorbei war und freuten sich auf den Leipziger Weihnachtsmarkt.      

HV Böhlen: Tilgner, Modrzynski 6, Hille 7/2, Bertram, Böhme 4, Heistermann, Jankowsky 1, Meißner 1, Wagner, Riedel 1, Zipfel 4/2, Schuster 1 

Strafwürfe:   LVB III   4/1      HVB 5/4      

Strafzeiten:   LVB III    4         HVB 2

m.m.

 

Martin Tilgner - überragend im TorMartin Tilgner - überragend im Tor 

 

 

 

 

 

Martin Tilgner hielt wieder mal souverän und 

hatte großen Anteil am Sieg gegen die "Straßenbahner"

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Spielbericht  21.11.2015

HV Böhlen - SV Lok Leipzig-Mitte  34 : 25  (13 : 13)

 

Leipziger Lok auf dem Abstellgleis

Eine fast perfekte zweite Halbzeit bescherte den Handballern vom HVB den zweiten Heimerfolg in Folge. Ein völlig losgelöst spielender Norman Jankowsky (11) und ein treffsicherer Frank Zipfel (7) verwandelten die Halle am Freibad in Böhlen am Ende in ein Jubelhaus. Als Belohnung für diese feine Leistung ging es in der Tabelle rauf auf Platz 7. Der Start in das Freizeitvergnügen Handball begann allerdings mit einem sehr ernsten Hintergrund. Zu Beginn des Spieles gedachten alle anwesenden Sportfreunde / Zuschauer der Opfer von Paris mit einer Schweigeminute.

18.00 Uhr ging es dann mit der Partie der Tabellennachbarn los. Scherzhaft hatte Chefcoach Matthias Mielke in der Kabine von einem „leichten Spiel“ gesprochen. Ging es doch gegen eine Mannschaft, die vor dem HVB steht. Da lief es in letzter Zeit besonders gut (Freiberg, Zwenkau/Leipzig). Die ersten 30 Minuten widerspiegelten allerdings genau die Gleichwertigkeit der beiden Teams. Beide mit einer ganzen Reihe ausgelassener Chancen, einer hohen Fehlwurfquote, und einiger technische Fehler zu viel. Schrecksekunde für den HVB in der 20. Minute. Wie immer stürzte sich Jan Modrzynski mit hoher Geschwindigkeit in die kleinsten Lücken. Sehr rüde wurde er von den Beinen geholt. Glatt ROT für seinen Gegenspieler. Leider war für ihn das Spiel mit einer tiefen Platzwunde am Kinn gelaufen. Norman Jankowsky rückte auf die verwaiste Außenposition und fühlte sich dort fortan pudelwohl. Unentschieden zur Pause, aber Unzufriedenheit in der Kabine vom HVB. In der Schlussphase der ersten Halbzeit vertändelte man einen 3 Tore - Vorsprung (13:10/26.). Doch gegenseitige Schuldvorwürfe haben noch niemanden geholfen. Fehler entstehen, niemand macht sie freiwillig und gut. Also Blick nach vorne und schauen was noch geht.

Und es ging viel im zweiten Spielabschnitt. Zunächst hielten die Leipziger noch mit. Böhlen erhöhte die Schlagzahl im kreativen Bereich. Wechselnde Aufstellungen stellten die Deckung der Leipziger ständig vor neue Aufgaben. Und die stellten sich als schwer lösbar heraus. Mal agierte der HVB mit zwei Kreisläufern, mal nicht. Dann wieder druckvolles Kreuzen der Aufbaureihe und permanente Positionswechsel. 43. Minute und Auszeit der Gäste. Böhlen lag mit 21:17 in Führung. Doch es nütze nichts. Diesmal ließen sich die Einheimischen nicht von ihrer Linie abbringen. Geduld beim herausspielen von Wurfmöglichkeiten und sehr treffsichere Außenpositionen ließen den Vorsprung weiter anwachsen. Die sehr flexible 6:0 Deckung tat ihr übriges. Als es für den Geschmack des Trainers etwas zu hektisch wurde, Auszeit Böhlen (51.) und die Aufforderung, das Tempo etwas rauszunehmen. 29:21 stand es da für den HVB. Doch mit Tempo rausnehmen war nix. Leipzig versuchte es mit einer offenen Manndeckung. Sie glaubten wohl dem Spielbericht aus Freiberg nicht. Damit erreicht man beim Gastgeber nicht viel, bis gar nichts. Auch am Sonnabend ging dieses taktische Mittel nach hinten los. Die schnellen, man glaubt gar nicht wie schnell Karsten Hille bei einer offenen Manndeckung wird, und passsicheren Spieler vom HVB fuhren am Ende einen auch in der Höhe verdienten Erfolg ein. Leipziger Lok auf dem Abstellgleis. 

HV Böhlen: Tilgner, Haugk, Modrzynski 2, Hille 3, Bertram, Thomas 4, Heistermann 4, Jankowsky 11/3, Meißner 2, Wagner 1, Zipfel 7/1, Schuster 

Strafwürfe: HVB 8/4 Lok Mitte 2/1 
Strafzeiten: HVB 4 Lok Mitte 10

 

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Spielbericht Verbandsliga Sachsen: 14.11.2015

SV Schneeberg - HV Böhlen 34:32 (13:12)


Erfolgsserie gerissen

Nach vier erfolgreichen Spielen kassierten die Handballer vom HV Böhlen eine völlig überflüssige Niederlage beim Aufsteiger in Schneeberg. In einer Partie auf bescheidenem Verbandsliganiveau konnten die Gäste nicht das Abrufen was sie handballerisch drauf haben. Speziell in der zweiten Spielhälfte klappte in der Deckung nicht mehr viel. Platz 8 ist weiterhin für den HVB reserviert.

Mit breiter Brust fuhren die Böhlener nach Schneeberg. War die Brust zu breit? Nach Erfolgen gegen Spitzenmannschaften aus der Verbandsliga spielte man am Wochenende gegen den Aufsteiger aus Schneeberg. Stand da „Wird schon!“ im Hinterkopf der Spieler? Schleppend lief das Spiel an. In der dunklen, niedrigen und vom Zahn der Zeit gezeichneten Sporthalle der Gastgeber legte sich ein Schleier auf die Spielfreude der Böhlener. Der sehr kompakte defensive Abwehrblock der Schneeberger stellte die Gäste vor große Probleme. Die Außenpositionen hatten in der engen Halle wenig bis gar keinen Platz. Also spielte sich mehr oder weniger alles in der zentralen Zone des Spielfeldes ab. Und da klemmte es mit Torerfolgen bei den Böhlenern gewaltig. Zu nah an der Deckung die Fernwerfer bei ihren Wurfversuchen und zu wenig Bewegung insgesamt. Dazu kam noch das Auslassen diverser Chancen. Statt möglichen 15-17 Toren standen nur 12 Tore im Spielprotokoll der Böhlener zur Halbzeit. Doch es herrschte trotzdem Zuversicht in der Kabine. „Los jetzt, Bewegung ins Spiel nach vorne bringen. Schnelle Mitte, 2. Welle bringt die Schneeberger ins Laufen“ so die Anweisungen vom Trainerteam. Setzte die Mannschaft auch gut um. 20 Tore in 30 Minuten kann sich sehen lassen. Leider machten die Schneeberger 21 Tore in derselben Zeit. Mitte der zweiten Halbzeit waren ganze „Scheunentore“ im Deckungsverband der Gäste. Bis auf 25:20 zogen die Gastgeber in Führung. Die großgewachsenen Spieler wurden viel zu spät oder kaum bedrängt. Die Beine der HVB Spieler wurden schwerer. Die Konzentration ließ nach. In der Schlussphase riss sich die Mannschaft noch einmal zusammen. Jan Modrzynski stürzte sich mit vollem Einsatz in die kleinsten Lücken. Bis auf 32:31 (57.) verkürzte Böhlen. Mit dem angestrebten Doppelpunktgewinn wurde es in Summe leider nicht. Das erkämpfte Glück der letzten Spiele verließ die Böhlener Mannschaft. Der Pfosten war irgendwie immer im Weg, die Pfiffe der Unparteiischen kamen gefühlt in der Schlussphase immer gegen den HVB. Abhaken die Sache. Nächste Woche geht es in Böhlen gegen den Tabellenachtbarn von Lok Mitte Leipzig. Das Handballglück wird schon wieder in Böhlen vorbeischauen. 

HV Böhlen: Tilgner, Modrzynski 9, Hille 2, Bertram, Böhme 4, Thomas 5, Heistermann 1, Jankowsky 5/3, Meißner 3, Wagner, Riedel, Zipfel 3 

Strafwürfe:  Schneeberg 4/3 HVB 4/3 
Strafzeiten: Schneeberg 10   HVB 14

m.m

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 Spielbericht: 07.11.2015

 HV Böhlen     -      SG Leipzig/Zwenkau              28 : 23 (14 : 11)

 Dem Erwartungsdruck standgehalten

 

Die Männer vom HVB und ihre treuen Zuschauer feierten am Sonnabend gegen 19.30 Uhr gemeinsam den ersten Heimerfolg. Nach der Galavorstellung in Freiberg konnte die Mannschaft nahtlos an die Leistung der Vorwoche anknüpfen. Diesmal verteilten sich die Torschützen auf viele Schultern. Mit 7:7 Punkten festigen die Böhlener ihren Mittelfeldplatz in der Verbandliga West.

Niederlage (Plauen), knappe Niederlage (Rückmarsdorf) und Unentschieden (Mölkau), so lautete die Bilanz der Heimauftritte der Handballer vom HVB bisher. Am Sonnabend kam der heiß ersehnte Doppelpunktgewinn hinzu. Unter der Woche wurde schon innerhalb der Mannschaft scherzhaft diskutiert, alle Heimspielrechte an die Spielpartner zu verkaufen. Leider hat diese Variante drei entscheidende Nachteile. Erstens die Fahrtwege, zweitens die Fahrtwege für die Zuschauer und drittens wird wahrscheinlich keiner dafür Geld auf den Tisch legen. Wie auch immer, am Sonnabend lief es von Beginn an ziemlich rund. Die Gäste aus Leipzig/Zwenkau lagen nur einmal im gesamten Spiel in Führung (1:2 / 4.) Dann spielten, kämpften, und speziell in der ersten Halbzeit, kombinierten die Böhlener. Mit schnellen sicheren Ballpassagen wurde die kompakte 6:0 Abwehrkette der Gäste in Bewegung gebracht. Gefahr kam diesmal von allen Positionen. Daniel Böhme hatte in Halbzeit eins auf Halbrechts ein besonders gutes Händchen. Oliver Bertram dirigierte in der zentralen Aufbauposition den Positionsangriff. Böhlen legte immer wieder vor, doch die Gäste blieben dran. Denn Handballspielen können sie natürlich auch. Besonders die Nr. 10, Lukas Riegel, machte den Einheimischen zu schaffen. Von der 9 - m  - Linie traf er extrem genau in die Ecken des Böhlener Tores. Also Manndeckung durch Jan Modrzynski. Kurz vor der Pause dann eine ganz starke Phase der Gastgeber. Aus einem 11:10 machten sie innerhalb von vier Minuten eine 14:11. Martin Tilgner hielt wieder überragend und ab ging die Post zum Konter.

Durchatmen in der Kabine und die Emotionen runter schrauben. Viel auszusetzen hatte Chefcoach Matthias Mielke nicht. Nur nicht zu viel „wollen“ im zweiten Spielabschnitt, dann klappt es mit dem Erfolg. Und so war es dann auch. Konditionell waren die Böhlener voll auf der Höhe. Dies zeigte sich vor allen Dingen in der Abwehrarbeit. Mit flinken Beinen und intelligenten Heraustreten durch die Spieler vom HVB kamen die hochgewachsenen Leipziger nicht zurecht. So kann und muss man körperliche Nachteile wettmachen. In der Schlussphase ging dann bei den Gästen gar nichts mehr. Im Bestreben, das Ruder noch rumzureißen, häuften sich die Fehlwürfe. Die Gastgeber blieben cool und bauten den Vorsprung sukzessive aus. Mit dem Schlusspfiff entluden sich dann die Emotionen. Karsten Hille stimmte DAS Erfolgslied der Böhlener an und die Fans sangen mit. Ein echter Handballnachmittag in einer rappelvollen Böhlener Sporthalle ging zu Ende. Na dann, weiter so. Es kommen machbare Aufgaben….    

 

HV Böhlen: Tilgner, Haugk, Modrzynski 1, Hille 6 / 4, Bertram 1, Böhme 5, Thomas 4, Heistermann 4, Jankowsky 2 / 1, Meißner 1, Wagner 1, Riedel, Zipfel 1   

Strafwürfe:   HVB 7/6                 SG 3/2         

Strafzeiten:   HVB 4                    SG 12

m.m.

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Spielbericht Verbandsliga Männer 31.10.2015

HSG Freiberg II       -          HV Böhlen                 31 : 38  (17 : 17)

„Dachshunter“ HV Böhlen

Langsam entwickeln sich die Handballer vom HVB zum Favoritenschreck. Zum zweiten Mal gelang ihnen das Kunststück, eine noch ungeschlagene Mannschaft in eigener Halle zu bezwingen. Die „Dachse“ aus Freiberg mussten diesmal dran glauben. Jan Modrzynski (10) und Norman Jankowsky (9) spielten überragend. Als Lohn ging es in der Tabelle rauf auf Platz 7.

Unglaublich, Fantastisch, Phänomenal! Die mitgereisten Zuschauer und der Trainer fanden kaum Worte nach dem Abpfiff. Was war passiert? In der Schlussphase spielten die Böhlener die Gastgeber an die Wand, wie man so schön sagt. Aber der Reihe nach. Es war das erste Mal in der Böhlener Handballgeschichte, dass es nach Freiberg ging. Man hatte einiges über die Spielweise in Erfahrung gebracht. Sehr offensiv, ballorientiert und mit ganz viel Tempo, dass die Philosophie der Gastgeber. Unter der Woche wurde das Trainingsprogramm daraufhin ausgerichtet. Auch Aufstellungstechnisch war einiges anders als gewohnt. Den ersten Treffer der Partie markierte Marc Riedel. Er zeigte gleich wie es funktionieren kann. Viel Bewegung, Einlaufen gegen die Laufrichtung des Balles und Spielübersicht. Die Freiberger versuchten ihr Tempospiel aufzuziehen. Sie schlossen ihre Angriffe extrem schnell ab und gingen mit vollem Einsatz in die Schnittstellen zwischen die Spieler der Gäste. So ganz erfolgreich war das nicht. Zum einen hielt Martin Tilgner sehr gut und zum anderen war diese Spielweise doch recht ausrechenbar. Zudem verletzte sich Mitte der ersten Halbzeit Freibergs bester Spieler an der Schulter und musste passen. Beim Stand von 11:13 (23.) Auszeit Freiberg. Was dann folgte war ein einziges hin und her. Es fielen 10 Tore in nur 7 Minuten. „Hasenhandball“ wurde in der Vergangenheit dazu gesagt. Mit dem Halbzeitpfiff traf Jan Modrzynski zum 17:17. „Nicht das Tempo der Freiberger mitgehen. In Summe werden wir so verlieren“ so der Hinweis von Chefcoach Matthias Mielke in der Halbzeit.

Los ging’s in den zweiten Spielabschnitt mit zunächst leichten Vorteilen für die Gastgeber. Immer wieder fanden sie kleine Lücken oder brachten ihren einzigen wirklichen Rückraumwerfer in Position. Doch einen wirklicher Vorsprung kam nicht zu Stande (22:20/38.). Merklich genervt vom konsequenten Verschieben der Böhlener Deckung wurde die Freiberger ungeduldig. Sie leisteten sich Fehlwürfe und technische Fehler. Ein geduldiges Positionsspiel ist scheinbar nicht ihr Ding. Zudem zitterte das Nervenkostüm bei einigen. Eine ganze Reihe von Strafzeiten spielte den Gästen natürlich in die Hände. Und wenn es einmal läuft, dann läuft es eben. Robert Heistermann holte Strafwürfe heraus. Karsten Hille interpretierte seine Kreisposition sehr kreativ und schaffte damit ständig neue Spielsituationen. Das Spiel kippte in die Böhlener Richtung. Vier Tore Führung zehn Minuten vor Ende. Und in dieser Situation (51.) griffen die Freiberger zum taktischen Mittel der offenen Manndeckung. Super, allerdings für Böhlen. Das hatten sie erwartet und schon am Donnerstag gegen die 2. Männermannschaft (Danke!) geprobt. Die Gastgeber rannten ins „offene Messer“. Am Ende verhinderte die Torumrandung das es nicht 40 Treffer für Böhlen wurde. Mit Sicherheit eines der besten Spiele in der Verbandsliga. Vielleicht gelingt es der Mannschaft nächsten Sonnabend dies auch mal dem heimischen Publikum zu zeigen, was wirklich in ihr steckt.           

HV Böhlen: Tilgner, Modrzynski 10, Hille 5, Bertram 1, Böhme 2, Thomas 4, Heistermann 3, Jankowsky 9 / 4, Meißner 3, Wagner, Riedel 1 

 

Strafwürfe:   Freiberg 3 / 2          HVB 5 / 4     

Strafzeiten:   Freiberg 14             HVB 8

m.m.

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Spielbericht 24.10.2015

HV Böhlen    -          HSV Mölkau-Die Haie       23:23 (15:13)

„Blind wir sind“

Diesen Ausspruch einer kleinen grünen Fantasyfigur aus einer bekannten Filmsaga, traf in der zweiten Halbzeit auf die komplette Böhlener Mannschaft zu. Reihenweise versiebten sie beste Chancen. Am Ende musste die Mannschaft noch froh sein überhaut einen Punkt aus diesem Spiel mitgenommen zu haben. Mit 3:7 Punkten bleiben die Böhlener auf Platz 8 der Tabelle.

 In 3er Reihen drängelten sich die Zuschauer am Sonnabendabend in der Böhlener Sporthalle am Bad. Sie erlebten eine tolle Anfangsphase ihrer Mannschaft. Mit einer 4:2 Angriffsvariante (2 Kreisläufer) überraschten die Einheimischen die Gäste aus Mölkau. Karsten Hille und Eric Thomas schufen Räume für die Rückraumschützen oder konnten selber angespielt werden. Die Randleipziger kamen mit der Zuordnung nicht klar und kassierten ein Tor nach dem anderen. Nach 14 Minuten flatterte die grüne Karte für eine Auszeit auf den Tisch des Kampfgerichtes. Es stand 7:2 für den HVB. Die Gäste sortierten ihre Deckung neu und das zeigte Wirkung. Der eben noch vorhandene Spielfaden der Böhlener riss. Eins/zwei unnötige technische Fehler, zwei/drei Abspielfehler summierten sie in dieser Spielphase. Innerhalb von nicht mal 6 Minuten verspielte die Mannschaft leichtfertig ihren Vorsprung. Nun Auszeit HVB und der Appell an die Spieler, doch bitte schön wieder mit der notwendigen Konzentration zu spielen. Und es funktionierte. Zwar nicht perfekt, aber so, dass die Mannschaft mit zwei Toren plus in die Kabine ging. Da ein Handballspiel bekanntlich zwei Halbzeiten hat, waren die beiden Punkte noch nicht im Kasten. Mit viel Elan und voller Selbstvertrauen gingen die Spieler den zweiten Abschnitt an. Beide Mannschaften zogen das Tempo noch einmal an und erarbeiteten sich diverse Möglichkeiten. Während die Mölkauer wenigstens ab und zu mal einen Ball versenkten, ging in dieser Hinsicht bei den Böhlenern nicht mehr viel. Das eingangs zitierte kleine grüne Männchen (Yoda) hätte wahrscheinlich sein Lichtschwert gezogen und wäre auf den Mölkauer Torwart losgegangen. Doch es stand nicht Darth Vader im Tor, sondern „nur“ ein Mensch. Einen Ball nach dem anderen fischte er aus dem Kasten. 18:19 stand es nach 48 Spielminuten. Nur, muss man sagen, denn auch die Gäste hatten so ihre Schwierigkeiten. Wie im letzten Heimspiel gegen Rückmarsdorf, lief wieder alles auf eine finale Schlussphase hinaus. Und die bekamen die Zuschauer auch geboten. Sie feuerten lautstark ihre Böhlener und verwandelten die Halle in einen Hexenkessel. Gut das die beiden Schiedsrichter aus Aue die Ruhe weg hatten. Sie zogen ihre Linie durch und wer es übertrieb konnte zwei Minuten auf der Bank darüber nachdenken. Beim Stand von 21:23 waren noch 3 Minuten zu spielen. Böhlen  stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Jetzt unterliefen den Gästen ein paar unnötige Fehler in der Hektik. Ausgleich in der 59. Minute für den HVB. Noch 31 Sekunden, grüne Karte Mölkau und… Fehlwurf. 59.50 Kontermöglichkeit für die Gastgeber. Das Endergebnis ist bekannt. Am Ende ein gerechtes Unentschieden, das aber beiden Mannschaften nicht so recht weiter hilft.    

HV Böhlen: Tilgner, Rudolph, Modrzynski 4, Hille 7/2, Bertram, Böhme 2, Thomas 3, Heistermann, Jankowsky 2, Meißner 3, Wagner, Schuster, Zipfel 2 

Strafwürfe:          HVB 3/2              Mölkau 4/4 

Strafzeiten:         HVB 6                  Mölkau 12

mm

 

Spielbericht : 10.10.2015

SG Chemnitzer HC - HV Böhlen 21:27  (13:14)


Na endlich! – HVB mit Auswärtserfolg in Chemnitz!

Am vierten Spieltag der Verbandsliga West gelang den bisher erfolglosen Handballmännern aus Böhlen der erste Doppelpunktgewinn. Ausgerechnet gegen die bisher ungeschlagene Mannschaft vom Chemnitzer HC gelang ihnen dieses Kunststück. Ein stark haltender Martin Tilgner im Tor und ein treffsicherer Eric Thomas (9) ragten aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung noch heraus.

In den letzten 1-2 Wochen fühlten sich die Spieler/Trainer vom HVB teilweise zurückversetzt in ihre Schulzeit. Man übt und übt und es kommt nicht das gewünschte Ergebniss heraus. Zweifel machen sich breit, ob das alles so richtig ist, was man da so im Training fabriziert. Nach 60 spannenden Minuten sollte sich der Handballhimmel über Böhlen aber aufhellen. Aber der Reihe nach. Kabinenansprache: „Körperlicher Einsatz, Klappe halten und nur positive Kritik“, so die Richtlinie von Trainer Matthias Mielke (Marc Riedel fehlte verletzt). Die erste Halbzeit war absolut ausgeglichen. Meist lagen die Böhlener mit ein oder zwei Toren in Führung. Die offensive Deckung wurde schnell aufgegeben. Die Gastgeber verfügten über keinen nennenswerten Rückraumschützen. Sie versuchten mit schnellen Ballpassagen die Deckung der Böhlener auseinander zu ziehen. Das funktionierte auch in verschiedenen Spielsituationen, aber Martin Tilgner im Tor hatte einen wirklich guten Tag. Das Plus der Spieler vom HVB an diesem Tag zeigte sich kurz vor der Pause. Es stand 13:13 und noch 45 Sekunden zu spielen. Die Zeit wurde genutzt! Kein „Mit dem Kopf durch die Wand“ oder abenteuerliche Würfe, nein, es wurde mit Disziplin gespielt. Erik Meißner erzielte die 14:13 Halbzeitführung mit einem sehenswerten Hüftwurf. Endlich sah man wieder freundliche Gesichter in der Kabine. Es spielt sich einfach lockerer, wenn man nicht muss, sondern kann - und wie die Böhlener konnten. Halbzeit zwei gehörte den Gästen von der Pleiße. Während die Gastgeber mehr und mehr auf Einzelaktionen setzten, verteilten sich die Tore auf viele Schultern bei Böhlen. Alle Spieler waren im Einsatz. Norman Jankowsky löste in der Schlussphase endlich seine Wurf – Blockade und war in der entscheidenden Phase erfolgreich. Auch der aus der zweiten Männermannschaft, aushelfende „Zipfelersatz“ Sven Neumann, trug sich dreimal in die Torschützenliste ein. Am Ende klappte bei den Chemnitzern gar nichts mehr. In Summe fiel der Erfolg sicher um 2-3 Tore zu hoch aus. Das war den jubelnden Spielern vom HVB nach dem Abpfiff aber egal. Diese Leistung gilt es in 14 Tagen gegen die Haie aus Leipzig – Mölkau zu bestätigen. Die Konstellation wird jedoch  eine andere sein.

HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, Modrzynski, Hille 1, Bertram 1, Böhme 5, Thomas 9/2, Heistermann 1, Jankowsky 3, Meißner 4, Wagner, Schuster, Neumann 3

Strafwürfe: Chemnitz 5/4      HVB 6/3
Strafzeiten: Chemnitz 6         HVB 4

m.m.

 

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Spielbericht: 26.09.2015

HV Böhlen - HSG Rückmarsdorf  25:26 (16:17)

Krimi ohne Happy End für den HVB

In einer dramatischen Schlussphase, die alles bot was Handball zu bieten hatte, verloren die Böhlener Handballer auch ihr zweites Heimspiel. Tragischer Held wurde Karsten Hille. Erst holte er fünf Sekunden vor dem Abpfiff einen Strafwurf für die Böhlener heraus. Behielt aber anschließend nicht die Nerven und vergab vom 7m Punkt.

„Wenn wir in der Verbandsliga was reißen wollen, müssen wir mit mehr körperlichen Einsatz spielen.“ So die Forderung des Trainerteam aus Böhlen vor dem Anpfiff. Die Mannschaft kam super in das Spiel hinein. 4:1 stand es nach knapp 8 Minuten. Jan Modrzynski legte los wie die Feuerwehr und erzielte drei der vier Tore. Diese drei Tore waren für das ganze Spiel der höchste Unterschied zwischen beiden Mannschaften. Die Gäste aus Leipzig, gewohnt schnell auf den Beinen, zogen und zerrten so lange bis sich die Lücke für sie ergab. Schnell, zu schnell erzielten sie den Ausgleich. Immer wieder fanden sie eine Lücke in der diesmal kompakten 6:0 Abwehr der Böhlener. Ausgeglichen ging es in der gesamten ersten Halbzeit zu.

Mal waren die Gäste knapp in Führung, mal die Einheimischen. Doch man wurde das Gefühl nicht los, dass die Böhlener mehr für ihre Tore investieren mussten als die Randleipziger. Mit einem Tor Unterschied ging es in die Halbzeitpause. Schnell war das Spiel analysiert und allen war klar, dass heute hier was geht. So einen Einbruch wie letzte Woche in Meerane sollte es nicht wieder geben. Die zweite Halbzeit wurde eine reine Nervensache. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die Schiedsrichter verteilten jede Menge Strafzeiten um die Gemüter abzukühlen.

Handball wurde aber auch noch gespielt. Nachdem meist die Rückmarsdorfer führten war es in der 51. Minute endlich soweit. Robert Heistermann erzielte die 24:23 Führung für den HVB. Ohrenbetäubender Lärm und super Stimmung der vielen Zuschauer in der Böhlener Halle am Bad. Zweimal hatte die Mannschaft die Chance diesen Vorsprung auszubauen, zweimal wurde im Übereifer vergeben. Und es kam wie es kommen musste. Die Gäste lagen mit einem Tor 30 Sekunden vor dem Ende in Front, vertändelten aber den Ball und Karsten Hille startete zum Konter. „Notbremse“ durch einen Rückmarsdorfer Spieler, Rote Karte, Strafwurf HVB und - Torhüter hielt! Wie erstarrt saßen die Böhlener Spieler sekundenlag nach dem Abpfiff auf ihren Plätzen. Der Erfolg war zum Greifen nahe. Mit 0:6 Punkten ist der Saisonstart ziemlich danebengegangen. Ob er voll danebengeht, wird sich in zwei Wochen in Chemnitz zeigen.     

HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, Modrzynski J.  4, Hille 4/2, Bertram, Böhme 4, Riedel, Thomas 5, Zipfel 2, Heistermann 4, Jankowsky 1, Meißner 1 

 

Strafwürfe:   HVB 3/2       Rückmarsdorf 5/4 

Strafzeiten:  HVB 18        Rückmarsdorf 12  

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Spielbericht:  20.09.2015

HC Glauchau / Merrane II - HV Böhlen I 33:26 (13:13)

Überraschung nicht gelungen

30 Minuten top, 30 Minuten flopp. So etwa könnte man den späten Nachmittag der Böhlener Handballer gegen die 2. Mannschaft vom HC Glauchau/Meerane zusammenfassen. Nach starker erster Hälfte lief in Halbzeit zwei nicht mehr viel. 

Gegen den Mitfavoriten der Verbandsliga West auswärts zu verlieren ist sicher nicht atemberaubend ungewöhnlich. Trotzdem waren die Handballer aus Böhlen zum Schluss sauer auf sich selber. Was war geschehen? Die Spieluhr zeigte die 22. Minute. Auszeit der Gastgeber, der Spielstand 8:12 gegen sie. Mit der sehr beweglichen 5:1 Deckungsvariante der Böhlener kamen die Gastgeber schlecht zurecht.

Böhlens stärkster Spieler an diesem Tag, Jan Modrzynski (9), brachte den Spielaufbau gehörig durcheinander. Er verstellte die Passwege, fing Bälle ab und war selber im Angriff erfolgreich. Bis kurz vor der Halbzeit lagen die Gäste ständig in Führung. Zwei „Schlafeinlagen“ kurz vor dem Pausenpfiff verhalfen Glauchau zum schmeichelhaften Ausgleich. Trotzdem herrschte super Stimmung in der Kabine der Böhlener. Doch es waren noch 30 Minuten zu spielen und die liefen nicht mehr so gut. Die Fehlwürfe vom HVB häuften sich, die Konter Richtung eigenes Tor wurden mehr. 41. Minute und Auszeit. Erstmals lag die Mannschaft deutlich im Rückstand (20:16). Die Gastgeber warfen innerhalb von 10 Minuten 7 Tore.

Es waren noch fast 20 Minuten zu spielen. Doch es wurde nicht besser aus Sicht der Böhlenern. Wie in der Vorwoche war die Angriffsgestaltung das Problem. Die Außenpositionen strahlen kaum Gefahr aus, die Laufwege der Aufbauspieler waren ausrechenbar, die Mittelposition blieb insgesamt zu blass. Torerfolge gab es oft nur durch Einzelaktionen und ja, der ein oder hatte Probleme in der Schlussphase den Rückwärtsgang zu finden. Wie gesagt, man kann gegen diese Spitzenmannschaft verlieren, aber man muss es nicht. Die erste Hälfte des Spieles hat es gezeigt.   

 

 HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, Modrzynski J.  9, Hille 3, Bertram 1, Schuster 3, Böhme 5, Riedel, Thomas 2, Zipfel 3, Heistermann, Modrzynski T. 

 Strafwürfe:   Glauchau/Meerane 3/2        HVB 0

 Strafzeiten:  Glauchau/Meerane 4            HVB 0

 m.m

 

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Spielbericht: 12.09.2015

HV Böhlen - SV 04 Plauen-Oberlosa II 22:26 (10:14)

Festival der vergebenen Chancen

Im Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften scheiterten die Männer vom HVB an der mangelnden Verwertung der eigenen Torchancen. Die sehr körperbetonte Partie mit vielen Unterbrechungen, verlief nicht so wie sich das die Mannschaft und das Trainerteam vorgestellt hatten. Mit einer Wurfquote unter 50% kann man selten ein Spiel gewinnen, schon gar nicht in der Verbandsliga.   

Dabei stimmten die Rahmenbedingungen. Alle 14 Spieler waren einsatzbereit, die Zuschauer drängelten sich in der Halle und die zweite Männermannschaft hatte im Spiel davor ihren Spielpartner deklassiert. Beide Mannschaften gingen von Beginn an mit vollem Einsatz zu Werke. Die beiden Chemnitzer Schiedsrichter ließen viel laufen. Es wurde ein sehr hitziges Spiel. Die Böhlener gingen beim Stand von 6:5 erstmals in Führung. Robert Heistermann tankte sich auf der rechten Angriffseite durch die Reihen der Plauener. Das sollte aber die einzige Führung für die Einheimischen bleiben. Ab Mitte der ersten Halbzeit fanden die Wurfversuche der Gastgeber nur noch selten ihren Weg ins Tor. Die hatte zwei Ursachen. Erstens war der junge Plauner Torhüter (19) wirklich gut drauf und zweitens war die überwiegende Mehrzahl der Bälle auf das Tor der Gäste unvorbereitet. Mit vier Toren Rückstand für den HVB ging es in die Pause. „ Mehr Geduld beim Abschluss verbunden mit weniger Einzelaktionen, so die Aufforderung des Trainerteams“ Klappte zunächst auch gut. Oliver Bertram sorgte für mehr Ordnung im Positionsangriff. In der Abwehr hielten Eric Thomas und Karsten Hille die Lücken klein. Nach knapp 40 Minuten erneuter Ausgleich der Gastgeber (16:16/30.).  Die Partie wurde immer hitziger. Beide Teams schenkten sich nichts und spielten mit viel Einsatz. So ging es ausgeglichen in die Schlussphase des Spieles (20:21/50.). Doch während die Gäste wenigstens ab und zu den Ball in die Maschen wuchteten, lief es beim HVB nicht so. Die Chancen waren da, allein das Tor war vernagelt. Am Ende gingen die Punkte nach Plauen. Abwehr-und Torhüterleistung beim HVB waren o.k., aber in der Angriffsgestaltung muss gearbeitet werden.                 

 HV Böhlen: Petzsch, Tilgner, Modrzynski 4, Hille 2, Bertram, Schuster 6/4, Böhme 3, Riedel, Thomas 1, Zipfel, Wagner 1, Meißner 1, Heistermann 4 

 Strafwürfe:   HVB 4/4       Plauen 4/3  

 Strafzeiten:  HVB 8          Plauen 6

 m.m

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Handball HVS Pokal: 06.09.2015

 

HSG Chemnitz          -          HV Böhlen                            27:35 (14:14)

Abgerechnet wird zum Schluss – HVB in Runde Zwei

 

Die Zwischenrechnungen waren, na ja, etwas gewöhnungsbedürftig. Am Ende setzte sich der Favorit aus der Verbandsliga aber klar durch. Zu groß waren in Summe die Unterschiede im Spielvermögen und der Kondition zwischen den beiden Mannschaften. Ein sehr gut aufgelegter Eric Thomas (7) ragte aus einer mit Licht und Schatten spielenden Mannschaft heraus.

 

Trainer können nur reden, Spieler müssen handeln. Als es nach nicht einmal 7 Minuten 4:2 für die Gastgeber stand, lösten sich die Worte aus der Kabinenansprache (Chemnitz ernst nehmen) wie Seifenblasen auf. Es brauchte etwa 15 Minuten, ehe der Böhlener Zug Fahrt aufnahm. Dann allerding sah es teilweise schon ganz ordentlich aus, was die Mannschaft auf das Parkett brachte. Neuzugang Erik Meißner fügte sich gut ein, die offensive Deckung verstellte die Passwege und die 2. Welle lief nicht schlecht. Böhlen führte mit 5:9 nach 21 Minuten. Doch die gut und fair kämpfende Mannschaft aus Chemnitz hielt dagegen. Die Gäste versiebten eine Chance nach der anderen und mit dem Pausenpfiff glichen die Einheimischen aus.

Nach dem Seitenwechsel lief es dann endlich besser. Einfache Bälle wurden abgefangen, Konter erfolgreich abgeschlossen und auch die Deckungsarbeit verdiente sich die Bezeichnung. Mitte der zweiten Halbzeit führten die Böhlener mit teilweise 10 Toren (21:31/45.) Die Partie nahm ihren erhofften Verlauf  aus der Sicht der Gäste. Das Trainerduo vom HVB probierte noch ein wenig aufstellungstechnisch herum. Ein paar Schlafwageneinlagen am Schluss führten zur Resultatsverbesserung für die Chemnitzer. Leider verletzte sich Daniel Böhme am Knöchel. Ob er nächste Woche zum Punktspielstart wieder fit ist, wird sich zeigen.          

 

Böhlen mit: Petzsch, Tilgner, Modrzynski 3, Hille 3, Bertram 2, Schuster 4 / 1, Böhme 1, Riedel 1, Thomas 7, Zipfel 5, Wagner 3, Meißner 3, Heistermann 4 

 

Strafwürfe:   Chemnitz 2/2           HVB 1/1       

Strafzeiten:   Chemnitz 2             HVB 0

m.m